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Eltmanner Oshinos legten los wie die Feuerwehr

2. Bundesligen: Eltmanner Oshinos legten los wie die Feuerwehr

15.10.2017 • 2. Bundesligen • Autor: R. Müller 273 Ansichten

Eltmann. Milan Maric prägte erleichtert nach dem Match gegen das Rote Rudel nur einen Satz, der all seine Emotionen beiinhaltet „Wir haben in diesem Spiel unseren Weg gefunden!“

Eltmanner Oshinos legten los wie die Feuerwehr - Foto: VC Eltmann

Foto: VC Eltmann

375 Zuschauer im Franken-Hangar in Eltmann hatten sich auf einen harten Kampf und einen langen Abend eingestellt, und waren dann doch überrascht, dass nach 81 Minuten der Matchpoint kam. Die Oshinos hatten in dieser Zeit mehrere Stufen übersprungen, waren dort wieder angekommen waren, wo man sie so schnell gar nicht erwartet hatte – sie sind der neue Tabellenführer.

Die Worte der Selbstkritik von Kapitän Sebastian Richter nach der Niederlage im Bayrischen Pokalfinale fielen auf fruchtbaren Boden, jeder ging hochmotiviert in die Begegnung gegen das Team des Brasilianers und Ex-Eltmanners Thiago Welter.

Mit einem, selbst in der Meistersaison des Vorjahr selten erlebten Blitzstart, legten die Merten Krüger&Co. selbstbewusst vor, führten wenige Minuten nach dem ersten Spielpunkt von Kellermann bereits mit 8:3. Das Rote Rudel aus Fellbach zeigte sich überrascht und beeindruckt, und kam im ersten Teil von Satz Nr. 1 überhaupt nicht ins Spiel, abgesehen von einem hochklassigen Ballwechsel, der für das Welter-Team zum 8:4 führte.

Doch Eltmann steckte das weg, übernahm wieder das Zepter, und zog auf 19:10 (!) davon. Dann allerdings deutete Fellbach seine Klasse an, und nach einem Aufschlag-Ass von Lagzdins Valters (3), nach Matchende als bester Fellbacher geehrt, setzten die Rand-Stuttgarter zur Aufholjagd an.
Mättig (4) hatte eine Aufschlagserie und die Gäste kamen auf 20:17 heran.

Doch Schippmann und Richter machten dann wichtige Punkte für die Oshinos, und nach einem herrlichen Block gegen einen Harms-Angriff stand mit 24:18. Doch die Fellbacher, Welter gestikulierte intensiv von der Seitenlinie, kamen nach starken Angriffen bis auf 24:22 heran, verschlugen dann allerdings selbst, und die Trommler der Eltmanner Red Barons bejubelten den ersten Satzgewinn.
Im zweiten, dem Schlüsselsatz blieb es lange eng, lediglich nach einem Ass von Peta konnten sich die Oshinos auf 10:7 mit drei Punkten absetzen. Doch man spürte, die Fellbacher wollten diesen Satz nicht abgeben und hielten voll dagegen. Nach einem echt erstligareifen Ballewechsel gingen sie selbst mit 18:19 in Front.
Doch Oshino-Kapitän Sebastian Richter behielt die Nerven, glich zum 19:19 aus.

Es blieb hochspannend, Nürnberger versuchte sich mit mehreren Aufschlägen. Nach dem 22:21 zeigte bei einem wahren Netzgeplänkel Mr. Zuverlässig, Chris Novak, Nervenstärke, und erkämpfte das 23:21.
Ein wiederum hochklassiger und langer Ballwechsel endete diesmal nicht mit einem Gästepunkt, sondern mit dem 24:21 für die Oshinos. Mit absoluter Wucht band danach Mircea Peta den Sack zu.
Nachdem die Lucky Angels und die Little Angels, der Stolz der Fanclub-Chefin Micha Barthelmes, die Pause mit Tanz und Artistik verschönten, begannen die Oshino Volleys wie schon den ersten Satz mit einem „Auftakt furioso“.
Sie enteilten auf 5:0, hielten den Vorsprung bis zum 10:5. Dass das Rote Rudel trotzdem ein Spitzenteam der Bundesliga Süd ist, bewies der nachfolgende lange Ballwechsel, fast analog der Schlußphase des Supercup-Finales der Frauen zwischen Schwerin und Stuttgart. Es gab Spontanbeifall von den Rängen, die Oshinos hatten dabei das Glück des Tüchtigen und erhöhten auf 11:5.
Der Vorsprung wuchs an, doch kurzzeitig gelang den Fellbachern Top-Aktionen wie das Aufschlag-Ass von Manuel Harms (1) zum 19:13.

Eindrucksvoll der Einsatz von Timon Schippmann, der wie ein Löwe kämpfte, mittlerweile variantenreicher spielt als noch im Vorjahr, und zu Recht seine zweite MVP-Goldmedaille im Eltmanner Trikot entgegennehmen konnte.
Als nach dem 20:15 Peta und Richter weitere wichtige Punkt gelangen, war der Fellbacher Widerstand endgültig gebrochen. Der Matchpoint zum 25:17 war ein eindrucksvoller Blockpunkt, der die geschlossene Mannschaftsleistung der Oshinos unterstrich, bei denen jeder für jeden da war.

Bereits am kommenden Samstag geht es auf hohem Niveau weiter, denn die Pietzonka-Schützlinge aus Delitzsch gastieren im Eltmanner Hangar – beim Spitzenreiter, wie man derzeit wieder stolz in Eltmann sagen kann. In Delitzsch gab es diesmal ebenfalls nach exakt 81 Spielminuten (wie in Eltmann) einen großen Kampf, aber letztlich eine 0:3-Heimniederlage, da sich dort die Schwaiger den Frust aus der Heimniederlage gegen die Oshinos von der Seele schmetterten.

Für die Oshinos wird es darauf ankommen, nahtlos an die Top-Leistung gegen Fellbach anzuknüpfen und erneut mannschaftliche Geschlossenheit zu demonstrieren, denn dann dürfte bei Delitzsch der Hammer-Paul wieder dabei sein. -Rolf Müller-
VC Oshino Eltmann: Richter; Kessel, Novak, Engel, Peta, Kolbe, Schmitt, Krüger, Nürnberger, Kellermann, Späth, Werner, Schippmann

 

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