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Beach Volleyball EM: Beachvolleyball-Nationalteam Holtwick/Semmler bei der Europameisterschaft im schweizerischen Biel knapp am Halbfinale vorbei

05.06.2016 / Autor: Klaus Wegener

Es war ein hochklassiger Schlagabtausch zweier deutscher Nationalteams, der am Samstag einen Höhepunkt bei der Europameisterschaft in Biel bot. Katrin Holtwick und Ilka Semmler standen im Viertelfinale Karla Borger und Britta Büthe gegenüber; es ging nicht nur um ein noch besseres EM-Abschneiden, sondern auch um Punkte für die Olympia-Qualifikation.

Ilka Semmler (links) und Katrin Holtwick erreichten Platz fünf bei der Europameisterschaft (Foto: CEV/www.eventolive.it)

Nach drei spannenden Sätzen siegten Borger/Büthe mit 2:1 (21:18, 20:22, 15:13) und haben vor dem Turnier der Major Series ab Mittwoch in Hamburg weiterhin die klar besseren Karten. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe, und dann sind die letzten beiden Punkte entscheidend”, sagte Katrin Holtwick. "Wir wollten unbedingt ins Halbfinale, die Chance war so nah.”

Mit Platz fünf bei der EM zeigten Katrin Holtwick und Ilka Semmler aber auch, dass sie ihren Kampfgeist in ausweglosen scheinenden Situationen nicht verlieren. Nach verlorenem Auftaktsatz und einem Rückstand von 17:20 in Durchgang zwei hatten sie drei Matchbälle gegen sich. Doch mit einer Fünf-Punkt-Serie drehten sie den Satz um, gewannen ihn mit 22:20 und hatten den Tiebreak erreicht. Auch hier sah es bei 8:11 nicht gut aus für die Weltranglisten-Zweiten. Erneut wehrten sie sich verbissen, gingen mit 12:11 in Führung, doch am Ende entschieden Nuancen das Duell zugunsten der Kontrahentinnen.

Auf dem Weg in das Viertelfinale hatten Katrin Holtwick und Ilka Semmler fünf Spiele zu bestreiten. Aus den Pool Matches kamen sie mit zwei Siegen und einer Niederlage heraus. 2:0 (21:15, 24:22) gegen die Niederländerinnen Braakman/Sinnema, 2:0 (21:14, 21:17) gegen die Italienerinnen Cicolari/Toth, 0:2 (17:21, 16:21) gegen Heidrich/Zumkehr aus der Schweiz, das war die Bilanz. "Die Pflichtaufgaben haben wir erfüllt, gegen die Schweizerinnen haben wir nicht unser bestes Spiel gemacht”, so Ilka Semmlers Kommentar.

In der ersten K.o.-Runde siegten sie glatt in zwei Sätzen mit 21:17 und 21:17 gegen das griechische Duo Arvanity/Karagkouni. Spannend wurde es dann in der zweiten K.o.-Runde. Gegen Menegatti/Toth lieferten die Weltmeisterschafts-Vierten einen Fight bester Güte, den sie mit 21:15, 17:21 und 16:14 für sich entschieden. "Das hat Spaß gemacht”, sagte Katrin Holtwick, "ich bin sehr zufrieden.” Trainer Tilo Backhaus war es auch: "Wir haben gut gespielt und Nervenstärke bewiesen. Zum fünften Mal in Folge haben wir sie in einem Krimi besiegt.” Der nächste Krimi in der Runde der besten Acht endete dann allerdings unschön. "Auch wenn wir das erst noch verdauen müssen”, so Holtwick, "die nächste Chance wartet auf uns.”

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