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Volleyballregeln erklärt - Angriff und Block

Bevor man sich darüber Gedanken macht, was ein Angriff und was genau ein Block ist, muß man sich zuerst die regeltechnischen Voraussetzungen eines Schlages vergegenwärtigen. Jede Berührung eines Spielers mit dem Ball ist ein Schlag. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Spieler den Ball absichtlich oder unabsichtlich berührt.

„Eine Mannschaft hat das Recht auf drei Schläge (zusätzlich zum Block, ...)“ (Regel 10.1.) Dieses muß man hier klar zum trainingstechnischen Sinn eines Schlages unterscheiden.

„Was eigentlich ist genau ein Block, wer darf wann und wo blocken?“ Diese Frage ist nicht zu beantworten, ohne vorher die Frage zu klären,

Was ist eigentlich ein Angriff?

Das Regelbuch definiert den Angriffsschlag so:

„Alle Aktionen, bei denen der Ball in Richtung des Gegners gespielt wird, ausgenommen Aufschlag und Block, gelten als Angriffsschläge“ ( Regel 14.1.1)

Auch hier spielt es erstmal keine Rolle, ob dies absichtlich oder unabsichtlich geschieht. Wichtig dabei ist aber, ob der Ball den Gegner „angreift“, d.h. der Gegner muß reagieren, damit der Ball nicht bei ihm auf den Boden fällt. Dies kann, und ich finde es nochmals sehr wichtig darauf hinzuweisen, mit einem Schmetterschlag, oder auch mit einem Bagger geschehen.

Voraussetzungen des Angriffsschlages:

Der Angriffschlag muß im eigenen Spielraum stattfinden. (Ausnahme Regel 14.2.4) Dies bedeutet, daß der Ball noch nicht vollständig die Netzebene überquert haben darf.

Fehler beim Angriffsschlag:

Ein Hinterspieler, (der sich in der Vorderzone befindet, oder beim Absprung die Vorderzone berührt (incl. Linie)), und einen Ball zum Gegner spielt, der sich vollständig oberhalb der Netzkante befindet begeht einen sogenannten regelwidrigen Angriff.

Das wichtigste Kriterium ist dabei die Höhe des Balles. Oftmals erlebt man, daß ein Zuspieler (Hinterspieler), der sich in der Vorderzone befindet, einen Ball im Sprung zum Gegner spielt, der Ball sich aber dabei nicht über der Netzoberkante befindet, es als regelwidrigen Angriff abgepfiffen bekommt. Dieser Pfiff ist nicht korrekt. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder mal Situationen, daß große Zuspieler, die sich ebenfalls im Angriffsraum befinden, einen Ball im Stand zum Gegner spielen und dies nicht abgepfiffen wird, obwohl sich der Ball hier eindeutig über der Netzoberkante befindet.

Ein Spieler spielt einen Aufschlag des Gegners zurück, obwohl sich der Ball im Angriffsraum und vollständig oberhalb der Netzkante befindet. (Regel 14.2.4) Hier spielt es keine Rolle, ob der Ball von einem Hinter- oder Vorderspieler gespielt wird. Der Libero spielt einen Ball, der sich vollständig oberhalb der Netzkante befindet, zum Gegner. (Regel 14.3.5) Der Libero macht auch dann einen Fehler, wenn er sich bei dieser Aktion im Hinterfeld befindet

„Ein Spieler (es ist unerheblich, ob es sich hierbei um einen Vorder- oder Hinterspieler handelt) führt nach einem oberen (Finger-)Zuspiel des in der Vorderzone befindlichen Liberos einen Angriffschlag aus, wobei sich beim Schlag der Ball vollständig oberhalb der Netzkante befindet.“(Regel 14.3.6)

Jeder Angriffsschlag darf geblockt werden.

Was ist ein Block?

Das Regelwerk definiert einen Block so:

„Das Blocken ist eine Aktion von in der Nähe des Netzes befindlichen und über die Netzoberkante reichenden Spielern, um den vom Gegner kommenden Ball abzuwehren. Nur Vorderspieler dürfen einen Block ausführen“ (Regel 15.1.1)

Was bedeutet dies im einzelnen?

  1. es dürfen nur Vorderspieler beteiligt sein
  2. diese müssen sich in der Nähe des Netzes befinden
  3. der oder die Blockspieler müssen den Ball oberhalb der Netzoberkante berühren
  4. ein Block gilt dann als ausgeführter Block, wenn der Ball von einem Spieler berührt wird

Unterscheiden zum Block muß man den Blockversuch

„Ein Blockversuch ist eine Blockaktion ohne Ballberührung“ (Regel 15.1.3)

Ein Blockversuch darf auch von Hinterspielern durchgeführt werden, nicht aber von einem Libero!

Beteiligt sich an einem sogenannter Gruppenblock ein Hinterspieler, so ist dies als Fehler zu werten, auch wenn nur der Vorderspieler den Ball berührt!!

Berühren ein oder mehrere Spieler beim Blocken den Ball, so wird dies nicht als Schlag für die Mannschaft gewertet. Dies gilt auch dann, wenn ein Blockspieler den Ball nach der Berührung mit den Händen danach z.B. auf den Kopf bekommt. (obwohl der hier unter Netzkante ist). Solange die Aktion als Einheit zu sehen ist, zählen diese Berührung immer noch zur Blockaktion. Somit stehen der Mannschaft noch drei Schläge zu. Auch die am Block beteiligten Spieler dürfen den nächsten Schlag ausüben.

Der Block darf übergreifend geschehen, dies bedeutet, der Blockspieler darf den Ball im gegnerischen Raum berühren. Ohne allerdings dabei die Aktion des Gegners zu behindern. Das Berühren des Balles ist also erst nach dem Angriffschlag zulässig.

Fehler beim Blocken:

  • Der Blockspieler berührt übergreifend den Ball gleichzeitig mit oder vor dem Angreifer
  • Ein Hinterspieler blockt oder ist an einem ausgeführten Block beteiligt
  • Der Aufschlag wird geblockt
  • Der Libero ist an einem Block beteiligt oder macht einen Blockversuch
  • Der Ball wird im gegnerischem Raum außerhalb der Antenne geblockt

Zusammenfassung und ein paar Anmerkungen

Viele SR kommen immer wieder in Situationen, in denen sie vor der Entscheidung stehen, war es jetzt ein regelgerechter Block oder hat der Spieler übergegriffen. Ein immer wieder kehrendes Beispiel ist der schlecht angenommene Ball, der in Richtung Gegner fliegt und dann übergreifend geblockt wird. Hier muß sich der SR fragen, wäre der Ball zum Gegner geflogen? Oder hat der Blockspieler verhindert, daß der Ball auf der Gegenseite noch gespielt werden konnte? Hat sich die annehmende Mannschaft bemüht und hätte sie auch noch eine realistische Chance gehabt den Ball zu spielen oder nicht? Falls ja, dann ist dies ein klarer Übergriff. Falls nein, so darf der Ball übergreifend geblockt werden.

Als weiteres gibt es die Problematik des Hinterspielers, der als Läufer kommend einen Ball im Sprung noch zuspielen will und der Block den Ball ebenfalls berührt. Für den Zuspieler ist es sofort klar, dies war ein Übergriff. Aber ist dies immer tatsächlich so? Klar, wenn der Ball vollständig auf seiner Seite ist, und er eindeutig den Ball zuspielt, dann ist dies ein klarer Übergriff. Oftmals wird aber der Ball vom Zuspieler mit einer Hand gespielt, und der Ball befindet sich bereits auf der Netzkante. Dann darf natürlich der gegnerische Spieler auch den Ball spielen. Des öfteren wird der Ball vom Zuspieler sogar im gegnerischen Raum gespielt und dabei wieder vom Gegner zurückgeholt. Hier greift der Zuspieler über, was natürlich abzupfeifen ist. Ein großes Problem ist, wenn der Ball vom Zuspieler mit der Faust gespielt wird. Hier spielt der Zuspieler den Ball nach oben. Da aber der Ball eine Vorwärtsrotation hat, wird der Ball vom Zuspieler, der ihn glaubt nur nach oben zu spielen, nach „vorne oben“ gespielt. Hier macht der Zuspieler einen Angriffsschlag. Und falls er Hinterspieler ist, und sich der Ball vollständig oberhalb der Netzkante befindet, ist dies ein regelwidriger Hinterspielerangriff!!

Ein weiteres großes Problem für den SR stellen oftmals die Blocktechniken dar. Leider ist bei vielen Mannschaften eine weit verbreitete Meinung, daß beim Block die Technikregeln keine Anwendung finden. Regel 10.2.2 sagt eindeutig „daß ein Ball nicht gehalten oder geworfen werden darf.“ Davon gibt es im gesamten Regelwerk keine Ausnahme. Die oftmals angewandte Technik beim Block, daß ein Ball, der als schlechte Annahme zum Gegner gespielt wird, gefangen und dann auf den Boden geworfen wird, ist nicht zulässig, und ist als gehaltener Ball abzupfeifen. Oftmals werden hier dem Ball auch noch Richtungsänderungen mitgegeben. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Blockspieler seine Hände in Richtung gegnerischen Feld „dreht“, damit er außen nicht angeschlagen werden kann. Jede weitere aktive Handlung ist genau zu beobachten, ob der Ball nicht geworfen wird. Auch die immer wieder zu hörende Argumentation, „dies war ein aktiver Block“ ist im Regelbuch nicht auffindbar.

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