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Bundesligen: Es bleibt spannend

11.11.2017 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 315 Ansichten

Nach der großen Pokalschlacht am Mittwochabend richtet sich der Blick des Hauptstadtclubs nun wieder auf die Volleyball Bundesliga: Am Sonntag (12. Nov um 16.00 Uhr) geht es für die BR Volleys gegen den Tabellennachbarn aus Lüneburg, der unter der Woche ebenfalls ins Viertelfinale des DVV-Pokals einzog, darum, den Anschluss an die Spitze der Liga zu halten.

Es bleibt spannend - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Während die Berliner einen intensiven Kraftakt vollbringen mussten, um einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg umzuwandeln, zogen die Gäste aus Lüneburg bereits am Dienstag mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg beim Drittligisten ASV Dachau in die Runde der letzten acht Teams des DVV-Pokals ein. Wie hoch die Ziele der Lüneburger in Cup und Meisterschaft angesetzt sind, wollte Trainer Stefan Hübner vor der Saison nicht verraten: „Wir werden inhaltlich und zeitlich mit sehr vielen kleinen, individuellen Bausteinen arbeiten, um insgesamt Verbesserungen für die Mannschaft zu erzielen. Wozu das letztendlich reicht, wird man dann im sportlichen Wettkampf mit den anderen Teams feststellen“. Der Start in die Spielzeit ist seiner Mannschaft jedenfalls schon einmal geglückt: Nach zwei klaren Erfolgen gegen Düren und Solingen und einer knappen Auswärtsniederlage in Herrsching steht die SVG momentan auf Platz fünf – und somit einen Platz vor den BR Volleys.

Als große Verstärkung stellten sich dabei die sechs Neuzugänge heraus, die die Verantwortlichen des Clubs aus Niedersachsen in die Hansestadt lockten. Beachtenswert: Keiner von ihnen ist älter als 24 Jahre. „Wir haben unser Team bewusst verjüngt. Es besteht aus siegeshungrigen Spielern, die als starke Gemeinschaft auftreten“, erklärt der ehemalige Weltklasse-Mittelblocker Hübner die Transferstrategie. Unter den Neuen befinden sich mit Ryan Sclater, Raymond Szeto und Tyler Koslowsky gleich drei Kanadier, die die etablierten Leistungsträger wie Kapitän Matthias Pompe und Außenangreifer Cody Kessel ergänzen sollen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Jung-Nationalspieler Adam Kocian, der in dieser Saison die Nummer eins im Zuspiel der „LüneHünen“ ist. Coach Hübner schenkt dem 22-Jährigen sehr viel Vertrauen, das dieser bisher zurück zu zahlen weiß.

Auch aufseiten des Hauptstadtclubs ist das Zuspiel nach dem Pokalsieg gegen Düren ein Thema. Neuzugang Pierre Pujol zeigte früher als von vielen erwartet, welche Verstärkung er für das BR Volleys Team sein kann. Ob der Franzose nach seiner langen Verletzungspause auch am Sonntag gegen die Lüneburger sofort wieder ans Netz geht oder Coach Luke Reynolds doch das druckvolle Spiel von Sebastian Kühner bevorzugt, bleibt eine interessante Frage. Die Qual der Wahl steht dem Australier nach den starken Pokalauftritten von Kyle Russel und Steven Marshall auch auf anderen Positionen bevor.

Reynolds tritt trotz der Energieleistung gegen die Powervolleys erstmal auf die Euphoriebremse: „Lüneburg hat ein wirklich gutes Team, das hungrig nach Erfolg und gut gecoacht ist. Wir werden diesen Kontrahenten definitiv nicht auf die leichte Schulter nehmen!“ Auch bei der SVG Lüneburg übt man sich vor dem Duell der Tabellennachbarn in Bescheidenheit: „Berlin hat so eine klasse Mannschaft mit internationalen Topspielern. Wir haben dort aber immer sehr gut gespielt und das möchten wir auch am Sonntag tun, den Rest wird man sehen“, sagte Kapitän Pompe. Bei diesen gegenseitigen Lobenshymnen darf sich das Publikum im Berliner Volleyballtempel definitiv auf ein spannendes Match freuen.

 

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