Der, da waren sich die Spieler und Trainer des DVV einig, dürfe nicht unterschätzt werden. Zwar sieht Co-Trainer Jan Lindenmair das eigene Team dank ausgezeichneter mannschaftlicher Geschlossenheit im Vorteil gegenüber den Kroatinnen: „Die haben zwar sehr gute Einzelspieler, aber funktionieren als Team nicht so gut.“ Immerhin jedoch konnte sich der Zehnte der vergangenen Europameisterschaften bei den Titelkämpfen in Belgien und den Niederlanden als Einziger gegen die am Ende siegreichen Russinnen durchsetzen.
Schwierig ist die Lage für die deutschen Frauen auch deshalb, weil ein klarer Sieg zwar Pflicht ist, jedoch nicht in jedem Fall zur Qualifikation für die Halbfinals ausreicht. „Wir sind auf die Schützenhilfe der Türkinnen angewiesen“, erklärt Lindenmair. Der ungeschlagene Tabellenführer der Vorrundengruppe A trifft heute Abend auf die Niederlande, die aktuell mit einem Punkt hinter den Deutschen auf Rang drei liegen, aber noch zwei Spiele vor sich haben. Dennoch fokussieren sich die Schmetterlinge erst einmal auf sich selbst. „Wir habe gegen die Türkei zwei sehr gute erste Sätze gespielt“, sagt Lindenmair. „Das gibt uns Zuversicht. Natürlich waren wir nach dem Spiel erst mal kurz traurig, aber dann ist es uns gelungen, den Fokus direkt auf Kroatien zu lenken.“