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2. Bundesligen: Aufpassen auf die harten Aufschläge

20.02.2026 / Autor: Peter Vorberg, Volleyballclub Osnabrück e.V.

OSNABRÜCK (pv). Die letzte ganz lange Auswärtsfahrt in der Saison ist absolviert und das erfolgreich, da wartet Schlag auf Schlag das nächste Heimspiel. Nach dem 3:1-Sieg in Cottbus letztes Wochenende wollen die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück (7. Platz, 25 Punkte ) a m Samstag (21.2., 19.30 Uhr) in der Schlosswallhalle gegen den Tabellendritten Team 48 Hildesheim (39 Punkte) ihre positive Entwicklung ein weiteres Mal unter Beweis stellen.

Auf Julia Bartholomaeus, Merit Dresing und Lotta Lorenz (v.l.) wird bei der Annahme viel zukommen. (Lizenz: kostenfreies Nutzungsrecht für private Zwecke mit Urheberangabe) (Foto: Martin König)

Die Zuschauer dürfen sich auf starke Aufschläge und einen spielstarken Gegner einstellen, der zu den Top-3-Teams der 2. Liga Nord zählt und in 17 Spielen nur fünfmal verlor. VCO-Außenangreiferin Lotta Lorenz setzt nach dem 0:3 im Hinspiel vor allem auf den Heimvorteil. "Wir sind heimstark und konnten deshalb in der Schlosswallhalle mit unseren Fans zusammen schon einige knappe Spiele gewinnen."

KRAUS: " WIR SIND ALS AUFSTEIGER ANGEKOMMEN IN DER LIGA "

Die anstrengende Auswärtsreise nach Cottbus wirkte Anfang der Woche etwas nach, wie die VCO-Trainer Gunnar Kraus und Philippe Quistorff beim Montagtraining erkennen musste. "Wir haben das Training eine Viertelstunde früher abgebrochen, weil den Mädels das Wochenende schon in den Knochen steckte - weniger Schlaf und langes Sitzen im Bus", beschreibt Kraus. "Aber dann mussten sich halt alle anders konzentrieren als sonst, Wir haben viel Aufschlag-Annahme geübt und taktisch gearbeitet", erklärt Kraus. Die Annahme wird gegen die Hildesheimerinnen ein wichtiges Element sein, die mit gewaltigem Aufschlagdruck beeindrucken werden. Darum mussten die Spieler der 1. Herren am Mittwoch auch als Sparringspartner herhalten.

Grundsätzlich stimmt bei den VCO-Damen die Entwicklung, In der Rückrunde gab es bisher vier Siege und zwei Niederlagen (11 Punkte), gegen dieselben Gegner lautete die Bilanz in der Hinrunde zwei Siege und vier Niederlagen (6 Punkte). Dafür findet Trainer Kraus lobende Worte. "Im Moment sind einige Spielerinnen mit der Leistung zwar nicht ganz zufrieden, auch in Cottbus nicht. Grundsätzlich sind wir trotzdem als Aufsteige angekommen in der Liga", stellt Kraus zufrieden fest. Der Tabellensiebte kann relativ entspannt in den letzten sechs Partien in Blickrichtung Abstiegskampf schauen und an der nächsten Spielzeit arbeiten. Im Hintergrund laufen viele Kader-Gespräche. "Einige Spielerinnen müssen noch weiter fit gemacht werden und Spielpraxis bekommen. Gegen Hildesheim erwarten uns Aufschläge und wir müssen in der Annahme stabil sein. Das wird hoffentlich besser klappen als im Hinspiel. Und für uns spricht Zuhause!", blickt Kraus mit Spannung auf den Samstag.

Die 18-jährige Außenangreiferin Lotta Lorenz hat in ihrer zweiten Saison bei den 1. Damen immer mehr Spielzeit bekommen. "Wir sind konstanter geworden und haben die Angriffsquote verbessert. Wir gewinnen jetzt auch häufiger längere Ballwechsel. Für mich ist es so, dass natürlich mit mehr Spielzeit auch das Selbstvertrauen gewachsen ist", zieht Lorenz ihre persönliche Zwischenbilanz. "Gegen Hildesheim muss bei uns viel laufen, damit wir eine Chance haben. Dennoch spricht für uns auf jeden Fall, dass wir heimstark sind."

HILDESHEIM EIN TEAM DES SPITZENTRIOS

Die 2. Liga Nord hat in dieser Saison drei Spitzenmannschaften, eine davon ist zweifellos das Team 48 Hildesheim. Vor der Saison gab es internationalen Zuwachs im Kader und der hat im Saisonverlauf nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht. Aktuell liegt das Team des routinierten Trainer-Duos Matthias Keller und Harald Thiele mit zwölf Siegen und fünf Niederlagen auf Tabellenrang drei. Auswärts stehen fünf Siege und drei Niederlagen zu Buche, das bedeutet "nur" Platz fünf - für den VCO als aktueller Vierter der Heimtabelle ein Mutmacher.

Im Hinspiel war es vor allem die Aufschlagstärke der Hildesheimerinnen, die den VCO-Damen bei der 0:3 (19:25, 25:27, 22:25)-Niederlage enorm zu schaffen machte. Zu nennen ist allen voran die Britin Rachel Gunn (Diagonal, Nr. 2), die beim ersten Aufeinandertreffen etliche, kaum zu kontrollierende Sprungaufschläge und sogar ganze Serien abfeuerte. Ferner gehören Zuspielerin Lena Onnen (Nr. 4, 4 x MVP) die enorm athletische US-Amerikanerin Isabella "Bella" Scarlett (Mitte, Nr. 8) und die Kroatin Vanja Przulj (Außen, Nr. 15) zu wichtigen Leistungsträgerinnen. 

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