Dass sowohl Lindow-Gransee als auch Neustrelitz im Mittelfeld der Liga stehen, liegt an einer längeren Durststrecke im zweiten Saisonfünftel. Und nun kommt es am Vorabend des 3. Advent zum kleinen Derby – oberhalb und unterhalb der Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern zu Brandenburg.
Im Kopf der gastgebenden Granseer schwirrt noch immer die knappe Niederlage im Pokalwettbewerb gegen die Mecklenburger. Doch Trainer Björn Andrae betont, dass der Fokus primär auf den Punktspielen liegt. „Wir wollen drei Punkte. Das ist unser klar definiertes Ziel.“ Er geht von einem hochemotionalen Vergleich aus. „Die Jungs kennen sich ja, und keiner will als Verlierer aus dem Spiel kommen.“ Andrae verweist auf die nicht unwichtige Bedeutung des Spielausgangs für die Tabelle: Lediglich vier Punkte liegen der PSV (11 Punkte) und der SV Lindow-Gransee (15) auseinander. Die Möglichkeit besteht, dass sich das Polster schmilzt. Bei einem Sieg der Gastgeber jedoch würde es in eine angenehme Endphase der Hinrunde werden.
Was Björn Andrae nach dem 3:1-Erfolg in Köln bilanziert: „Das war kein Toppspiel. Wir haben schon mit vier Punkten geführt und den Satz noch hergegeben.“ Daran sei zu erkennen, dass sein Sechser Aufsteiger ist. Dass Lindow-Gransee die drohende Niederlage abwendete, „ist ganz klar dem Kampfgeist geschuldet. Da war der Wille zum Sieg ganz deutlich zu spüren und zu sehen.“
Das Heimteam kann nach wie vor nicht alle aus seinem Kader aufs Protokoll setzen. Zwar meldet sich Diagonalangreifer Charlie Peters zurück, doch nach Tim Stiegemann und fällt jetzt auch noch Vincent Sitte aus. Beide zogen sich Verletzungen in der linken Schulter zu und können auf befristete Zeit ihrem Team nicht aktiv helfen.
Der PSV Neustrelitz wird mit dem Derby eine dreiteilige Serie in der Fremde einleiten (in Bocholt, in Schüttorf) – die Granseer starten in eine Aufgabenserie daheim (Giesen II/20. Dezember, Moers/10. Januar). Erster Aufschlag in der Dreifelderhalle an der Oranienburger Straße ist am 13. Dezember um 18 Uhr.
