Chancenlos im Tollhaus CERATONIA Volleys erleben bitteren Abend in Rottenburg Die große Hoffnung auf ein Ausrufezeichen im Kampf um die Playoff-Plätze zerschlug sich für die CERATONIA Volleys jäh. Beim Spitzenteam in Rottenburg waren die Unterfranken am Samstagabend klar unterlegen und mussten sich deutlich mit 0:3 geschlagen geben, wobei die Satzergebnisse (16:25, 11:25, 9:25) die Kräfteverhältnisse an diesem Abend unmissverständlich widerspiegelten.
Bittere Pleite für Eltmann (Foto: Pressefoto Evans)
Chancenlos im Tollhaus
CERATONIA Volleys erleben bitteren Abend in Rottenburg
Die große Hoffnung auf ein Ausrufezeichen im Kampf um die Playoff-Plätze zerschlug sich für die CERATONIA Volleys jäh. Beim Spitzenteam in Rottenburg waren die Unterfranken am Samstagabend klar unterlegen und mussten sich deutlich mit 0:3 geschlagen geben, wobei die Satzergebnisse (16:25, 11:25, 9:25) die Kräfteverhältnisse an diesem Abend unmissverständlich widerspiegelten.
Rottenburg in allen Belangen überlegen
Von Beginn an trafen die Eltmanner auf einen Gegner, der an diesem Abend keinerlei Schwächen offenbarte. Rottenburg dominierte das Spielgeschehen nach Belieben, setzte die Gäste mit druckvollen Aufschlägen permanent unter Druck und ließ in Annahme und Angriff kaum Luft zum Atmen. Die CERATONIA Volleys fanden somit zu keinem Zeitpunkt ihren Rhythmus, während die Gastgeber die lautstarke Stimmung im Tollhaus konsequent aufgriffen und sich Punkt für Punkt in einen Rausch spielten.
Fehlende Spieler - fehlende Antworten
Auch wenn die CERATONIA Volleys mit Stanic und Thibault auf zwei wichtige Akteure verzichten mussten, sollte dies nicht als Erklärung für den Auftritt dienen. Zu klar, zu deutlich und zu einseitig verlief die Partie. Vielmehr offenbarte sich eine Mannschaft, der an diesem Abend Struktur, Überzeugung und Durchschlagskraft fehlten. Nach Spielende herrschte entsprechend große Enttäuschung, viele Spieler rangen nach Worten. Ein Auftritt, der sinnbildlich für eine gesamte Saison steht, in der man die eigenen Ansprüche zu selten bestätigen konnte.
Warnzeichen unter der Woche
Dass die Leistung in Rottenburg kein Ausrutscher war, hatte sich bereits unter der Woche angedeutet. Die fehlende Frische und Spannung waren auf dem Feld deutlich spürbar. Vor diesem Hintergrund darf auch hinterfragt werden, weshalb am Freitag kein Abschlusstraining angesetzt wurde - ein Detail, das im Nachhinein zusätzliche Brisanz erhält. "Natürlich hätten wir uns auch dagegen aussprechen können und müssen uns den Schuh vielleicht auch selbst anziehen. So richtig verstanden haben wir es aber nicht, besonders wenn man sich die Tabellensituation anschaut. Dass mit Peki und Alex dann noch zwei wichtige Spieler ausfallen, kommt erschwerend hinzu. Wenn man ehrlich ist, hatten wir in dieser Konstellation zu keiner Zeit eine Chance, auch nur einen Satz zu gewinnen", resümiert Kapitän Engel den Tag und erhält dabei Zustimmung von seinem langjährigen Mannschaftskollegen und Freund Maximilian Kolbe, der sich zum gestrigen Abend nicht äußern möchte und die Aussagen des Kapitäns mit einem nüchternen Nicken absegnet.
Playoffs rücken in weite Ferne
Auch der Blick auf die Tabelle verstärkt die Ernüchterung. Da mit Grafing, Dresden und mutmaßlich auch Kriftel die direkte Konkurrenz ihre Aufgaben erledigte, sind die Playoff-Plätze für die CERATONIA Volleys nun nur noch schwer erreichbar und in weite Ferne gerückt. Zwar wird man mit dem Abstieg nichts zu tun haben, doch droht das Abrutschen in ein bedeutungsloses Mittelfeld der Liga. Nun gilt es, den Fokus neu zu justieren: den aktuellen Tabellenplatz zu verteidigen, die eigenen Hausaufgaben konsequent zu erledigen und bereit zu sein, falls die Konkurrenz doch noch patzt. Der Blick richtet sich dabei weniger nach oben als vielmehr nach hinten - verbunden mit der Hoffnung, die Saison zumindest anständig und würdig zu Ende zu bringen.


