Suhler Serie hält - 8. Heimsieg in Folge Mit einem klaren 3:0-Erfolg (25:13, 25:7. 25:7) konnte sich der VfB Suhl LOTTO Thüringen gegen den Aufsteiger Binder Blaubären TSV Flacht nach 55 Minuten Spielzeit sowie vor über 800 Zuschauern durchsetzen und den zweiten Tabellenplatz hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Stuttgart verteidigen.
Aufschlag Ramos Mencia (Foto: Stephan Roßteuscher)
Suhler Serie hält - 8. Heimsieg in Folge
Mit einem klaren 3:0-Erfolg (25:13, 25:7. 25:7) konnte sich der VfB Suhl LOTTO Thüringen gegen den Aufsteiger Binder Blaubären TSV Flacht nach 55 Minuten Spielzeit sowie vor über 800 Zuschauern durchsetzen und den zweiten Tabellenplatz hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Stuttgart verteidigen. Für die Südthüringerinnen ging es nach dem bitteren Europacup-Aus vor knapp 10 Tagen gegen das rumänische Spitzenteam Voluntari (Bukarest) um "Wiedergutmachung" und das notwendige Erfolgserlebnis für den Start in die kommenden Auswärtsspiele. Dementsprechend war vollste Konzentration gefragt und gegen den Tabellenvorletzten brachte VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy auch wieder eine Reihe von seinen Auswechselspielerinnen zum Einsatz. So durfte Svea Naujack von Beginn an aufspielen und Irene Ramos Mencia und Hannah Hartmann bekamen auch einige Spielanteile. Insbesondere Außenangreiferin Naujack, die insgesamt acht Scorerpunkte zum VfB-Ergebnis beisteuern konnte, brachte ihre Spielfreude auch nach der Partie zum Ausdruck: "Ich freue mich natürlich über das Vertrauen, dass mir der Trainer immer wieder entgegenbringt. Und bei jedem Einsatz versuche ich alles, um das Maximale für unsere Team zu erreichen. Gerade nach dem bitteren Europacup-Spielausgang und unserer nicht optimalen Leistung, war die Enttäuschung in unserem Team natürlich groß. Wir hatten die große Chance zum Weiterkommen leider nicht nutzen können. Daraus müssen wir lernen und können uns jetzt voll auf die Bundesliga und das Pokalfinale konzentrieren. Das beste Mittel zur Frustbewältigung ist das nächste Pflichtspiel. Gegen Flacht haben wir hochkonzentriert durchgespielt, denn der letzte Auftritt der Gäste in Münster war uns Warnung genug. Jetzt ist unser Fokus auf die wichtige Auswärtsaufgabe in Münster gerichtet und bis dahin können wir auch schauen, was die Spiele unserer Hauptkonkurrenten im direkten Vergleich ergeben." (Zum Zeitpunkt des Interviews lag das 1:3-Ergebnis von Dresden gegen Stuttgart vor und Aufsteiger Borken führte mit 2:0-Sätzen gegen Meister Schwerin).
Die Südthüringerinnen waren ihren Kontrahentinnen in allen Elementen klar überlegen, der Suhler Block um Laura Berger (13 Punkte) und Roosa Laakkonen (9) fast unüberwindbar. Meist nur zu Satzbeginn, insbesondere beim 3:2 und 4:4 im zweiten Satz, konnte Flacht etwas mithalten. Doch die Hollosy-Schützlinge kannten kein Erbarmen für den Aufsteiger und legten mit mehreren Punktserien in Folge die Basis für die deklassierenden Satzergebnisse im zweiten und dritten Spielabschnitt.
Nach dem 3:0-Hinspielsieg und dem 3:0-Heimerfolg gegen Flacht im DVV-Pokalachtelfinale, gelang den Spielerinnen um Mannschaftskapitänin Roosa Laakkonen das "Triple" gegen das baden-württembergische Team, dass auch nach dem couragierten Auftritt in Münster (1:3) als krasser Außenseiter ins Spiel gegen den Favoriten ging.
Besondere Fairness am Rande der Bande: Trotz der derben Niederlage wurde das Gästeteam und der mitgereiste Anhang nach Spielende vom Suhler Fanclub mit aufmunternden Fangesängen und Applaus auf die Heimfahrt verabschiedet. Als wertvollste Spielerinnen wurden Mackenzie Foley (Gold-MVP/14 Punkte) und Lizzy Lobzhanidze (Silber) auserwählt.
Nach den Punktverlusten von Dresden zu Hause gegen Stuttgart (1:3) und Schwerin in Borken (3:2), konnte Suhl als Tabellenzweiter seinen Punktvorsprung in der Bundesligatabelle leicht ausbauen. Nach der Auftaktniederlage zu Hause gegen Dresden (2:3), folgte nun der achte Heimsieg in Serie in der "Festung Wolfsgrube". Nun warten auf die VfB-Damen in den kommenden Auswärtsaufgaben in Münster sowie Wiesbaden mit Sicherheit höhere spielerische Hürden. Der "Steigerungslauf" bis zum DVV-Pokalfinale kann also weitergehen.


