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03.09.2010 - Bundesligen - Quelle/Autor: Conny Kurth

Volleyball Bundesliga: Da schließt sich der Kreis

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Foto: Conny Kurth
13. Spieler und zweiter Libero für den VfB Friedrichshafen: Thilo Späth kommt von den Wuppertal Titans zum Deutschen Meister. Möglich wurde dies durch die Kooperation mit der Sparkasse Bodensee, bei der Späth seine Ausbildung zum Bankkaufmann fortsetzen kann. „Über Umwege“, freut sich Späth, der bereits bei den Volley YoungStars Friedrichshafen spielte, „bin ich nun doch endlich zurück am See“

Es ist eine dieser Geschichten, die das Leben manchmal schreibt. Und hätte Thilo Späth sie nicht selbst erlebt, würde er wahrscheinlich einfach nur ungläubig den Kopf schütteln. Vier Jahre ist es her, als er beim Stützpunktteam der Volley YoungStars Friedrichshafen als Libero die Bälle vom Boden kratzte. Und zwar so gut, dass er nicht nur bei den Profis vom VfB Friedrichshafen aushelfen durfte, sondern von Trainer Stelian Moculescu sogar für die Männer-Nationalmannschaft nominiert wurde. Von der 2. Liga ins Nationalteam - Thilo Späth galt als Talent, als Riesentalent sogar.

Er wechselte von Friedrichshafen zum VC Olympia Berlin, wo auch damals schon die besten Nachwuchsspieler eines Jahrgangs Erstligaluft schnupperten, sollte aber an den Bodensee zurückkehren. Dann aber kam alles anders. Weil sich im Häfler Profiteam Libero Jiri Polanski verletzte, rückte Markus Steuerwald von den Volley YoungStars nach und machte seine Sache so gut, dass er aus dem Team nicht mehr wegzudenken war. Mit bitteren Folgen für Späth: Denn für diesen war auf einmal in Friedrichshafen kein Platz mehr.

„Natürlich hatte ich gehofft, dass ich zurück kann“, erinnert sich Späth. „Aber ich habe es sportlich genommen.“ Jetzt aber, drei Jahre später, schließt sich der Kreis. Ab der kommenden Saison trägt der 23- Jährige das Häfler Trikot. Beim Deutschen Meister unterschrieb er einen Vertrag für zwei Jahre und ist hier der 13. Spieler sowie zweite Libero neben dem serbischen Nationalspieler Nikola Rosic. „Über Umwege bin ich nun doch endlich zurück am See“, sagt Späth. „Ich bin froh, dass das geklappt hat.“

Möglich wurde Späths Engagement durch VfB-Manager Stefan Mau, der bereits im Mai Kontakt zu dem gebürtigen Badener aufnahm und erfuhr, dass dieser die Wuppertal Titans verlassen wollte, sowie die Sparkasse Bodensee, bei der Späth seine Ausbildung zum Bankkaufmann fortsetzen kann. „Wir freuen uns sehr, Thilo Späth als einen unserer Auszubildenden zu begrüßen“, sagt der Vorsitzende des Vorstandes Werner Allgöwer. „Und wir freuen uns, dass wir unsere gute Partnerschaft mit dem VfB Volleyball damit weiter vertiefen konnten.“

Freude über die Kooperation und Späths Verpflichtung ist auch bei den VfB-Verantwortlichen zu spüren. „Ich habe Thilo als jungen und vielversprechenden Spieler kennengelernt, dem ich damals schon einiges zugetraut habe“, sagt Moculescu. „Jetzt hat er die Chance zu zeigen, was er kann.“ Das will Späth, keine Frage. Auch wenn der Spagat zwischen Ausbildung und Volleyball auf internationalem Niveau zu einer gewaltigen Doppelbelastung werden könnte. „Das wird heftig“, sagt er.
„Ich hoffe, dass ich so viel wie möglich trainieren und mich durch gute Trainingsleitungen empfehlen kann.“ Die Ausbildung soll dabei auf keinen Fall zu kurz kommen. „Ich habe aus der Vergangenheit meine Lehren gezogen und möchte etwas in den Händen haben“, sagt er. „Im Sport wird man sehr schnell hochgejubelt, kann aber auch sehr schnell wieder tief fallen.“
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Kurzsteckbrief
Name: Thilo Späth
Geboren: 08. Juni 1987 in Achern
Größe: 1,88 Meter
Nationalität: deutsch
Position: Libero
Länderspiele: 22 GER
Bisherige Vereine: TV Kappelrodeck, Volley YoungStars Friedrichshafen, VC Olympia Berlin, SV Bayer Wuppertal/Wuppertal Titans Größte Erfolge: 2004 2. Platz U18-Beach-EM, 2005 10. Platz Jugend-EM
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Der Kader des VfB Friedrichshafen für die Saison 2010/2011 (Stand 3.
September)
Joao José, Marcus Böhme, Lukas Bauer (alle Mitte), Christian Fromm, Jeroen Trommel, Milos Vemic, Fred Winters (alle Außen), Lukas Tichacek, Juraj Zat'ko (beide Zuspiel), Adrian Gontariu, Oliver Venno (beide Diagonal), Nikola Rosic, Thilo Späth (beide Libero)
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Foto
Wieder am See: Libero Thilo Späth ist nach vier Jahren nach Friedrichshafen zurückgekehrt

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