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Sponsoring im Volleyball: Neue Möglichkeiten?

Breitensport: Sponsoring im Volleyball: Neue Möglichkeiten?

12.01.2020 • Breitensport Autor: F. T. 708 Ansichten

Trotz konstant hoher Zuschauerzahlen in der Fußball-Bundesliga verlieren die Einnahmen aus der Tageskasse zunehmend an Bedeutung. Mit den Millionen-Schecks der Sponsoren eröffnen sich dem Spitzenfußball ganz neue Möglichkeiten. Im Volleyball hingegen können die Vereine von diesen Dimensionen nur träumen.

Sponsoring im Volleyball: Neue Möglichkeiten? - Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

Regionales Sponsoring dominiert


Immerhin kommen die Bundesligisten auch im Volleyball immerhin auf fast eine Million Euro Sponsorengeldern pro Saison. Jedoch sind viele Sponsoren dem regionalen Umfeld der Verein zuzuordnen. Die Vereine wissen durchaus, was sie an diesen Partnern haben. Es zeigt sich: Sogar in den höchsten Spielklassen sind die Teams tief in ihrer Region verwurzelt.

Die ganz großen Geldtöpfe jedoch sind eng mit überregional agierenden Unternehmen verknüpft. Wenn man sich die Werbepartner im Profifußball einmal genauer anschaut, wird eine Sache schnell klar: Eine bestimmte Branche hält den Akteuren mit dem runden Leder die Stange, während viele andere Sportarten in dieser Beziehung leer ausgehen. Die Rede ist von Glücksspiel-Anbietern im Internet.

Inzwischen gibt es in den oberen drei Fußballligen kaum noch eine Mannschaft ohne einen Partner für Sportwetten. Manche Spieler tragen sogar einen Anbieter von Sportwetten oder auch Online Casinos direkt auf dem Trikot spazieren. Die Gelder, die aus dieser Branche den Fußball verstärken, sind immens.

Der Fußball beschreitet neue Wege


Der Fußball hat sich erst in den letzten Jahren massiv dem Glücksspiel geöffnet. Die rechtliche Situation ist verwachsen und komplex. Letztlich können die Anbieter auch von deutschen Gerichten ungehindert mit gültigen EU-Lizenzen aus anderen Staaten agieren. Die gesellschaftliche Machtstellung des professionellen Fußballs macht die Vereine zudem in dieser Hinsicht über jeden Zweifel erhaben.

Unterhalb der Profiligen sieht das schon anders aus. Die Verbände tun sich mit der verworrenen Rechtslage zum Thema schwer. Die meisten regionalen Verbände raten ihren Vereinen davon ab, mit privaten Wettanbietern gemeinsame Sache zu machen.
In vielen anderen Sportarten sieht die Sache ganz ähnlich aus. Obwohl die Wettfirmen gerne auch als Unterstützer einsteigen würden, bekommt mancher Akteur kalte Füße. Das ist auch im Volleyball der Fall.

Sportwetten sind eine komplizierte Angelegenheit


Webseiten mit einem Angebot an Sportwetten oder Casinospielen suchte man im Volleyball-Sport lange vergeblich. Seit 2018 aber hat der DVV einen Werbepartner aus ebendieser Branche, der im Jahr 2020 auch das Pokalfinale der Männer sowie der Frauen präsentieren wird.

Bedeutet diese Zusammenarbeit nun einen neuen Geldsegen auch für die Vereine? Die Antwort dazu fällt nicht eindeutig aus.

Die Politik ist gefragt


An der komplizierten Situation können letztlich nur die politischen Entscheidungsträger etwas ändern. Die rechtliche und somit auch die kommerzielle Klarheit kann nicht von den Sportverbänden selbst kommen. Es liegt an der Politik, die Weichen zu stellen, damit alle Sportarten von den Umsätzen im Glücksspiel profitieren können.

Es lohnt sich an dieser Stelle, einen Blick zurückzuwerfen. Im Jahr 2011 beschloss das Land Schleswig-Holstein eine eigene Regulierung von Glücksspiel im Internet. In der Folge wurde einigen Bewerbern eine Online-Lizenz ausgestellt. Diese rechtliche Klarheit sollte sich auch für den Sport im nördlichsten Bundesland auszahlen. Der Sonderweg schien sich zu lohnen.

Schleswig-Holstein als Vorbild?


Vom Regionalligisten im Fußball über weitere Sportarten bis hin zum Handball wurden plötzlich lukrative Sponsoren-Deals abgeschlossen. Bei nur relativ wenigen Inhabern der Glücksspiel-Lizenzen erschloss für die Vereine dennoch ein gute Einnahmequelle. Experten bewerteten insbesondere die Zulassung der Online Casinos in Schleswig-Holstein als einen regionalen Gewinn.

Solange die Politiker sich nicht auf eine bundesweite Regulierung einigen können, obliegt es den Sportverbänden, ihre Vereine bestmöglich zu beraten. Bei Themen, die aber sogar ausgewiesene Experten in Achselzucken versetzen, ist guter Rat teuer.
Zwar gibt es Bestrebungen, das Wetten auf Sportereignisse umfassend zu regulieren. Experten sowie die Anbieter drängen aber auf eine Regulierung des gesamten Glücksspiel-Marktes inklusive Poker und Casino. Es ist gut möglich, dass der jahrelange Stillstand weiter anhält.

Stillstand oder neue Einnahmequellen?


Die Sponsoring-Abteilungen der Volleyball-Bundesligen sollten das Positive aus der Situation ziehen. Es könnte durchaus ratsam sein, die Berührungsängste zu gewissen Branchen langsam abzubauen. Jedoch kommt es bei den Sponsoren-Pools ohnehin auf die richtige Mischung an. Unter keinen Umständen sollten sich die Vereine aus den Regionen entwurzeln.

Die regionalen Partner der Volleyball-Vereine jedenfalls sind zum überwiegenden Teil zufrieden. Natürlich sollten sich die Vereine glücklich schätzen, mit diesen Werbeverträgen planen zu können. Auf die Einnahmen der Glücksspiel-Anbieter zu setzen wäre hingegen ? und das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: ein pures Glücksspiel.

 

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