Heimsieg mit Geduld hart gegen hochmotivierte Gäste aus dem Norden erkämpft Aachen. Mit 3:0 (27:25, 25:23, 25:13) sichert sich Gastgeber Aachen die wichtigen drei Punkte. Die Satzergebnisse spiegeln den Spielverlauf besser wider und mindestens ein Satzerfolg für die Gäste aus Hamburg wäre verdient.
Celine Jebens (MVP LiB) setzt sich hier gegen Svea Frobel und Anna Hartig (MVP ETV) durch (Foto: LiB Aachen// Andreas Steindl)
Heimsieg mit Geduld hart gegen hochmotivierte Gäste aus dem Norden erkämpft
Aachen. Mit 3:0 (27:25, 25:23, 25:13) sichert sich Gastgeber Aachen die wichtigen drei Punkte. Die Satzergebnisse spiegeln den Spielverlauf besser wider und mindestens ein Satzerfolg für die Gäste aus Hamburg wäre verdient.
Erster Satz: Zähes Ringen bis zur Crunchtime
Der Auftakt des Spiels zwischen Aachen und Hamburg verläuft alles andere als rund für die Gastgeberinnen. Aachen findet nur schwer ins eigene Spiel, zeigt einen fast fahrigen und unsicheren Start, bei dem kein wirklicher Spielfluss aufkommt. Hamburg erkennt die Unsicherheiten geschickt und setzt die Aachenerinnen konsequent unter Druck. Bis in die Crunchtime hinein führen die Gäste - erst nach fünf hart umkämpften Satzbällen gelingt es Aachen, den Durchgang knapp mit 27:25 für sich zu entscheiden. Diese Nervenstärke setzt ein erstes Ausrufezeichen, doch die Gastgeberinnen wissen, dass sie sich deutlich steigern müssen.
Zweiter Satz: Hamburg bleibt hartnäckig - Aachen setzt sich durch
Auch im zweiten Satz bleibt die Partie umkämpft. Hamburg agiert weiterhin beherzt und nutzt jede sich bietende Gelegenheit, während Aachen immer noch nicht richtig ins Rollen kommt. Die Gastgeberinnen wirken in ihren Aktionen zu statisch, was auch Cheftrainerin Mareike Hindriksen nicht entgeht. Sie fordert ihr Team mehrfach zu mehr Mut und Bewegung auf. Hamburg hält bis zum Schluss dagegen, doch die größere Erfahrung der Aachenerinnen und einige Einzelaktionen bringen letztlich die Entscheidung. Mit 25:23 holt sich Aachen auch den zweiten Satz und verschafft sich so eine komfortable Ausgangslage.
Dritter Satz: Marit Zander sorgt für neuen Schwung
Zur Freude der Fans steht Marit Zander im dritten Durchgang erstmals in der Startformation, nachdem sie bereits zum Ende des zweiten Satzes für frischen Wind gesorgt hat. Ihre Präsenz verleiht dem Aachener Spiel deutlich mehr Sicherheit. Jetzt spielt Aachen seine Stärken konsequenter aus und findet zu gewohnter Souveränität zurück. Ein besonderer taktischer Kniff: Mit gezielten Aufschlägen beschäftigt Aachen vor allem Hamburgs Außenangreiferin Svea Frobel, die sich im Verlauf der Partie kaum eine Verschnaufpause gönnen darf. Kurz vor Ende des dritten Satzes bekommt sie eine kurze Pause in der Annahme, doch der Rückstand ist für Hamburg bereits zu groß. Aachen dominiert das Geschehen und sichert sich den Satz deutlich mit 25:13.
Aachens Cheftrainerin nach dem Spiel
Mareike Hindriksen will sich nach dem Spiel den Erfolg nicht kleinreden lassen und betont die wichtigen drei Punkte zu Hause. Sie wird sich die Partie noch genau anschauen und dann entscheiden, was aus diesem Spiel für die Vorbereitung auf das sehr, sehr wichtige Derby am kommenden Samstag im Hexenkessel der Mannschaft lehrreiches bringen kann.
Wertvollste Spielerinnen Anna Hartig und Celine Jebens
Aus den Händen von Aachens dienstältester Ballrollerin Johanna erhält Anna Hartig von den ETV Hamburger Volksbank Volleys die silberne MVP-Medaille für die wertvollste Spielerin des Gästeteams. Sie sorgt schon vom ersten Durchgang an für Punkte in wichtigen Situationen und verleiht ihrem Team immer wieder mit starken Angriffen und stabiler Blockarbeit wichtige Impulse.
Celine Jebens hält schon zum vierten Mal die goldene Medaille der wertvollsten Spielerin in ihren Händen. Im Interview nach dem Spiel sind ihr die drei Punkte wichtig. Die Sätze eins und zwei sind trotz der Einstimmung, locker aber auf Sieg zu spielen, noch zu fahrig gewesen. Aber man könne, das sei das Gute daran, aus den Eigenfehlern lernen und sich weiterentwickeln. Das sei besser als vom Gästeteam vorgeführt zu werden. Im dritten Satz verlief für sie das Spiel dann besser, auch weil Marit Zander neue Impulse und nochmal neue Energie ins Spiel brachte. Sie geht positiv ins Derby am kommenden Wochenende. Aachen muss einfach den eigenen Rhythmus finden.
Fazit: Wichtiger Arbeitssieg nach Steigerung
Mit dem 3:0-Erfolg sichert sich Aachen die drei wichtigen Punkte und zeigt, dass das Team auch in schwierigen Phasen die Nerven behält und sich steigern kann. Besonders im dritten Satz überzeugen die Gastgeberinnen mit Spielfreude, Taktik und Einsatzwillen. Hamburg verkauft sich teuer und hält lange Zeit stark dagegen, muss sich am Ende jedoch der größeren Routine und Variabilität von Aachen geschlagen geben.
Auch wenn die Gäste heute nichts Zählbares mitnehmen konnten, haben sie doch gezeigt, wie gut sie schon jetzt in der Liga angekommen sind und man wünscht ihnen in Aachen weiterhin viel Erfolg.


