„Die Pause hat uns gut getan“, sagt Trainer Stefan Falter. „Zum Jahresende lief unser Team ziemlich auf der letzten Rille“, erklärt er mit Blick auf den stressigen Dezember-Plan. „Jetzt ist die Frische wieder zurück.“ Die ist auch dringend nötig für die nächsten Wochen, die in der Bundesliga eindeutig aufzeigen werden, wohin die Reise gehen kann. Ziel eins steht räumlich unmittelbar bevor: Düren fordert auswärts den Meister aus Berlin heraus.
„Sie sind immer besser ins Rollen gekommen“, hat Falter eine Steigerung bei Berlin festgestellt nach holprigem Start in die Saison. Den haben die SWD powervolleys verursacht mit ihrem glatten 3:0-Heimsieg am ersten Spieltag gegen die BR Volleys. „Das wird jetzt ein anderes Spiel“, deutet Falter an, dass er einen stärkeren Gegner erwartet. „Die Stärken, die man seit Jahren von Berlin kennt, sind wieder klar zu erkennen“, hat Falter beobachtet. Im Angriff ist der Meister wieder das Maß aller Dinge.
Wegducken lautet die Dürener Devise deswegen trotzdem nicht. „Wir wollen es wieder schaffen, ihnen das Leben schwer zu machen, ihren Spielaufbau zu stören“, sagt Falter. Das soll mit druckvollem Aufschlag erreicht werden und einer eigenen Annahme der gegnerischen Aufschläge, die sicher steht. Dann können die SWD powervolleys sich Chancen zum Gegenangriff erarbeiten. „Und vielleicht kommt dann bei den Berlinern die Erinnerung daran zurück, wie schwer sie sich gegen uns getan haben“, spricht der Dürener Trainer nicht nur vom 3:0-Heimsieg, sondern auch vom knappen 2:3 im Pokal Berlin.
Die SWD powervolleys stehen derzeit auf Platz vier, punktgleich mit dem Dritten United Volleys. Berlin als Dritter ist zwei Punkte entfernt, die Alpen Volleys als Fünfter haben ebenfalls nur zwei Zähler Abstand. Also: Jeder Punkt zählt. Das Dürener Team tritt die Reise nach Berlin mit allen zwölf Spielern an. Danach kehrt es nicht zurück, sondern fliegt aus der Hauptstadt direkt in die Türkei. Denn bereits am Dienstag geht es gegen Ankara im Europapokal-Achtelfinal-Hinspiel weiter.