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Ist die 2. Volleyball-Liga das gemiedene Unterhaus?

2. Bundesligen: Ist die 2. Volleyball-Liga das gemiedene Unterhaus?

13.05.2019 • 2. Bundesligen • Autor: C.V. 941 Ansichten

Für viele gilt die 2. Volleyball-Liga als gemiedenes Unterhaus, das den Mannschaften häufig Probleme bereit. Gründe gibt es viele. Doch auch der Drittligist SV Sinsheim hat offenbar Probleme mit der 2. Liga. Wie nun bekannt wurde, zieht der VC Printus Offenburg einen Schlussstrich. Die Mannschaft ist von 2016 bis 2018 insgesamt dreimal Meister der 2. Liga geworden. Eigentlich hätte das Team längst den Sprung in die erste Liga schaffen können. Wie die Mannschaft nun bekannt gab, werde man sich jedoch wieder in die 3. Liga zurückziehen.

Ist die 2. Volleyball-Liga das gemiedene Unterhaus? - Bild von marcellomigliosi1956 auf Pixabay

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Fritz Scheuer, der Präsident des VC Printus Offenburg, erklärte mit Blick auf die Entscheidung, dass die Mannschaft müde davon sei, dem erwarteten Geld für den Aufstieg in die 1. Liga hinterherzulaufen. Mit der Entscheidung ist der Offenburger Verein nicht allein. Mehrere Mannschaften bemühen sich konsequent darum, die 2. Volleyball-Liga wieder verlassen zu können. Andere setzen alles daran, den Aufstieg zu vermeiden. Die Beliebtheit der Liga des Deutschen Volleyball-Vereins ist gering.

Auch in dieser Saison haben Mannschaften freiwillig auf den Aufstieg verzichtet. Neben dem SV Sinsheim hat beispielsweise auch der SV KA-Beiertheim freiwillig den Kurs für einen Rückzug eingeschlagen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Mannschaften gegen den eigentlichen Aufstieg gestellt haben. Ein ähnliches Szenario zeigte sich in den Jahren 2016 sowie 2017. Hier haben der Meister VC Wiesbaden II sowie die Damen des Clubs TV Villingen verzichtet. In der Saison 2017/2018 schien dann zunächst die Trendwende für die 2. Liga zu kommen. Sowohl TV Waldgirmes als auch Wiesbaden II sowie TV Holz entschieden sich für den Weg ins eigentlich doch so gemiedene Unterhaus.

Zudem kämpfen die Volleyball-Mannschaften im Land mit einem weiteren Problem. Die Sponsorensuche gestaltet sich vor allem in den unteren Ligen immer schwieriger. Viele, selbst kleine Sponsoren setzen auf Fußball. So scheinen die Fußballmannschaften, in denen Fans schon in unteren Ligen wetten, auch für die Kleinsponsoren deutlich attraktiver zu sein als die aufstrebenden Volleyballmannschaften. Vor allem die Trainer der Teams sowie die Vorsitzenden der Clubs stimmt das zusehends traurig. Dabei sehen die meisten Mannschaften den Weg zurück nicht als Endstation, sondern als erneute Chance an.

Doch warum ist der Sprung in die 2. Liga für viele Vereine ein so großes Problem? Der Grund liegt nicht in der sportlichen Seite der Liga, sondern auf der finanziellen Ebene. Viele kleinere Clubs, die derzeit in der dritten Liga spielen, können sich den Sprung einfach nicht leisten. Die Ausgaben, die mit der 2. Liga in Verbindung stehen, sind zu hoch. Darüber hinaus brauchen die Vereine mehr Mitarbeiter. Diese beiden Aspekte stellen gerade die kleinen Mannschaften vor enormen Hürden. So kalkulierte beispielsweise der SVS bei einem Aufstieg in die 2. Liga mit Ausgaben in Höhe von wenigstens 60.000 Euro.

Die durch den Aufstieg entstehenden zusätzlichen Kosten setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Zum einen müssen die Vereine längere Auswärtsfahrten finanzieren. Zum anderen sind aber auch die allgemeinen Ausgaben höher. Dies liegt unter anderem höheren Lizenzgebühren sowie Schiedsrichterkosten zugrunde. Außerdem stellt der Verband strengere Vorgaben, die von den Vereinen erfüllt werden müssen. Demnach muss in den Clubs für den Aufstieg ins Unterhaus noch eine halbe hauptamtliche Stelle entstehen. Viele kleinere Volleyball-Vereine können sich das nicht leisten.

Die Kosten, die sich durch einen Aufstieg ergeben, nehmen bei vielen Vereinen das Budget für insgesamt drei Jahre ein. Für die meisten Vereine ist das kaum realisierbar. Darüber hinaus lassen sich die Vorgaben des Verbands häufig nicht so schnell umsetzen, wie erwartet wird.

 

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