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Die DVV-Auswahl vor der CEV EuroVolley Men 2021

Von Mittwoch, dem 1., bis Sonntag, dem 19. September, geht die CEV EuroVolley Men 2021 über die Bühne. Nach der bisher letzten Ausgabe von 2019 tragen zum zweiten Mal in Folge vier Länder die Volleyball-Europameisterschaft der Männer aus. Mit Krakau, Danzig und Katowice liegt die Hälfte der sechs Spielorte in Polen. Zudem finden im tschechischen Ostrau, im finnischen Tampere und in der estnischen Hauptstadt Tallinn Begegnungen statt.


Bildquelle: TaniaVdB via pixabay.com

Deutschland holte in Polen WM-Bronze und EM-Silber

Die Final Four findet auf polnischem Boden und genauer gesagt in Katowice statt. Das ist für die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft zweifelsohne ein gutes Omen, holte man doch im September 2014 gegen Frankreich ein sensationelles WM-Bronze. Das war die erste WM-Medaille für ein deutsches Volleyball-Nationalteam seit 1970. Damals schwang noch der Belgier Vital Heynen das Trainerzepter. Vier Jahre später folgte ihm Andrea Giani nach und der Italiener erlangte nahezu auf Anhieb bei der CEV EuroVolley Men 2017 Silber. Hierbei musste sich die deutsche Auswahl im gut 80 Kilometer von Katowice, in Krakau, gegen den haushohen Favoriten Russland mit 2:3 geschlagen geben. Trotzdem löste dieses Ergebnis eine gewisse Begeisterung in der Heimat und das erkennt man auch an den Wetten bei NEObet.de.

Damit rehabilitierte sich die deutsche Nationalmannschaft für die wenige Wochen zuvor verpasste Qualifikation für die WM 2018 in Bulgarien und in Italien. Bei der CEV EuroVolley Men 2019 in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Slowenien war nach einem dritten Platz in der Vorrunde mit einem 0:3 gegen den späteren Dritten Polen Endstation. Zudem verpasste die DVV-Auswahl zum zweiten Male in Serie die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo.

Frankreich blieb bei Olympia 2020 unter den Erwartungen

Auch abseits des speziell durch die Corona-Situation in Japan bedingten Gesundheitsrisikos ist die verpasste Qualifikation für die deutsche Nationalmannschaft nicht lediglich ein Nachteil. Giani hat genug Zeit, um sich mit seinem Team gewissenhaft auf die Europameisterschaft zu vorbereiten. Noch dazu bescherte die Auslosung dem deutschen Nationalteam eine absolut machbare Gruppe. Der einzige Vorrundengegner in der Gruppe D, der mit dem Giani-Sextett auf Augenhöhe ist, ist Frankreich. Bei Olympia 2020 blieb die Nummer vier der Welt und Nummer sieben im CEV-Ranking unter den Erwartungen. Beim Turnier in Tokyo fuhr die französische Auswahl zwei Siege und vier Niederlagen ein. Außerdem musste man ausschließlich gegen den Punktlieferanten aus Tunesien keinen Satzverlust hinnehmen.

„Bleus“-Coach Laurent Tillie tritt nach der CEV EuroVolley ab

Es steht bereits fest, dass die CEV EuroVolley Men 2021 für die französische Nationalmannschaft der letzte Auftritt unter dem aktuellen Teamchef Laurent Tillie sein wird. Mit dem Abgang des 57-Jährigen, der die „Bleus“ im Jahr 2012 übernahm, geht eine Ära zu Ende. Damit schwang Tillie bereits bei der Niederlage gegen Deutschland im Spiel um Platz drei bei der WM 2014 das Trainerzepter.

Im darauffolgenden Jahr triumphierte Frankreich bei der Final Six der Weltliga im brasilianischen Rio de Janeiro sowie bei der CEV EuroVolley Men 2015. Letzteres Turnier wurde in Italien sowie in Bulgarien ausgetragen und endete mit einem 3:0 für Frankreich gegen den Sensationszweiten Slowenien. Der, richtig, von Giani betreut wurde. Es folgten in der Weltliga eine Bronzemedaille im Jahr 2016 und eine weitere Goldmedaille in der letzten Ausgabe im Jahr 2017. Das französische Nationalteam knüpfte diesem Erfolg bei der ersten Ausgabe der Nations League im Jahr 2018 und wurde im selben Jahr WM-Vierter an. In den Ausgaben 2019 und 2021 der Nations League fuhr Frankreich jeweils einen vierten Platz ein.

Im Mai war Deutschland mit Frankreich auf Augenhöhe

Deutschland kam hingegen nicht über den dritt- und den viertletzten Platz hinaus. Allerdings gab es im bisher letzten Duell von Ende Mai in der „Bubble“ im italienischen Rimini ein 2:3 (25:22, 22:25, 25:22, 16:25, 15:17). Dabei standen Giani unter anderem Kapitän Lukas Kampa und der Team-Rückkehrer Georg Grozer noch nicht zur Verfügung.

Nach der Bilanz der letzten Jahre darf sich die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft umso weniger erlauben, einen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es die Auslosung gut mit dem DVV-Sextett meinte. Deutschland machte im am 29. Juli veröffentlichen CEV-Ranking einen Platz gut und belegt nun den neunten Rang. Das gelang dem Gastgeber der Gruppe D, Estland, ebenfalls. Der von der Papierform her drittstärkste Konkurrent, die Slowakei, fiel um zwei Plätze zurück. Diese Teams rangieren nun auf dem 16. und auf dem 17. Platz zurück. Lettland und Kroatien sind einerseits die krassen Außenseiter in dieser Sechsergruppe und andererseits machten beide Teams fünf Plätze gut.

Der erste Platz in der Gruppe D wäre essenziell

Trotzdem wäre alles andere als einer der ersten zwei Plätze in der Gruppe D für DVV-Auswahl eine weitere Enttäuschung. Der erste Rang wäre jedoch umso wichtiger, weil Italien, Bulgarien und Slowenien in die Hammergruppe B gelost wurden. Als Gruppenerster würde man wahrscheinlich dieses Trio meiden und auf die Tschechische Republik, Montenegro oder Weißrussland treffen. Vor zwei Jahren feierte Deutschland in der Gruppe B ein 3:0 gegen die Slowakei und Estland blieb in der Gruppe D punktlos. Die weiteren Gruppengegner Kroatien und Lettland verpassten die Qualifikation.

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