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134 Minuten Volleyball-Maximalspannung im Hangar

2. Bundesligen: 134 Minuten Volleyball-Maximalspannung im Hangar

25.09.2017 • 2. Bundesligen • Autor: R. Müller 362 Ansichten

Eltmann (rom). Milan Maric tanzte mit seinen Spielern nach dem hart erkämpften Tie Break-Sieg gegen Rüsselsheim erleichtert den Siegestanz. Es gab zwar nur zwei Punkte zur Belohnung, diese waren hart erkämpft, doch die Oshinos hätten auch gegen das Ferradas-Team leer ausgehen können.

In einer ersten Stellungnahme, weit nach 22 Uhr, das Match hatte um 19.30 Uhr begonnen, verwies er erleichtert darauf, dass er seinem Gegenüber für ein voll spannendes und hochklassiges Match gratuliert habe. „Rüsselsheim ist einer der unangenehmsten Gegner in der Süd-Liga. Das war in der Vorsaison so, und der Rüsselsheimer Sieg gegen Schwaig war für uns eine echte Warnung. Es war alles drin, drei Punkte, Tie-Break, und auch eine klare Niederlage“ - so der erfahrene Coach der Oshinos.
Schon der erste Satz war ein Mammutprojekt. Anfangs im Rückstand gelang es den Eltmannern durch großen Kampf, aus einem 3:5 ein 11:6 zu machen, führte zur zweiten technischen Auszeit noch 16:14, erhöhte anschließend durch Peta gar auf 17:14. doch wenige Minuten später gelang dem Rüsselsheimer Top-Scorer Phillip Schumann der 19:19-Ausgleich. Dann gelang Kellermann und snschließend Kapitän Richter mit 22:21 noch zweimal die Führung.Zum Entsetzen der Fans war einige Minuten später die Netzkante mit dem Ferradas-Team verbündet, Rüsselsheim führte plötzlich 22:24, hatte Satzball.

Doch der wurde abgewehrt, aber es gelang nur der Ausgleich und die Gäste führten dann immer mit einem Punkt. Auch bei Schumanns 26:27 konnten die Oshinos nochmals ausgleichen, und waren beim 29:28 und beim 30:20 selbst im Vorteil, konnten ihre Satzbälle nicht veredeln. Das rächte sich, denn mit 30:32 ging letztlich der Satz an die Gäste, doch Sebastian Richter und seine Mitspieler zeigten Moral.

Denn im zweiten Satz zogen sie durch einen Schippmann-Angriff auf 6:2 davon. Als dann ein Krüger-Lupfer das 13:6 und nach einem erstligareifen Ballwechsel mit viel Beifall der mittlerweile 300 in der Halle gar das 14:6 gelang, war Eltmann auf der Siegerstraße, was der nachfolgende Spielstand von 20:11 nach Schippmanns Angriff bewies.

Als dann Schumann einen Aufschlagkracher nicht über, sondern in das Netz drosch, war die Messe in diesem Satz gelesen. Petas Hammerhieb zum 23:14 vertrieb alle Zweifel, und nach dem 25:15 gab es endlich richtigen Jubel bei den Red Barons -Trommlern und viel Beifall.
Die Chearleader der Oshinos zeigten in der Pause ihr Können, wurden mit viel Applaus bedacht.
Satz Nr. 3 sorgte anfangs wieder für Entsetzen beim Eltmanner Publikum, denn ein 1:5-Rückstand ließ in manchen Köpfen Horrorvisionen entstehen. Aber die Oshinos kamen wieder heran, gingen durch Kapitän Richter mit 7:6 selbst in Führung. Und als später Novak über die Mitte den Punkt zum 17:15 markierte, war die Aussicht auf den Satzgewinn real. Doch dann wieder Nervenflattern, denn aus einem 20:20 wurde ein 20:24-Rückstand und bei Rüsselsheim waren Zuspieler Dinges (2), als bester TG-Akteur geehrt, und auch Grabowski im Focus. Vier Satzbälle für Rüsselsheim, und einer von diesen saß dann auch. Mit 21:25 ging Satz Nr. 3 für die Gastgeber wieder verloren, trotz mehrfacher Führung im Mittelteil.
Im vierten Satz wieder eine Schrecksekunde nach einem 2:4-Rückstand, doch dann drehten die Oshinos auf, gingen mit 8:4 in die technische Auszeit.
Anschließend wieder Erstligavolleyball mit einem Superballwechsel, aber den Punkt machte Rüsseslheim durch Schumann.
Nach dem 9:6 dann ein Ass des Rüsselsheimers Voeske, der sich mit seinen (bescheidenen) 1,88 m mehrfach über den Eltmann-Block schraubte, und seinen Schlägen die Wucht gab, die auf Eltmanner Seite vornehmlich Peta zugeschrieben wird.
Eine starke Phase hatte dann im Angriff Timon Schippmann mit zwei wichtigen Punkten, vorher allerdings Artistik pur von Max Kolbe, trotz der nicht ganz überwundenen Verletzung wieder der Derwisch auf dem Feld. Bei einem weiteren langen Top-Ballwechsel hatte er eine reflexartige Abwehraktion, die, als sich der Ball mitten in das gegenerische Feld zum 15:9 senkte, einen wahren Beifallssturm auslöste. Sowohl Knauer, Schmitt, Bibrack, Werner, Kessel und der verletzte Engel hielt nichts mehr auf der Bank, sie schraubten sich getreu dem Motto: „Fly, Eltmann, Fly“ in die Luft.
Als dann Kapitän Richter, der seine Kampfleistung an diesem Abend dem Geburtstag seiner Frau gewidmet hatte, das 23:16 markierte, waren auch die letzten Zweifler überzeugt, dass der Tie Break ansteht. Hansi Nürnberger und weitere Wechselspieler hatten Kurzeinsätze, teilweise auch in kritischen Situationen kurz vor Satzende.
Und der Ballwechsel, der dann zum 25:17 führte, war wiederum beiderseits vom Feinsten.
Im Tie Break selbst merkte man die Nervosität beim 3:3-Gleichstand, doch Peta, Schippmann und Abwehrkunststücke von Kolbe, was ihm die MVP-Medaille einbrachte, beseitigten wieder die Siegzweifel.
Schumann zeigte dann wieder Nerven, hämmerte bei 6:4 einen Aufschlag ins Netz und Schippmann konnte dann ein herrliches Ass zum 8:4 bejubeln. Novak, Peta und Krüger machten dann ihre Punkte, zeigten Nervenstärke, Kolbe zeigte weiter Artistik, und Kapitän Richter löste mit dem verwandelten Matchpoint zum 15:9 sein Geburtstagsversprechen endgültig ein.
Zwar steht man nach drei Spielen mit der Niederlage in Mainz, diese setzten sich durch den 3:1-Sieg in Delitzsch an die Tabellenspitze, und dem Tie Break-Punkt der Rüsselsheimer derzeit lediglich auf Rang 5, doch alle Fans erkannten, der erste Heimspielsieg war eine Mannschaftsleitung und macht Mut für die nächsten Top-Spiele in Schwaig und daheim gegen Fellbach und Delitzsch.
Spielverlauf nach Sätzen: 30:32, 25:15, 21:25, 25:17, 15:9
VC Eltmann: Richter, Novak, Kessel, Peta, Kolbe, Schmitt, Krüger, Nürnberger, Kellermann, Werner, Knauer, Schippmann, Bibrack

 

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