Trainer Björn Andrae: „Die Euphorie eines Aufsteigers kann ganz schnell verfliegen. Nun gilt es, den Kampf annehmen.“

Als eine Ursache für die Niederlage sieht der Coach unter anderem mentale Schwierigkeiten. Sein Team verfalle zu schnell nach guten Aktionen in den Modus, der so gefährlich ist und in der 2. Bundesliga mehr denn je bestraft wird. Lindow-Gransee ist zwar gut ins Spiel gekommen und hat den ersten Satz mit 25:23 für sich entschieden. Doch dem folgten ein 15:25, 17:25 sowie ein 28:30. „Wir wussten, dass Bocholt sehr spielstark ist.“ Dennoch war wieder einmal mehr drin für die Wölfe. „Uns fehlt im Moment die Kompaktheit im Team“, analysiert der Trainer. Er warnt: Je länger diese Situation anhalte, umso enger werde es im Saisonverlauf.

Im Aufschlag sah Andrae seine Mannschaft besser als zuletzt, doch in der Block-Abwehr eben nicht. „Wir führen beispielsweise im vierten Satz, denken dann und verfallen in eine Lockerheit, die sich in Panik wandelt.“

Zudem trübt eine schwere Verletzung dieses vierte Heimspiel des SV Lindow-Gransee: Tim Stiegemann musste beim Stand von 26:27 im vierten Satz ausgewechselt werden. Seine Schmerzen in der linken Schulter waren extrem. Der Anfangsverdacht auf Auskugeln bestätigte sich im Krankenhaus zwar nicht, doch inwieweit das gesamte Schultergelenk inklusive Kapsel betroffen sein wird, ergeben erst nachfolgende Untersuchungen. Björn Andrae geht davon aus, dass Tim Stiegemann mehrere Monate ausfallen könnte. Tim Stiegemann gilt als Allroundwaffe, ein Energiebringer für seine Mannschaft. Sein Ausfall trifft den Aufsteiger hart.

 

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