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Sportler und ihre Hobbys: von gediegen bis gefährlich

Trotz ihrer hohen Auslastung hegen und pflegen die meisten Profi-Sportler noch nebenbei ihre persönlichen Hobbys. Das gilt nicht nur für Volleyballer, sondern auch für Fußballer, Tennisspieler und viele andere Stars auf dem weltweiten Sportparkett. Mit welchen Aktivitäten sorgen die Athleten für psychischen und physischen Ausgleich?

Unter den berühmten Fußballspielern aus alten Zeiten befinden sich auffallend viele Hobby-Golfer. Uwe Seeler gehört dazu, ebenso wie der "Kaiser" Franz Beckenbauer. Im Münchner Eagles Charity Golf Club sind auch weitere Legenden wie Sepp Maier und Franz Roth vertreten. Von der etwas jüngeren Generation sind es Leute wie Philipp Lahm, Lothar Matthäus, Bastian Schweinsteiger und Michael Ballack, die es auf den Golfplatz zieht. Und damit sind wir noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Der ruhige, solide Golfsport scheint gerade die richtigen Voraussetzungen mitzubringen, um ein Gegenwicht zum teilweise doch sehr rauen, schnellen Fußballspiel zu bilden.

Ähnliches gilt für die internationalen Tennis-Asse: Der große Stefan Edberg, der in seiner aktiven Zeit sechs Grand-Slam-Titel erzielte, hat sein Golf-Handicap schon auf 8 heruntergespielt. Boris Becker kann da mehr als mithalten, er ist inzwischen bei 6 angekommen und schon seit dem Jahr 1984 auf dem Golfplatz aktiv. Pete Sampras gelang der Coup, 14 Grand-Slam-Siege auf sich zu vereinen, bei ihm scheint es fast so, als seien Tennisschläger und Golfschläger eins geworden: Mit einem Handicap von 3 bewegt er sich in der Premiumklasse und wird nur noch von Ivan Lendl übertrumpft, der mit einem 0er Handicap aufwartet. Ein Ex-Weltklasse-Tennisspieler nun als Top-Golfer? Warum nicht, dafür braucht es neben dem Talent nur viel Übung und eine gute Portion Leidenschaft. Und alles drei hat Lendl bereits im Tenniszirkus gezeigt.

Neben den Fußballern und Tennisspielern haben natürlich auch die Volleyballer unsere Beachtung verdient: Inzwischen benennen die großen Volleyball-Stars auffällig oft Social Media als ihr Hobby. Ein Großteil der Kommunikation mit den Fans, aber auch viele Aktivitäten des privaten Lebens finden mittlerweile online statt. Das gilt auch für diverse Online-Hobbys, wie es Lukas Kampa, Kapitän der Herren-Nationalmannschaft, beweist: In seiner Freizeit spielt er Poker, ein Spiel, das heutzutage überwiegend digital stattfindet.

Gerade Volleyball ist ein sehr strategischer Sport, bei dem schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen. Als Zuspieler gilt dies für Kampa ganz besonders. Im Poker kommt ihm das sicherlich gelegen, denn hier spielt die richtige Strategie eine ganz besondere Rolle. Dass sich Sport-Profis auch abseits des sportlichen Nervenkitzels nicht nur entspannte Hobbys suchen, ist keine Seltenheit. Womit wir schon wieder bei den Fußballern sind: Auch hier gibt es einige Stars, die den fesselnden Kartenklassiker für sich entdeckt haben, zum Beispiel Ronaldo, Max Kruse, Teddy Sheringham und Vikash Dhorasoo. Aufregung mal anders, lautet hier wohl die Devise. Oder auch: Von Adrenalin bekommt man nie genug.

Auch die Stars der amerikanischen Basketball-Garde sind nicht nur einseitig begabt; Rajon Rondo von den Chicago Bulls begann schon früh mit dem Roller Skating und pflegt sein Hobby auch noch heute. Er gehört zu den schnellsten Spielern der NBA und wird sicher auch auf acht Rollen eine gute Figur abgeben. Der Footballer Larry Fitzgerald hat ganz andere Ideen im Kopf: Er beschäftigt sich in seiner Freizeit mit dem Thema Fotografie, einem eher gemächlichen, einfühlsamen Hobby. Um seine Leidenschaft auszuleben, reist er außerhalb der Saison viel in der Welt herum und hat ein gutes Gefühl dafür entwickelt, wann es sich lohnt, den Auslöser zu drücken. Inzwischen hat das Sport-Ass mehr als 100 Länder besucht, darunter Japan, Thailand, China, Brasilien, Ägypten und viele mehr. So wurde aus dem Kraftpaket ein kultursensibler Weltenbummler, der nun auch Luxusreisen für Verwöhnte anbietet. So kann jeder auf seinen Spuren wandeln, der das nötige Kleingeld und eine wirklich gute Kamera sein eigen nennt.

Die junge Profi-Golferin Michelle Wie liebt es nicht nur, ihre Bälle treffsicher zu versenken, nein, sie ist auch eine begeisterte Künstlerin. In ihrer Freizeit greift sie gern zu Pinsel und Farbe, und das, wie man hört, mit großem Erfolg. Die Sportlerin selbst erklärt in einem Interview, dass das Malen dunkle Gefühle in ihr freisetzt und sie auf diese Weise glücklich macht. Auf ihren Social Media Accounts präsentiert Wie regelmäßig ihre Werke, sodass sich jeder, der möchte, davon inspirieren lassen kann. Sie sieht ihr Hobby keinesfalls als Wettbewerb an – Konkurrenz schlägt sie viel lieber auf dem Golfplatz aus dem Feld. Eher handelt es sich um eine emotionale Reinigung, die sicher auch Auswirkungen auf die sportliche Performance hat.

Deutlich aufregender geht es bei dem amerikanischen Footballer Jimmy Graham zu. Er betätigt sich nebenbei als Stunt Pilot, das heißt, er betreibt sogenanntes "Plane Flipping" als Hobby – nur so zum Spaß. Genau wie Michelle Wie ist Graham auf Social Media zu finden und zeigt dort, was er im Cockpit "draufhat". Was viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt, das bringt sein Sportlerherz in Wallung: So unterschiedlich kann die Auffassung von "Vergnügen" sein.

Profi-Sportler und ihre Hobbys – dieses Thema ist so vielfältig wie die Menschheit selbst. Es lohnt sich, hinter die Kulissen der eigenen Lieblingsstars zu schauen und sich von ihren Aktivitäten inspirieren zu lassen. Denn dort warten immer wieder neue Ideen und Leidenschaften, die vielleicht aufs eigene Leben übertragbar sind.

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