Die Kür haben die DVV-Männer mit dem 3:2-Sieg über Europameister Serbien bereits hinter sich, nun muss die Pflicht folgen. Gegen Afrika-Vertreter Tunesien (4. August um 10.30 Uhr, Live-Einblendungen ARD, Live-Streams ARD & ZDF) muss ein Sieg her, um 40 Jahre nach den DDR-Männern erstmalig wieder in ein Viertelfinale einzuziehen.
Foto: FiVB
Das Spiel gegen Serbien und die Art und Weise machen Mut! Nach schwachem Start im ersten Satz steigerte sich die Mannschaft bereits deutlich in Durchgang zwei, ohne sich jedoch dafür - trotz vier Satzbällen - zu belohnen. Der erste Satzgewinn im Turnier war dann wie eine Befreiung, so Zuspieler Simon Tischer: "Wir hatten uns vorher gesagt, wir müssen einen Satz holen, dann fällt der ganze Ballast ab." So kam es dann auch. Die deutsche Mannschaft steigerte sich vor allem im Block (im ersten Satz nur ein Blockpunkt, am Ende 20 (!) Blockpunkte) und im Angriff. Dort wurde die Quote nach schwachen Werten gegen Russland und die USA auf gute 48% geschraubt. Überragend dabei natürlich Georg Grozer mit unglaublichen 39 Punkten (Angriffsquote 49%), aber auch Max Günthör, der ganz starke 22 Zähler beisteuerte (allein acht im Block). Und noch einer war laut Psychologe Dr. Wolfgang Klöckner entscheidend: "Die Einwechselung von Lukas Kampa war mitentscheidend, er hat unserer Mannschaft eine Energiezufuhr verschafft."
Die sollte auch gegen Tunesien da sein, die noch ohne Sieg im Turnier sind, aber Serbien immerhin auch einen Satz abtrotzten. Tischer sagt: "Durch den Sieg gegen Serbien haben wir uns eine gute Ausgangsposition verschafft. Es ist aber nur eine Momentaufnahme. Wir müssen Tunesien jetzt am besten deutlich schlagen, das ist aber nicht einfach, die spielen ekelig, weil so unkonventionell."
Sollte alles "normal" laufen und Serbien seine beiden ausstehenden Spiele gegen Brasilien und Russland verlieren und Deutschland seine Partie gegen Tunesien gewinnen, würden die DVV-Männer ihr erstes Ziel erreichen und aus der "Hammergruppe" heraus kommen.


