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09.01.2026 / Autor: Peter Vorberg, Volleyballclub Osnabrück e.V.
VCO-Damen wollen gegen die T U S A City Girls Düsseldorf an letzte starke Heim auftritte anknüpfen OSNABRÜCK (pv). Die dreiwöchige Weihnachtspause ist beendet, die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück starten am Samstag (10.1.) gut erholt ins Jahr 2026 - und das mit einem Heimspiel. Zu Gast in der Schlosswallhalle ist mit den T USA City Girls Düsseldorf ein gut bekanntes Team aus der Vorsaison.
Wollen wieder als Einheit gegen Düsseldorf auftreten: Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VCO (Foto: Martin König)
In der 3. Liga gab es für die VCO-Damen gegen die Rheinländerinnen zwei Siege, was als gutes Omen dienen soll. Dennoch werden d ie Karten neu gemischt, beide Vereine haben sich weiterentwickelt und streben zum Hinrundenabschluss einen Sieg an. Die VCO-Damen (13 Punkte) belegen aktuell mit fünf Siegen aus elf Partien Platz acht, Düsseldorf (18 Punkte) hat schon siebenmal gewonnen und ist Tabellenfünfter, womit sich beide Aufsteiger in etwa auf Augenhöhe begegnen werden.
QUISTORFF: "VOLLER EINSATZ WIRD WIEDER WICHTIG SEIN"
Nach der herben 0:3-Klatsche in Emlichheim haben die Weihnachtstage gutgetan. Mal komplett A bschalten war nach strapaziösen Wochen die Devise. Das VCO-Trainerduo Gunnar Kraus/Philippe Quistorff setzte danach zum Restart vier Trainingseinheiten an, die ausreichen müssen. Die VCO-Damen wollen gegen Düsseldorf an die guten Heimauftritte im alten Jahr anknüpfen, wo es zuletzt am Schlosswall vier Siege hintereinander gegen Cottbus, VCO Münster, RC Sorpesee und TV Cloppenburg gab. In den letzten sieben Partien verbuchte Osnabrück fünf Siege und schob sich damit von den Abstiegsrängen weg vorübergehend ins enge Tabellenmittelfeld.
Der Aufwärtstrend soll 2026 fortgesetzt werden, hofft Trainer Philippe Quistorff, der bis auf die noch länger verletzte Mittelblockerin Charlotte Berelsmann auf den kompletten Kader bauen kann . "Wir haben jetzt einen neuen Abschnitt und ich bin sehr gespannt, wie der verläuft", meint Quistorff, wohl wissend, dass sein Team schnell wieder in den Flow finden sollte. "Eine Woche ist nicht lang, aber Düsseldorf hat dasselbe Problem. W ir werden sehen, wer besser damit zurecht kommt. Es ist schwer, d a rauf einzuwirken. Wir werden viele Spielformen trainieren und die Ballberührungen maximieren, damit wir wieder Gefühl entwickeln."
Die Niederlage in Emlichheim vor Weihnachten ist abgehakt, der Tabellenführer war eine Klasse für sich und erwischte damals einen "Sahnetag". Düsseldorf sollte dagegen eher in einer Liga spielen. "Heimspiel e sind immer ein gewisser Vorteil, unsere Siege vom letzten Jahr werden im Gegensatz dazu wohl keine Rolle spielen, das ist lange her. Wir wissen dennoch, dass wir gegen diese Mannschaft gewinnen können", schickt Quistorff sein e Mädels mit einem guten Gefühl ins erste Spiel des Jahres. "Voller Einsatz, das wird für uns wieder wichtig sein, den zu zeigen. Dann können wir unser Spiel spielen", so der Wunsch des VCO-Trainer s .
MASSELINK: " GEWINNEN WÄRE SCHON SCHÖN UND PUNKTE MITZUNEHMEN"
Eine feste Konstante im VCO-Spiel ist seit zweieinhalb Jahren Kapitänin Lisanne Masselink. Die 25 -jährige Diagonalangreiferin konnte in der trainingsfreien Zeit über die Feiertage den Akku wieder aufla d en. "Deshalb ist es mir auch gar nicht schwer gefallen, die Tasche wieder zu packen. Es war schön, mal eine Pause zu haben und was anderes m a chen zu können. Aber dann hat man doch wieder Lust. Wir haben noch eine Menge vor", zeigt sich Masselink motiviert.
Das gilt auch fürs Spiel gegen die Düsseldorferinnen, die nach E insch ä tzung der Kapitänin hoch motiviert anreisen werden. "Ich finde trotzdem, dass die uns gut liegen. Es wird ein sehr knappes Spiel", meint Masselink. "Wir haben allerdings ein Heimspiel, was uns zuletzt sehr geholfen hat. Da sehen wir nie schlecht aus. Die wollen uns schlagen, wir die aber ganz sicher auch. Gewinnen wäre schon schön und Punkte mitzunehmen."
DÜSSELDORF IST ÜBERRASCHUNGSTEAM DER LIGA
Die TUSA City Girls spielten wie der VCO vor zwei Jahren noch in der Regionalliga und in der Vorsaison in Liga drei. Als Meister ging es für die Rheinländerinnen in die 2. Liga und dort etablierte sich das Team von Trainer Enno Schulz auf Anhieb im oberen Tabellendrittel. Die athletisch starke Mannschaft wurde punktuell verstärkt und gilt als kampfstarke Einheit, die es niederzuringen gilt. Sieben Siegen stehen nur vier Niederlagen gegenüber gegen die drei Topteams Emlichheim, Münster II und Hildesheim sowie gegen den TV Cloppenburg. In der Vorsaison gewann der VC Osnabrück das Heimspiel nach 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2. In Düsseldorf gab es beim späteren Meister einen überraschend deutlichen 3:0-Sieg. In der MVP-Wertung der 2. Liga Nord tauchen Jana Ritter (Nr. 10, Außenangriff, 3x) Sophia Gruhn (Nr. 12, Libera, 2x) und Ina Gosen (Nr. 18., Außenangriff, 2x) mehrfach auf, womit schon eine der Düsseldorfer Stärken über die Position vier benannt ist.