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Zu Gast beim Klub-Weltmeister

Champions League: Zu Gast beim Klub-Weltmeister

21.12.2017 • Champions League • Autor: Christof Bernier 574 Ansichten

Um 2.00 Uhr Ortszeit sind die BR Volleys nach einer elfstündigen Reise Mittwochnacht im russischen Kazan eingetroffen, um sich am Donnerstag (21. Dez um 17.00 Uhr MEZ) mit dem frischgebackenen Klub-Weltmeister Zenit Kazan zu messen. Aus sechs Königsklassen-Duellen in fünf Jahren kennen sich beide Teams bestens, wobei der Deutsche Meister gegen den amtierenden Champions-League-Sieger noch immer auf einen Sieg wartet.

Zu Gast beim Klub-Weltmeister - Foto: CEV

Foto: CEV

In Polen fegte der russische Orkan jüngst über die Volleyball-Weltelite hinweg. Dabei gab das Team von Trainer Vladimir Alekno auf dem Weg zum Titel gegen Bolivar, Shanghai, Belchatow, Cruzeiro und Lube Civitanova nicht einen einzigen Satz ab und gewann nach zuletzt zwei 2. Plätzen zum ersten Mal die FIVB Club World Championship. Die BR Volleys treffen also am Donnerstag auf einen Gegner in Bestform, doch das war in den letzten Wochen nicht immer so.

Die sonst „Unbezwingbaren“ verloren Ende November nach einer nationalen Siegesserie von 64 Spielen erstmals wieder ein Match in der russischen Superliga. Zenit Sankt Petersburg war es vorbehalten, die Alekno-Truppe mit 3:1 in die Knie zu zwingen. Am 03. Dezember tat man sich gegen Kuzbass Kemerovo im Pokal schwer (3:2) und auch beim Königsklassen-Auftakt in Toulouse entging Zenit nur knapp einem Punktverlust (3:1). Allerdings ließ Erfolgscoach Alekno dabei fast seine komplette zweite Garde spielen, die Stars Wilfredo Leon und Maxim Mikhailov waren gar nicht erst mit nach Frankreich gereist.

„Von den letzten Schwächen haben sie sich offenbar gut erholt und bei der Klub-Weltmeisterschaft ein deutliches Zeichen gesetzt. Alekno erwartet von seinen Spielern immer höchste Qualität, für Kazan zählt nur der Titel“, sagt Luke Reynolds und rechnet nicht damit, dass die Russen in der heimischen Arena auf ihre langjährigen Erfolgsgaranten verzichten: „Kazan steht für den klassischen, russischen Volleyball – risikofreudig im Aufschlag, hoch im Block und kompromisslos in „Highball-Situationen“. Dazu haben sie einige der besten Athleten in der Volleyballwelt, die für diese Spielphilosophie wie geschaffen sind. Ich gehe davon aus, dass wir uns diesen auch am Donnerstag stellen müssen.“

Duelle auf diesem Niveau sind die Berliner „Dauerbrenner“ Robert Kromm , Paul Carroll und Sebastian Kühner gewohnt. Traf man doch zuletzt in KO-Spielen der Königsklasse regelmäßig auf Kazan. Das letzte Match datiert aus dem Frühjahr, als man beim Final Four in Rom nach einem knappen ersten Satz im Halbfinale letztlich klar unterlag (0:3). Vielleicht öffnet der seit fünfzehn Champions-League-Spielen ungeschlagene Gegner in der Gruppenphase nun einmal das Türchen für einen Satz- oder sogar Punktgewinn. „Es ist natürlich das schwerste Spiel der Saison, aber ich sehe das als Chance, uns zu beweisen. Nur mit voller Konzentration kann man gegen Kazan mithalten, andernfalls wird kurzer Prozess gemacht. Wir möchten am Donnerstag unser maximales Können zeigen“, gab Reynolds sich vor dem Abflug nach Tatarstan bescheiden.

Das zweite Spiel der BR Volleys in der Champions League Gruppe D ist live auf www.laola.tv/volleyball zu sehen.

 

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