Denn die Potsdamerinnen empfangen den sechsfachen Deutschen Meister, den Dresdner SC. Zeit zum Feiern blieb nach dem gewonnenen Pokal-Halbfinale nicht. Viel mehr heißt es, schnell wieder zu Kräften zu kommen.
Die Begegnung des SC Potsdam, aktuell Tabellenvierter, gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt Sachsens, steht unter besonderen Vorzeichen. Beide Teams hatten zuletzt kaum Zeit, um Luft zu holen. Neben der Meisterschaft sind beide europäisch vertreten (Potsdam in der Champions League, die DSC-Spielerinnen im CEV-Cup). Und beide Teams waren am Donnerstag noch im Pokal-Halbfinale im Einsatz – mit unterschiedlichem Erfolg: Der SCP erreichte das Pokalfinale, der Dresdner SC schied im Heimspiel gegen den Deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart aus.
„Wir hatten im dritten Satz die Chance, diesen zu gewinnen“, sagte DSC-Cheftrainer Alexander Waibl hinterher dem Mitteldeutschen Fernsehen (MDR). „Wäre das gelungen, dann hätte der Druck auf Stuttgarter Seite gelegen. Das haben wir aber nicht geschafft. Somit gab es am Ende eine Niederlage, die ein bisschen knapper war, als sie aussieht.“ Dafür läuft es in der Hauptrunde der 1. Volleyball Bundesliga inzwischen recht gut. Denn trotz der Auftaktniederlage gegen den SC Potsdam am 7. Oktober kämpfte sich Dresden inzwischen auf Rang zwei vor.
Die Spielerinnen des SC Potsdam kehrten trotz Müdigkeit mit viel Euphorie in die Landeshauptstadt Brandenburgs zurück. „In diesem Jahr ist es unglaublich“, jubelte Anastasia Cekulaev am Donnerstagabend am Mikrofon von SPORT1. „Wir sind von Anfang an zusammengewachsen – als wenn wir uns schon immer gekannt haben. Deshalb denke ich, dass wir uns aus schweren Situationen immer heraushelfen können.“ Ob das tatsächlich auch wieder gegen Dresden klappt, wird sich am 16. Dezember für das Team von Chefcoach Riccardo Boieri zeigen.
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