Der Sieg war wichtig! In der Volleyball-Bundesliga hat evivo düren einen großen Schritt in Richtung des vorläufigen Saisonziels gemacht. Mit dem glatten 3:0-Auswärtssieg bei EnBW TV Rottenburg festigt evivo Tabellenplatz drei als Ausgangslage für die Playoff-Endrunde.
25:21, 25:19, 25:17 lauteten die Satzergebnisse. "Wir wollten uns nach dem verlorenen Pokalfinale rehabilitieren. Das ist uns gelungen", sagte evivo-Spielmacher Ilja Wiederschein. Und zwar deutlich. Die Dürener Annahme zeigte sich nach wackeligen Wochen zuletzt wieder deutlich sicherer. Das machte den Spielaufbau einfacher und verdammte die Gastgeber zur Chancenlosigkeit. "Wir waren in jedem Element sehr solide", so Wiederscheins Fazit.
Am kommenden Samstag trifft Düren im letzten Ligaspiel vor dem Beginn der Playoffs zu Hause auf den Tabellenletzten Wuppertal Titans. Mit einem Sieg wäre Platz drei als Ausgangsbasis gebucht.
In der Tübinger Paul-Horn-Arena war evivo von Anfang an am Drücker. Zur ersten technischen Auszeit führte die Mannschaft von Trainer Sven Anton 8:5, weil der Block mit Nikolai Kracht gut stand und Rottenburg sich zwei Angriffsfehler leistete. Die Vorentscheidung fiel mit einem außergewöhnlichen Ball von Wiederschein. Nach einer gelungenen Abwehraktion seiner Mitspieler pritschte der Routinier das Spielgerät in die hintere Rottenburger Feldecke und düpierte die Abwehr der Gegner, die mit einem kurzen Ball gerechnet hatte. Zum 24:17 landete Jan Umlauft einen krachenden Block gegen Rottenburgs Angreifer Falko Steinke. Danach wurde die Mannschaft nachlässig, vergab Satzbälle in Serie und profitierte zum 25:21 von einem Eigenfehler der Schwaben.
In der Mitte des zweiten Satzes hatte evivo sich erneut ein Übergewicht erkämpft. Zum 13:10 punktete Artur Augustyn durch die Mitte, Rottenburgs Thomas Ranner vergab direkt im Anschluss bei selbigem Vorhaben. Düren führte 14:10, machte selbst kaum Fehler und profitierte von den Problemen im TVR-Spiel. Erst beim Stand von 23:19 konnten die Gastgeber mit einem sehenswerten Block Akzente setzen. Zu spät: Der erneut starke evivo-Angreifer Christian Dünnes verwandelte den ersten Satzball.
Ähnlicher Verlauf im dritten und letzten Satz: Düren machte weiter wenig Fehler, Augustyn punktete über die Mitte. Auf den Außen waren Jan Umlauft und Christian Dünnes mit guter Quote nur selten zu halten. Über
9:5 und 12:7 zog Düren davon und sorgte so für die frühzeitige Vorentscheidung.
"Wir haben uns aus der Krise nach dem verlorenen Pokalfinale richtig gut rausgekämpft", lobte Sven Anton seine Mannschaft im Anschluss. Die Dürener Trainer hatten sich für die Auswärtspartie beim Tabellenfünften eine kleine taktische Feinheit ausgedacht. Kapitän Jan Umlauft wurde bei der Annahme der gegnerischen Flatteraufschläge geschont. In zwei Aufstellungen rotierte Nikolai Kracht in die Annahme und machte seine Sache gut. Der Lohn: Umlauft konnte sich besser auf seinen Angriff konzentrieren. "Das war wichtig. So ist unser Spiel viel schwerer auszurechnen", sagte Anton. Rottenburg dagegen hatte vor allem mit dem Ausfall von Kapitän Pompe zu kämpfen. "Offenbar können wir es besser kompensieren, wenn wichtige Leute ausfallen", deutete Mittelblocker Renzo Verschuren an, dass Alexander Mayer und René Reinaerts bereits seit Monaten ausfallen. Um so positiver, dass evivo Platz drei trotzdem weiter festigen kann.
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