Der Premieren-Doppelspieltag der Rottenburger Bundesligavolleyballer verlief nicht wie erhofft. Zuerst holte sich die Zweitligatruppe gegen den VC Dresden ihre erste 0:3-Niederlage der Saison, danach musste sich der EnBW TV Rottenburg vor 2200 Zuschauern dem Pokalfinalisten evivo Düren ebenfalls mit 0:3 (21:25, 19:25, 17:25) beugen.
In den Play-offs geht es für die Rottenburger ab dem 24. März gegen den SCC Berlin.
Das neue Saisonziel war schon am Vorabend gesichert: Königs Wusterhausen unterlag in Bühl mit 1:3 und damit kann kein Verfolger den EnBW TV Rottenburg vom starken fünften Rang verdrängen. „Platz 5 ist sensationell, vor der Saison hätte damit doch keiner gerechnet“, ist Manager Jörg Papenheim dementsprechend stolz auf seine Mannschaft.
Daran kann auch die Pleite gegen den Tabellendritten aus Düren nichts ändern. Die Gäste um den überragenden Christian Dünnes wollten sich für die Pokalpleite vor einer Woche gegen Generali Haching rehabilitieren und spielten gegen die dezimierten Rottenburger konzentriert auf. Gleich drei Spieler mussten die Domstädter ersetzen, neben Kapitän Matthias Pompe, der auf Grund einer Bauchmuskelzerrung ausfiel, fehlten auch noch Stefan Schneider und Thomas Kaczmarek. So rutschte erstmals Marvin Klass in die Startformation und ab Mitte des zweiten Satzes ersetzte Max Lake aus der Zweitligamannschaft den am Sonntag etwas formschwachen Dirk Mehlberg. Beiden attestierte EnBW-Trainer Müller-Angstenberger eine gute Leistung. „An den Außenangreifern lag es nicht unbedingt“, dass man gegen Düren eine klare Niederlage einstecken musste. „Wir haben in dieser Form noch nie auf dem Feld gestanden und Düren wollte sich den Frust von der Seele spielen. Das verlorene Pokalfinale vor einer Woche hat sicher gewurmt und jetzt wollten sie noch einmal Selbstbewusstsein aufbauen, so kurz vor den Play-offs.“
So erkannte Müller-Angstenberger die starke Leistung der Gäste an und äußerste nur bedingte Kritik an seiner Mannschaft. „Wir hätten unsere Schnellangreifer mehr einsetzen müssen, die waren gut drauf.“ Doch insgesamt nahm der Rottenburger Trainer die Niederlage äußerlich ziemlich gelassen. „Es ist ärgerlich zuhause mit 0:3 zu verlieren. Wir legen aber derzeit schon den Grundstein für die Spiele im Play-off-Viertelfinale und waren vielleicht etwas müde. Allerdings ist es auch sehr schwer gegen ein Team mit einem Christian Dünnes in Topform zu gewinnen“, lobte der 37-jährige den starken Dürener Hauptangreifer.
So ist für die Rottenburger auch sicher, dass sie in den Play-offs nicht auf evivo Düren sondern auf den SCC Berlin treffen. In Berlin konnte der EnBW TVR in der Vorrunde überraschend mit 3:2 gewinnen und hofft auch in den Play-offs auf die Sensation. „Berlin spielt noch im internationalen Wettbewerb und hat dadurch zusätzliche Belastung. Vielleicht ist das von Nachteil und wir können das ausnutzen“, hofft Manager Papenheim.
Im ersten Play-off Viertelfinale muss der EnBW TV Rottenburg in Berlin antreten. Das Spiel findet am 24. März in der Hauptstadt statt. Das Rückspiel ist dann am 31. März in der Tübinger Paul Horn-Arena.
Die nächsten Spiele des EnBW TV Rottenburg:
Datum: Tag: Uhrzeit: Gegner: Halle:
20.03.2010 Samstag 19:30 Uhr RWE Volleys Bottrop Dieter Renz Halle
24.03.2010 Mittwoch 19:00 Uhr SCC Berlin Sömmeringhalle
31.03.2010 Mittwoch 20:00 Uhr SCC Berlin Paul Horn-Arena
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