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20.02.2026 / Autor: Sabine Ursel, 1. VC Wiesbaden e.V.
Die Mannschaft des VC Wiesbaden schlägt am kommenden Samstag beim traditionsreichen USC Münster auf. Anpfiff: 19:30 Uhr in der Sporthalle Berg Fidel. Wie werden sich die Hessinnen nach nunmehr vier verlorenen Partien in Folge bei lediglich einem gewonnenen Satz dieses Mal präsentieren?
Der VCW reist nach Münster (Foto: Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de)
VCW-Sportdirektor Benedikt Frank, der das Team bis Saisonende interimistisch verantwortlich betreut, arbeitet gemeinsam mit dem neuen Co Jochen Schöps und Scout Marcel Frisch intensiv daran, Konstanz aufs Feld und die Gegner über alle Sätze hinweg zumindest in arge Schwierigkeiten bringen zu können. Auch beim 0:3 gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen am vergangenen Samstag gelang das allenfalls im ersten Satz - und auch diesen gab man bei der 24:21-Führung noch aus den Händen.
Ausblick
Vier Begegnungen hat der VCW in dieser Saison 2025/2026 der 1. Volleyball Bundesliga Frauen noch zu bestreiten - nach Münster stehen Allianz MTV Stuttgart (noch ungeschlagenen; 48 Punkte), der SSC Palmberg Schwerin (amtierender Deutscher Meister; Dritter, 40) und die ETV Hamburger Volksbank Volleys (Liga-Neuling; Elfter/Letzter, 3) auf der Agenda. Erst am Abend des 14. März wird wohl feststehen, wer als Achter (derzeit der VCW; 6 Siege, 17 Punkte) in die Playoffs gegen den Tabellenersten einzieht und wer sich als Siebter mit dem Zweiten zu messen hat. Den Erfurterinnen ist es am vergangenen Sonntag mit einem 3:0 gegen Hamburg gelungen, den VCW zu überholen (6 Siege, 19 Punkte).
Statistik + Personalien
An das Hinspiel gegen den USC Münster haben die VCW-Athletinnen hingegen gute Erinnerungen. 1.197 begeisterte Zuschauer konnten am Nikolaussamstag in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit eine irre Rallye verfolgen, die mit einem 3:2-Sieg endete. Die Gastgeberinnen hatten damals wieder einmal eine beachtliche Bandbreite auf Lager - Magerkost und mitreißende Aktionen. Außenangreiferin Cayetana López Rey holte sich als Beste die Gold-Medaille ab - sie war mit 19 Punkten auch Erfolgreichste in der Halle. Eine Besonderheit: Der VCW leistete sich 16 Aufschlagfehler, der USC sogar 17.
Der letzte der sechs Wiesbadener Siege liegt aber nun schon gut einen Monat zurück. Am 18. Januar holte man sich bei den Skurios Volleys Borken beim 3:0 drei Punkte. Der vom Österreicher Matthias Pack verantwortlich betreute USC Münster (Sechster; 29 Punkte) hielt sich am 14. Februar in Borken beim Münsterland-Derby ebenfalls mit 3:0 schadlos. MVP wurde Zuspielerin Emilia Jordan. Punktbeste war Außenangreiferin Elena Kömmling (12); auf sie war auch in der Annahme Verlass. Mit einer beachtlichen Angriffsquote von 70% überzeugte ihre Positionskollegin Amelie Strothoff (9 Punkte); die 20-Jährige hat in dieser Saison bereits fünf MVP-Medaillen eingeheimst, darunter dreimal Gold - ebenso wie Diagonale Brianna Ford (USA). Dreimal wurde auch Wiesbadens Diagonale Jimena Fernández Gayoso zur Ehrung gerufen (zweimal Gold). Die 24-jährige Spanierin ist Liga-Siebte bei den Top Scorern (alle Spielelemente). USC-Mittelblockerin Ester Spöler ist in dieser Kategorie Vierte.
Eine gute Rolle spielen bei den Green Kalinen bereits zwei Talente: die 19-jährige Diane Seybering (1,92 Meter) im Mittelblock und die erst 17-jährige Außenangreiferin Lena Schultze (Zweitspielrecht); sie spielte zuvor auch beim DVV-Stützpunkt Südwest in Wiesbaden in der Regionalliga Südwest. Münster setzt also mit Erfolg auf den Nachwuchs - eine Strategie, die sich auch der VCW auf die blauen Fahnen geschrieben hat.
STATEMENTS
Benedikt Frank: "Münster ist ein absolut kampf- und willensstarkes Team, das um jeden Punkt kämpft, das gute Ideen hat, das frisch und frei aufspielt. Da müssen wir im Kopf ?hart" sein und konstant dagegenhalten. Wir stellen uns auf einen taffen Fight ein."
Sanne Konijnenberg (Zuspiel): "Es war zuletzt für uns alle ja wegen der Personalrochade im Staff nicht so leicht. Im Rückblick auf das Suhl-Spiel muss ich sagen, dass wir trotz der Niederlage eine gute Energie im Team hatten. Das gibt uns Hoffnung. Wir haben nichts mehr zu verlieren und setzen alles daran, mit 110 Prozent Einsatz nochmal zu überraschen."