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DVV-Pokal: SVG krallt sich das Finalticket

17.12.2025 • DVV-Pokal Autor: SVG Lüneburg 234 Ansichten

Das war ein weiterer Eintrag für die SVG-Geschichtsbücher: Als Daniel Gruvaeus am Dienstagabend um 21:22 Uhr den Ball auf den Boden der LKH Arena knallte, war es geschafft: Die LüneHünen haben sich zum vierten Mal nach 2015, 2019 und 2022 den Einzug ins Finale gesichert. "Hey, was geht ab? Wir feiern die ganze Nacht!" war die klare Sound-Botschaft nach diesem 3:0 (25:23, 25:17, 26:24)-Erfolg des Bundesliga-Tabellenführers über die SWD powervolleys Düren. Für die SVG Lüneburg geht es nun am 28. Februar zum Finale des ZOI DVV-Pokals nach Mannheim.

SVG krallt sich das Finalticket - Foto: SVG/Höfel

Foto: SVG/Höfel

"Wir waren im Bereich Aufschlag-Annahme deutlich besser als im Punktspiel", machte Chefcoach Stefen Hübner einen Erfolgsfaktor aus. "Die Netzroller fielen dieses Mal auf deren statt auf unsere Seite. Und die Challenges gingen dann meist auch noch zu unseren Gunsten aus. Unser Sideout war so gut wie in den letzten Spielen, und wenn wir in der Crunchtime in Rückstand geraten sind, sind wir ruhig geblieben. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft."

Doch bevor nach 92 Spielminuten gejubelt werden konnte, machten es beide Teams spannend. Die 3.007 Zuschauer, von denen die meisten wohl eine Pokalparty gebucht hatten, bekamen über lange Zeit einen echten Volleyball-Krimi serviert.

Ein Spiel, das sofort mitreißt

Eng, spannend, kurzweilig - beide Mannschaften legten sofort intensiv los. Düren, in der Liga gegen die SVG mit 3:0 erfolgreich, erwies sich als der erwartet harte Gegner. In einem engen Rennen waren es die Gäste, die sich erstmals leicht absetzten (10:13). Mit cleveren Aktionen und starkem Block war Düren gut im Spiel, ließ die SVG mit Schwächen im Aufschlag aber immer wieder ins Spiel kommen: Schon beim 10:10 ging die Hälfte der SVG-Punkte auf das Konto Dürener Service-Fehler. Anders die SVG, die in diesem Element voll überzeugte, im ersten Satz nur einen Aufschlagfehler machte und am Spielende mit nur acht Fehlern (Düren: 15) klar die Nase vorn hatte.

Während auf den LED-Banden in der LKH Arena schon "Jetzt Mannheim-Tickets sichern!"-Werbung aufleuchtete, musste die SVG für ihre "Buchung" weiter hart arbeiten. Die sonst oft einfachen Dinge klappten diesmal häufig nicht. Doch die LüneHünen fanden auch nach einem Rückstand zum Start in die Crunchtime (19:21) Mittel. Die zweite Auszeit von Chefcoach Stefan Hübner wirkte, Axel Enlund trat zur Aufschlagserie an, die den Weg zum Satzgewinn ebnete. Der junge Schwede punktete mit einem Angriff auf die Blockhände und einen Angriff nach starker Dürener Rettungsaktion gleich doppelt (21:21). Dann lag die SVG vorn und setzte sich ab. Längst lag richtig emotionale Pokalatmosphäre über dem Spielfeld. Der erste Satzball reichte den LüneHünen noch nicht. Doch dass der beim Punktspiel so starke Mittelblocker Siebe Korenblek erst spät seinen zweiten Punkt machte, zeugte von guter Arbeit der SVG. Die belohnte Enlund, verwandelte mit einem wuchtigen Angriff zum Block-Aus zum 1:0.

SVG dominiert die Crunchtime

Im zweiten Satz gelang der SVG mit Ethan Champlins Ass - dem ersten des Spiels - ein guter Start. Doch auch Düren war schnell wieder da, lag nach einem Block von Jordan Canham vorn (4:5). Es ging ähnlich eng weiter wie im ersten Abschnitt (8:8) - immer wieder garniert mit Highlight-Momenten wie Champlins Ass-Doppelpack (10:10, 11:10). Auch Joscha Kunstmann packte ein Ass drauf - mit einem weiteren von Champlin waren es schließlich fünf Aufschlagpunkte in diesem Satz. Die SVG behauptete nun lange eine Drei-Punkte-Führung (14:11, 16:13). Düren kam zwar heran (17:16), doch dann zogen die LüneHünen mit fünf Punkten in Folge davon, machten aus dem 20:17 den zweiten Satzgewinn, den Gruvaeus' platzierter Angriff vor die Linie klar machte. Mittendrin in einem richtig guten Volleyballspiel: Youngster Enlund mit seinem elften Punkt sowie eine im Angriff (Quote: 44:37) und der perfekten Annahme (19:7 %) überlegene SVG.

"Hey-ho, let's go Lüneburg!" feuerte der Lüneblock sein Team zum Start in den dritten Satz an. Ein erstes Highlight sahen die Fans beim 5:3: Champlin rettete erst am Boden, schloss dann mit einem Angriff ab. Kunstmann blockte zum 7:4 - Dürens Coachs Christophe Achten reagierte mit einer Auszeit. Doch die SVG baute die Führung aus. Champlins Pipe-Angriff (10:6) markierte bereits den 13. Punkt des Außenangreifers. Kurz kam auch Axel Larsen ins Spiel, rief den Teamkollegen zu: "Push it!" Doch den Druck machte zunächst Düren. Mittelblocker Korenblek machte in kurzer Folge drei Punkte (16:16). Es folgte ein erneut enger Schlagabtausch. Als sich die SVG auf 19:17 absetzte, wirkte das wie eine Vorentscheidung - doch Düren hielt mit (19:19), lag sogar kurz vorn (20:21). Doch erneut brachte ein Aufschlagfehler der Gäste die SVG zurück. Einen Dürener Satzball wehrte Enlund mit einem diagonalen Angriff ab, seinen folgenden Block bekam Düren nicht kontrolliert - 25:24. Die Gäste scheiterten mit einer Challenge, Gruvaeus knallte den Ball runter - der Rest war Jubel.

Als MVP wurde Axel Enlund gekürt. Der Diagonalangreifer war mit 19 Punkten auch bester Scorer.

Und während am Abend noch letzte "Finale, oho!"-Gesänge durch die Arena hallten, wartete auf Enlund bereits er nächste Gegner mit schweren Aufgaben: Für den schwedischen Youngster ging es noch in der Nacht auf die 550 Kilometer lange Strecke nach Malmö. Die "Ansetzung" dort: Eine Mathematik-Examensklausur am Mittwoch um 9 Uhr ?

SVG: Kunstmann, Välimaa, Gruvaeus, Howe, Enlund, Champlin - Takahashi; eingewechselt: Larsen, Elser

Weitere Stimmen zum Spiel:

Axel Enlund (SVG): "Das ist einfach überragend, mit den Fans und allen ? wir sehen uns in Mannheim, alle! Wir waren immer überzeugt, dass wir gewinnen können. Und jetzt nach Malmö - aber nach diesem Spiel ist es das wert!"

Sho Takahashi (SVG) - völlig heiser: "Ich bin so glücklich! Ich möchte alle Glückwünsche mit dem Team und allen Fans teilen! Düren hat immer wieder versucht, unsere Schwachstellen zu finden, haben es auch immer wieder auf unsere Außenangreifer versucht. Das war wirklich hart. Für mich wird es das erste Finale. Nur der Aufstieg in die PlusLiga in Polen war ein ähnliches Erlebnis. Und jetzt das erste Finale ? wir machen einfach weiter!"

Christophe Achten (Chefcoach Düren): "Das ist schade, enttäuschend. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Am Anfang des Spiels waren wir besser, aber in Enlunds Aufschlagserie haben wir es weggegeben. Auch im dritten Satz haben wir zu wenig geglaubt, dass wir es noch gewinnen können - denn auch da war es sehr knapp. Ich habe im ersten Satz auf jeden Fall Zweifel bei Lüneburg gesehen - und das hat sich dann umgedreht. Dazu die Netzroller, die Challenges - dann fühlst Du auch als Coach, dass der Vorteil dann beim anderen Team liegt. Wir nehmen mit, dass wir nicht unser bestes Spiel gemacht haben, aber trotzdem an der aktuellen Top-Mannschaft nah dran sind. Was Sho im zweiten Satz gemacht hat, war überragend. Auch Axel hat ein Superspiel gemacht. Da muss man sagen, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat."

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