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Die BR Volleys sind Deutscher Meister 2017!

Bundesligen: Die BR Volleys sind Deutscher Meister 2017!

07.05.2017 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 337 Ansichten

Die Berlin Recycling Volleys haben ihren Titel verteidigt und sind Deutscher Volleyball Meister 2017. Im dritten und alles entscheidenden Finalspiel gegen den VfB Friedrichshafen gewannen die Hauptstädter am Sonntag vor 3.750 Zuschauern in der ZF-Arena mit 3:1 (25:22, 25:27, 25:20, 25:22). Damit krönte die Mannschaft die Saison 16/17 nach der Teilnahme am Pokalfinale und am Champions League Final Four mit dem achten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Trainer Roberto Serniotti vertraute der Formation, die am Mittwochabend im Volleyballtempel die letzten drei Sätze für sich entschied und die Finalserie damit ausglich: Robert Kromm , Ruben Schott, Felix Fischer , Tsimafei Zhukouski, Paul Carroll, Graham Vigrass und Luke Perry starteten für die BR Volleys.

Vom ersten Ballwechsel an agierten beide Mannschaften mit großer Leidenschaft und hoher Intensität. In einem über weite Strecken ausgeglichenen ersten Satz blockte Kromm zum entscheidenden Break (20:18), das der Hauptstadtclub nach einem Netz-Aufschlag von Malescha ins Ziel brachte (25:22). Daraus zog der Titelverteidiger wichtiges Selbstvertrauen und legte auch im zweiten Satz vor (12:7). Die Friedrichshafener kämpften sich jedoch ganz stark zurück (17:17) und hatten nach zwei vergebenden Berliner Satzbällen und einem krachenden Service von Mustedanovic das bessere Ende für sich (25:27).

Kleinigkeiten blieben in diesem "Duell der Giganten" auch in der Folgezeit ausschlaggebend. Im dritten Satz waren dies die Aufschläge von Felix Fischer in seinem 512. und letzten Spiel für die BR Volleys (17:14) sowie die routinierte Kaltschnäuzigkeit von Kapitän Robert Kromm im Angriff (24:20). Paul Carroll verwandelte zur vom Berliner Fanblock lautstark bejubelten Satzführung (25:20). Auch der vierte und letzte Durchgang blieb bis in die "Crunchtime" knapp, dann setzte Tsimafei Zhukouksi einen ganz wichtigen Block (22:20). Während der "7. Mann" sich die Kehle aus dem Hals schrie, begann beim VfB das Nervenflattern. Das Team von Coach Serniotti wusste zu nutzen und nach spektakulärer Abwehr von Kromm verwandelte Carroll zum vorletzten Berliner Punkt (24:21). Kurz darauf donnerte Ruben Schott den Ball zur Titelverteidigung auf den Boden der ZF-Arena und bei den Hauptstädtern brach grenzenloser Jubel aus (25:22).

Unter lauten "BRV"-Rufen zeigte sich Robert Kromm am Sportdeutschland.TV-Mikrofon stolz auf sein Team: "Es ist Wahnsinn, was hier heute passiert ist – nach dieser Saison mit all ihren Höhen und Tiefen. Von wegen wir wären eine Mannschaft ohne Herz und Charakter. Die Ansprüche an uns waren so hoch und heute haben wir uns für unseren Zusammenhalt gemeinsam belohnt. Ich freue mich ganz besonders für Felix und dieses grandiose Ende einer noch grandioseren Karriere."

Der erfolgreichste Spieler der Vereinsgeschichte selbst war sichtlich gerührt: "Ich hatte mir vorgenommen nicht zu weinen, aber was soll man machen. Wir haben es fünfmal hintereinander nicht geschafft, den VfB zu bezwingen und jetzt haben wir diese zwei letzten Spiele gewonnen. Das ist mental eine riesige Leistung. Dass ich jetzt noch zweimal ran durfte und es so geklappt hat, ist fantastisch, auch wenn es am Ende wirklich an die Substanz ging", sagte ein bewegter Felix Fischer im Interview mit Kommentator Dirk Berscheidt.

Eine Spielzeit mit drei Finalteilnahmen und der Deutschen Meisterschaft als krönenden Abschluss feiern die BR Volleys gemeinsam mit Ihren Fans, Volunteers, Sponsoren und Unterstützern am 09. Mai ab 18.30 Uhr in der VIP-Lounge der Max-Schmeling-Halle.

 

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