Mehr als eine Stunde später begann diese Partie, weil die Moerser bei ihrer langen Anreise im Stau gesteckt hatten. Zwar informierte der Gastgeber seine Zuschauer frühzeitig, aber am Mannschaftstreff und dem Aufbau in der Sporthalle änderte diese Nachricht des Gegners nichts. Mit Kartenspielen überbrückten die Spieler von Lindow-Gransee einen Teil der Wartezeit.
Offenbar war das einschläfernd, denn den ersten Satz gaben die Hausherren her. Moers spielte sehr gut auf, Lindow-Gransee wirkte fahrig. Eine Überraschung schien beim 15:25 möglich. Beim Sieben-Punkte-Rückstand von 11:18 rang sich das Trainerteam zum einem Doppelwechsel durch. Zuspieler Philipp Jankowski ging, Robert Heidemann dafür ein, Bennett Lohr ging, Mio Wüst dafür rein. Zwar war an der Niederlage im ersten Abschnitt nicht mehr zu rütteln. Dennoch brachten beide Einwechsler den Strukturwandel und die Stabilität ins Team, die sich Björn Andrae erhofft hatte.
Genau dies dürfte der Schlüssel gewesen sein, um auf den sechsten Saisonsieg umzustellen. Mio Wüst stabilisierte die Annahme, lobt der Coach den lange Zeit Verletzten nach dessen Comeback. „Und ihm gelangen auch ein, zwei Punkte im Angriff, was ich so nicht von ihm erwartet hatte. Jedenfalls jetzt noch nicht.“ Auch Robert Heidemann als Zuspieler reihte sich nahtlos ein.
Überragender Spieler auf seinen des Gastgebers war jedoch Charlie Peters. Der Diagonalangreifer spielte sich in einen Rausch. „Charlie erwischte einen ganz starken Tag“, bilanziert Björn Andrae. „Er hat unglaublich viele Bälle totgemacht.“ Nach vier Sätzen hatte Lindow-Gransee vor 200 Zuschauern doch noch alle Punkte geholt, weil diese Partie nach dem 15:25 mit 25:20, 25:21 und 25:18 gedreht wurde. Charlie Peters und Lukas Schattenberg vom Moerser SC wurden von den Trainer als Wertvollste Spieler benannt und ausgezeichnet. Am kommenden Sonnabend geht es nach Lehrte zum Tabellennachbarn Aligse. Im nächsten Heimspiel am 24. Januar wird es für den SV Lindow-Gransee gegen Münster gehen, den Vorletzten.
