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Volleyball – und sonst? Spielerprofis auf Abwegen


Auch für die großen Profis gibt es noch etwas neben dem Volleyball
Foto: https://pixabay.com

Bei erfolgreichen Sportlern füllt Volleyball das ganze Leben aus, oder etwa nicht? Natürlich bleibt neben dem täglichen Training, den zahlreichen Turnieren und den damit verbundenen Reisen nicht mehr ganz so viel Zeit übrig, trotzdem beschäftigen sich viele Spieler auch noch mit etwas anderem. Und wenn die große Karriere dann beendet ist, dann geben viele von ihnen noch einmal auf einem anderen Gebiet richtig Gas. Schauen wir uns doch einmal ein paar Größen genauer an, die Interesse an ungewöhnlichen Hobbys wie Texas Hold'em und Flaschensammeln zeigen. Aber auch der ganz normale Berufsalltag nach der Karriere darf nicht fehlen.

Stelian Moculescu ist mittlerweile – man glaubt es kaum! – 69 Jahre alt. Der Deutsch-Rumäne wurde 1968 rumänischer Meister, während er gleichzeitig Hochbau studierte. Insgesamt nahm er an 30 rumänischen Länderspielen teil, bis er dann 1972 aus dem damals noch kommunistischen Land in Richtung Deutschland flüchtete. Der damalige deutsche Bundestrainer Manfred Kindermann unterstützte ihn dabei, bis zum Bundesgrenzschutz in Walsrode zu gelangen, wo er dann Asyl beantragte. In Deutschland spielte er natürlich sogleich wieder Volleyball, und zwar für den USC Münster und anschließend für 1860 München.


Stelian Moculescu
Quelle: Wikipedia, Foto Heimken

Ab 1977 nahm er dann erstmals einen Job als Trainer beim selben Verein an und gewann gleich in der Folgesaison nicht nur den DVV-Pokal, sondern auch die deutsche Meisterschaft. Im Jahr danach gelang ihm dieser faszinierende Coup noch einmal, kein Wunder also, dass Moculescu viele Jahre lang Volleyballtrainer blieb und seine wechselnden Teams immer wieder mit Glanzleistungen auffielen. Zum Abschied im Jahr 2016 sagte er: "Ich habe ein paar Hobbys - Golf und Wein. Ich habe Enkelkinder. Mir war mein ganzes Leben noch nicht langweilig, und mir wird es auch jetzt nicht langweilig werden." Also diese drei Dinge haben also sein Herz gefangen und werden ihn den hoffentlich langen Rest seiner Tage beschäftigen. Na, dann: Prost!

René Hecht ist unser Rekord-Nationalspieler, niemand hatte so viele Partien auf höchster deutscher Ebene wie er. 385 Mal spielte er im Nationalkader, doch das ist inzwischen schon einige Jahre her. Heute hat der 2,07 Meter große Mega-Sportler auch schon 57 Jahre auf dem Buckel und ist deshalb deutlich ruhiger geworden. Im Jahr 1991 wurde Hecht noch zum Volleyballer des Jahres gekürt, er verbuchte mehrmals die DDR-Meisterschaft für sich und wurde auch ein paarmal Deutscher Pokalsieger. 2011 erhielt der verdiente Spieler in Halle den prestigeträchtigen Volleyball-Award, eine Ehrung, die ihm sichtlich zu Herzen ging. Dieser Tag hätte der krönende Abschluss seiner großen Karriere sein können, doch Hecht bleibt weiterhin dem Volleyball treu.

Seit Sommer 2018 fungiert er als Präsident des Deutschen Volleybandverbandes, davor bildete er noch den Kopf des Berliner Landesverbandes. Beim besten Willen konnten wir in der Vita dieses Mannes nichts feststellen, was darauf hinweist, dass er auf anderen Gebieten als den Volleyball wildert. Nicht einmal eine einzige Partie Texas Hold'em lässt sich nachweisen, auch keine wilden Eskapaden auf anderen Gebieten oder berufliche Bestrebungen auf neuen Feldern. Haben wir es bei René Hecht mit einer Verkörperung des Volleyballs zu tun?

Charles Frederick „Karch“ Kiraly darf sich rühmen, der einzige Volleyballer auf Erden zu sein, der eine Olympische Medaille beider Disziplinen, Beach und Indoor besitzt. Der Amerikaner räumte mit dem US-Team auch einmal den Weltmeistertitel ab. Mittlerweile hat Kiraly im aktiven Sport das Handtuch geworfen, was im Alter von 58 Jahren verständlich ist. Doch so ganz lässt ihn der Volleyball natürlich nicht los: Er engagiert sich aktuell in seiner eigenen Nachwuchsakademie mit dem Namen Karch Kiraly Volleyball Academy. Heute darf er sich außerdem mit Fug und Recht als größter Volleyballspieler des 20. Jahrhunderts bezeichnen, denn die FIVB verlieh ihm offiziell diesen ruhmreichen Titel.

Zahlreiche Fans dieser Sportart werden dieser Entscheidung sicherlich zustimmen, doch Kiraly hat trotzdem noch etwas anderes im Kopf außer seinen geliebten Sport. Zwar trainiert er weiterhin den weiblichen Nationalkader der USA, doch betätigt er sich auch mit Vorliebe als Rundfunksprecher. Nicht nur die Muskeln, auch seine Stimme zeigt sich gut trainiert und lässt die Menschen regelmäßig aufhorchen.

Jonas Reckermann feierte dieses Jahr seinen 40. Geburtstag, er hat sich im Beachvolleyball jahrelang große Verdienste erworben. Zum Schluss seiner Karriere vereinte er vier Europameistertitel auf sich sowie sechs Titel der FIVB World Tour und fünf deutsche Meisterschaftssiege. Welcher deutsche Volleyballer vermag ihn zu übertrumpfen? Wahrscheinlich niemand. Auch Reckermann ist wie viele seiner Kollegen ein knapp über 2 Meter großer Hüne, er hat sich in dem kleinen westfälischen Städtchen Rheine angesiedelt. Von 2001 bis 2013 widmete er sich dem Lehramtstudium in Köln, und zwar natürlich an der Sporthochschule. Neben Sport stehen auch Geografie und Mathematik auf dem Plan des nun fertigen Lehrers, der inzwischen zum Kollegium eines Gymnasiums gehört.

Doch Reckermann hat noch eine weitere Überraschung in petto: Er gewann 2011 in der Fernsehserie TV total das Doppelturmspringen mit dem Kunstturner Fabian Hambüchen an seiner Seite. Und auch für Omaha hi-lo und Co. hat der ehemalige Volleyall-Platzhirsch etwas übrig, denn 2012 schlug er den Tausendsassa Stefan Raab im Poker. 2014 tauchte Reckermann dann nochmal bei der TV-Total Wok-WM auf: Ein bisschen fernsehsüchtig scheint er ja zu sein, der gute Mann …

Tomas Jozonis, der litauische Volleyball-Spieler, mag hierzulande wenig bekannt sein. In seiner Heimat Litauen gilt er jedoch als eines der heißesten Nachwuchstalente, das hat er unter anderem auch seinen starken Trainern zu verdanken. Jozonis Disziplin: Beach Volleyball. Während der Wintermonate hat er aber noch eine andere Leidenschaft: Online Poker. Er hat sich längst als Litauens bester Online Poker Spieler entpuppt, vor allem in den Turnieren sorgt er international poker immer wieder für Furore. So scheint auch schon klar zu sein, wo sein Weg nach dem Volleyball hingeht. Der Pokersport ist dabei vor allem psychisch fordernd, obwohl eine gute körperliche Kondition sicher nicht abträglich ist. Gut, dass Jozonis auf beiden Gebieten durch das Volleyballspiel bereits bestens geschult ist. So hält er aktuell noch beide Fäden seines Lebens fest in der Hand, und aufgrund seiner Jugend wird es bestimmt noch lange gut weiterlaufen.

Georg Grozer junior ist im Volleyball ebenfalls noch voll aktiv – und wie! Er stammt ursprünglich aus Ungarn, ist in Budapest geboren, spielt aber seit 2018 für den russischen Verein Zenit St. Petersburg. Zwischendurch macht Grozer auch in Deutschland Halt, der 2,01 Meter große Hüne wurde gemeinsam mit dem VfB Friedrichshafen gleich zweimal deutscher Meister, das war in den Jahren 2009 und 2010. Kurz darauf schaffte er es mit der Mannschaft Asseco Resovia Rzeszów auch zum polnischen Meister und bei den Olympischen Spielen 2012 durfte er sich über den 5. Platz freuen.

Am stärksten bleibt er den deutschen Fans aber als Teil der deutschen Nationalmannschaft in Erinnerung, die mit ihm gemeinsam 2014 WM-Dritter wurde. Die Liste der Erfolge ließe sich noch eine ganze Weile fortsetzen, sogar ein chinesischer Meistertitel ist mit enthalten. Grozer sammelt in seiner Freizeit Bacardi-Rum-Flaschen, außerdem hegt und pflegt er seinen geliebten 1966er Dodge Charger, einen teuren Oldtimer. Auch zu ihm würde Poker gut als Hobby passen, doch dafür hat der Vielbeschäftigte sicherlich (noch) keine Zeit.


Georg Grozer junior reicht so schnell niemand das Wasser
Quelle: Wikipedia


Stefan Raab bei der WOK-WM 2008
Quelle: Wikipedia

Susanne Lahme soll unsere kleine Exkursion durch die Welt der großen Volleyballer gebührend abrunden. Wer von den deutschen Fans kennt sie nicht, obwohl sie schon länger nicht mehr aktiv ist und im letzten Jahr die 50 Lenze erreicht hat? Lahmes Karriere nahm ihren Anfang im Hallenvolleyball beim Verein SC Dynamo Dresden. Das war 1980, und daraus entwickelt sich ein wahres Erfolgsfeuerwerk. Achtmal avancierte die Sportlerin zur DDR-Meisterin beziehungsweise zur deutschen Meisterin. Neunmal durfte sie sich Pokalsiegerin nennen, nahm an 263 Länderspielen teil und vertrat dabei Deutschland würdig in aller Welt. 1987 gewann sie mit ihrem Team die EM, 1985 und 1989 reichte es immerhin zum zweiten Platz, 1991 freute sie sich über eine Drittplatzierung.

Danach wechselte Lahme zur italienischen Liga und räumte mit Latte Rugiada Matera 1996 tatsächlich noch die Champions League ab. Ein kleiner Ausflug nach Brasilien und die Rückkehr nach Italien brachten weitere Ehrungen, das Glück folgte dieser Dame auf dem Fuß. 2001 startete die hoch aktive Sportlerin dann noch eine Beachvolleyballkarriere und holte dort 2005 den deutschen Meistertitel. 2007 verabschiedete sie sich dann endgültig vom aktiven Spiel. Sie ließ sich zur Grundschullehrerin ausbilden und betreibt seit 2012 eine Versicherungsagentur. Keine Poker Spielchen, keine Bacardi-Flaschen, sondern eine grundsolide zweite Berufskarriere: Auch das ist möglich.

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