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Großartige Kulisse bejubelt Heimsieg

Bundesligen: Großartige Kulisse bejubelt Heimsieg

30.11.2017 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 348 Ansichten

Das war eine mehr als gelungene Free-TV-Premiere im Volleyballtempel für die Berlin Recycling Volleys gegen die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching! Der Deutsche Meister und der Liganeuling boten den 5.569 Fans in der Arena und den Zuschauern daheim auf SPORT1 ein spektakuläres Spiel, aus dem das Heimteam mit einem 3:1-Erfolg (25:20, 21:25, 25:16, 25:23) und drei Punkten hervorging. Damit ist der Abschluss des Heimspiel-Jahres 2017 geglückt.

Großartige Kulisse bejubelt Heimsieg - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Luke Reynolds setzte im richtungsweisenden Spiel gegen die AlpenVolleys wieder auf die bewährten Berliner Kräfte. Neben Robert Kromm sahen die gut 5.500 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle Paul Carroll, Steven Marshall, Graham Vigrass, Georg Klein , Pierre Pujol und Luke Perry in der Startformation.

Zuspieler Pujol gab in der Anfangsphase des Matches viele Bälle an Carroll, der sich auch von einem starken Hachinger Block nicht beeindrucken ließ und gut ins Spiel fand (6:5, 9:9). Nachdem der Australier auch die nächsten drei Angriffe in Punkte verwandelte, konnten die BR Volleys sich in der Folge erstmals deutlich absetzen (16:13, 22:18). Die Hauptstädter zeigten vor allem eine gute Blocksicherung, sodass Carroll mit seinem neunten Punkt im ersten Satz den Durchgang entscheiden konnte (25:20).

Berlins Volleyballteam Nr. 1 zeigte sich gut im Rhythmus und legte im zweiten Satz dank Kromms Breakpunkten wieder vor (7:5). Die Gäste von Trainer Stefan Chrtiansky leisteten aber weiter starke Gegenwehr und entschieden auch den bis dato spektakulärsten Ballwechsel für sich (9:10). Kromm und Carroll punkteten im zweiten Satz zwar weiter verlässlich, aber die AlpenVolleys hielten mit ihren zwei erfahrenen Brasilianern im Mittelblock das Tempo hoch (17:18). Während Chrtiansky mit der Einwechslung von Peter Mlynarcik ein Glücksgriff gelang, trafen die BR Volleys in der Crunchtime zu oft die falschen Entscheidungen und gaben Satz zwei verdientermaßen ab (21:25).

Eine Reaktion war gefordert und die zeigte der Deutsche Meister vor allem mit einer verbesserten Annahme (keine Annahme-Fehler im gesamten Match). Bis zum 7:7 blieb es ausgeglichen, dann zogen Kromm & Co das Tempo an. Mit viel Druck im Aufschlag und stabilem Block ließ man die Gäste nicht mehr zur Entfaltung kommen (12:7, 20:11). Folgerichtig blockte Klein nach Fußabwehr von Pujol zur erneuten Satzführung (25:16).

Nun war wieder der Liganeuling am Zug und legte vor (3:8). Reynolds reagierte und brachte mit Aleksandar Okolic neue Energie auf den Court. Beflügelt davon besserte sich die Blockarbeit wieder (Vigrass und Carroll waren erfolgreich) und die Berliner begannen die Aufholjagd (9:10). Auch Sebastian Kühner kam ins Spiel und servierte dem starken Carroll die schwierigen Bälle punktgenau. Mit dem späteren MVP Steven Marshall am Aufschlag wurde der Satz gedreht (19:17). Der Mittelblock um Okolic packte noch einmal entscheidend zu (22:20) und nach einem Fehlaufschlag der Gäste konnte der letzte Heimsieg 2017 bejubelt werden(25:23).

Luke Reynolds zeigte sich erleichtert über drei wichtige Bundesligapunkte: „Nach den letzten Spielen war das heute ein großer Schritt nach vorn, der uns Selbstvertrauen geben sollte. Die Jungs sind alt genug und haben nach den Niederlagen viel unter sich gesprochen. Das hat gewirkt und daran sollten wir anknüpfen. Man muss es genießen zu spielen, dann hält man auch dem Druck stand.“ Auch in das Gesicht von Robert Kromm war das Lächeln nach Spielende zurückgekehrt: „Man hat heute gesehen, dass wir Spaß hatten, gekämpft haben und viele Bälle vom Boden gekratzt haben. Das hat sich auf die Zuschauer übertragen und eine tolle Atmosphäre geschaffen.“

Das sah sein Trainer genauso und fügte an: „Was fast noch wichtiger ist, war die Werbung für den Sport. Die Zuschauerzahl, die Live-Übertragung und ein erfolgreiches erstes Match gegen ein deutsch-österreichisches Team sind klasse Schlagzeilen.“ Daran können die BR Volleys in der kommenden Woche anknüpfen, wenn es zum ersten Champions League Spiel nach Polen zu Jastrzebski Wegiel geht (06. Dez um 20.30 Uhr).

 

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