Volleyball: Raben II macht wieder Schritt nach vorne
TweetPlatz fünf hat die zweite Mannschaft der Roten Raben in der zweiten Bundesliga Süd in der vergangenen Saison belegt; auch in dieser Saison ist sie wieder auf dem fünften Platz gelandet.
Die Mannschaft hatte sich eigentlich eine bessere Platzierung zum Ziel gesetzt. Doch die Niederlage im letzten Spiel gegen TBS Saarbrücken, ließ das Team um Spielführerin Ina Prechtl noch vom vierten auf den fünften Platz abrutschen. Natürlich war die Enttäuschung bei den Spielerinnen erst einmal groß, doch Raben-Trainer Mirko Pansa sieht die zweite Mannschaft auch unter einem anderen Gesichtspunkt: Ein Ziel ist es, junge Spielerinnen in die Mannschaft zu integrieren und deren Leistungsentwicklung voran zu bringen. Und das sei ein Ziel, dass erreicht worden sei. Der Raben-Trainer erinnert an Libera Anna Pogany und Lena Stigrot (beide 16 Jahre). Beide leben seit einem Jahr in dem Raben-Internat und haben sich in dieser Zeit sehr gut entwickelt. Sie haben den Sprung in die zweite Liga geschafft und wurden zudem für die U17-Nationalmannschaft nominiert. Ein anderes Beispiel ist die 18-jährige Alessandra Jovy-Heuser. Sie war sowohl für die zweite als auch die erste Mannschaft der Roten Raben aktiv. Im Training war sie vor allem bei der Ersten dabei. Da sie im Team von Trainer Guillermo Gallardo aber noch nicht so viel Einsatzzeiten bekam, sammelte sie ihre Spielpraxis in der zweiten Mannschaft. Dort riss sie ihre Mitspielerinnen immer wieder durch ihren Ehrgeiz und Einsatzwillen mit. Sehr positiv haben sich aber auch Patricia Hofmarksrichter und Katharina Mühlfeld weiter entwickelt.
Ganz kann der Raben-Trainer die Platzierung in der Endabrechnung nicht außer acht lassen. Doch er erinnert daran, dass sie gegen Erfurt, Grimma und Chemnitz jeweils einmal gewonnen hatten und auch gegen VCO Dresden jeweils nur knapp unterlegen waren. „Dabei hat sich die Mannschaft auch bei den Niederlagen immer gut präsentiert und ihren Leistungsnachweis erbracht“, so Mirko Pansa. Raben-Sportdirektor Detlev Schönberg ergänzt dazu, dass man eben auch anerkennen muss, wenn andere Mannschaften an diesem Spieltag einfach besser sind. Er lobt auch den Einsatz der „älteren“ Spielerinnen wie Kathrin Buchner, Mona Kreßl, Sarah Breinbauer, Veronika Majova oder Ina Prechtl. So habe beispielsweise Ina Prechtl als einzige Zuspielerin die ganze Last der Spielgestaltung während der gesamten Saison tragen müssen. „Ina ging in jedes Spiel mit dem Wissen: Ich darf mich nicht verletzen oder ich darf nicht krank werden“. Das ist auch eine enorme psychische Belastung. Der Sportdirektor bescheinigt der Mannschaft, dass sich ihre Spielanlage und -kultur sichtbar verbessert habe. „Im taktischen Verhalten hat sie sich an die erste Liga angenähert“, so Schönberg. Das spricht auch für die Arbeit von Trainer Mirko Pansa, der noch mehr leistungssportorientiert mit der zweiten Mannschaft der Roten Raben arbeitet. Dadurch ist auch die Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft – wie am Beispiel Alessandra Jovy-Heuser zu sehen ist – noch besser möglich.
Allerdings ist noch nicht alles Gold, was glänzt bei der zweiten Mannschaft. Das ist allen Verantwortlichen klar. So ärgert sich Raben-Trainer Mirko Pansa schon über die unnötigen Niederlagen gegen Saarbrücken, Biberach und Offenburg. „Wir sind nicht bei jedem Spiel mit der notwendigen Konsequenz zu Werke gegangen“, so Pansa. Und da sei es schwer, während des Spiels den Schalter auf „Vollgas“ umzulegen. Zudem hätten nicht alles Spielerinnen immer den nötigen Biss in Training und Wettkampf gezeigt. „Nicht alle sind bereit, an ihre Grenzen zu gehen“. Hier sieht der Raben-Trainer noch einiges Entwicklungspotenzial, ist sich aber auch im Klaren, dass hier das Alter der Spielerinnen eine entscheidende Rolle spielt. „Wir haben den Auftrag, junge Spielerinnen weiter zu entwickeln und an Erstliganiveau heran zu führen. Das ist nicht immer ein Honigschlecken für die Spielerinnen“, so Sportdirektor Detlev Schönberg. Und Mirko Pansa ergänzt: „Da dürfen die Spielerinnen nur Volleyball im Kopf haben. Doch das ist ihre freie Entscheidung“.
Derzeit laufen die Gespräche mit allen Spielerinnen, die diesen Weg weiter gehen wollen. Aber auch neue Kontakte werden gesucht.
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