Eine kleine Außenseiterchance hatte sich das junge Fighting-Bayrisch-Team gegen Tabellenführer Rottenburg durchaus ausgerechnet. Doch daraus wurde nichts. Zu fokussiert und konzentriert präsentierte sich der Ligaprimus von Beginn an. Zudem agierten die Bärenstädter in der Anfangsphase zu zaghaft und lagen im ersten Satz schnell mit 0:7 zurück.
Andreas Bachmann im Angriff (Foto: TSV Grafing, Abteilung Volleyball)
Zwar stand die Annahme auf Grafinger Seite stabil, doch im Angriff fehlte es an Durchschlagskraft - nicht zuletzt, weil der Rottenburger Block äußerst kompakt und diszipliniert arbeitete. Grafing kämpfte sich zwischenzeitlich heran, musste den ersten Durchgang jedoch mit 20:25 abgeben.
Im zweiten Satz startete das Fighting-Bayrisch-Team etwas verbessert, doch die Rottenburger Maschinerie lief in allen Spielelementen nahezu fehlerfrei. Insbesondere Diagonalangreifer und späterer MVP-Gold-Gewinner Niklas Lichtenauer war vom Grafinger Block und der Abwehr kaum zu kontrollieren. Mit 18:25 ging es aus Sicht der Hausherren in die 10-Minuten-Pause.
Für einen sportlichen Höhepunkt abseits des Spielfelds sorgte in dieser Phase die Grafinger Akrobatik- und Artistikgruppe Movimento, die das Publikum mit einer beeindruckenden Showeinlage begeisterte.
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Rottenburg nahtlos an die zuvor gezeigte Leistung an. Trainer Heiko Roth reagierte und nahm mehrere Umstellungen vor: Für den weiterhin angeschlagenen Juro Petrusic rückte Andreas Bachmann von der Außen- auf die Diagonalposition, Paul Koch übernahm auf Annahme-Außen, zudem kam mit Theo Gallina ein neuer Libero für Matthis Güttel ins Spiel.
Doch auch diese Veränderungen brachten nicht die erhoffte Wende. Zwar lieferten die Bärenstädter dem Tabellenführer phasenweise sehenswerte Ballwechsel, doch zu häufig behielten die Gäste in den entscheidenden Momenten die Oberhand. Auch der dritte Satz ging mit 18:25 an Rottenburg.
Mit dem klaren 3:0-Erfolg sicherte sich der TV Rottenburg vorzeitig die Teilnahme an den Play-offs. Für die Grafinger hingegen rückt dieses Ziel nach der Niederlage realistischerweise in weite Ferne.


