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Comeback zum Finalausgleich

Bundesligen: Comeback zum Finalausgleich

04.05.2017 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 529 Ansichten

7.895 Zuschauer in einer prallgefüllten Max-Schmeling-Halle erlebten am Mittwochabend, wie die Berlin Recycling Volleys mit einem 3:1-Heimerfolg (24:26, 25:23, 25:16, 25:21) gegen den VfB Friedrichshafen die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft ausglichen. Dabei drehten die Hauptstädter, angetrieben vom lautstarken Publikum, einen 0:1-Satzrückstand und machten so MVP Felix Fischer in seinem letzten Heimspiel überglücklich. Nun tritt das BR Volleys Team am Sonntagnachmittag (07. Mai um 14.30 Uhr) zur Entscheidung um den letzten Titel der Saison in der ZF-Arena am Bodensee an.

Comeback zum Finalausgleich - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Roberto Serniotti setzte in diesem zweiten Finalspiel auf eine deutsche Gruppe in der Startformation. Neben dem Urgestein Fischer begannen Ruben Schott, Robert Kromm sowie Sebastian Kühner und wurden durch Paul Carroll, Graham Vigrass und Luke Perry ergänzt.

Der VfB erwischte die Gastgeber zunächst auf dem völlig falschen Fuß (0:4), aber nach einer frühen Auszeit von Serniotti und einem krachenden Vigrass-Block waren die Berliner im Spiel angekommen (4:4). Fortan begegneten sich beide Mannschaften auf absoluter Augenhöhe, wobei die Hauptstädter stets einem Punkt hinterherliefen (7:8, 15:16). Das langersehnte Break verbuchten die BR Volleys durch Carroll (23:22). Somit gehörte der erste Satzball – wie schon so oft in dieser Saison – Kromm & Co. Allerdings wurde dieser – wie schon so oft in dieser Saison – von den Häflern nervenstark abgewehrt und der einzige Block der Gäste im ersten Satz ließ das Momentum kippen. Das aus den bisherigen Duellen dieser Saison bekannte Muster trat ein: Der Belgier Rousseaux schlug den BR Volles Block zum Satzgewinn für Friedrichshafen an (24:26).

Die Hausherren brauchten einige Minuten, um diesen bitteren Verlauf des ersten Satzes zu verarbeiten. Das nutzte Friedrichshafen erneut zur frühen Führung (2:5). Die Wende kam mit der Einwechslung von Zuspieler Tsimafei Zhukouski. Erst konnten die Berliner mit seinem Service ausgleichen (8:8), dann drehten sie richtig auf. Carroll mit dem ersten Break, dazu ein Ass von Kromm und ein Block von Schott rissen die Fans von den Tribünen (18:14). Als die BR Volleys scheinbar souverän dem Satzausgleich entgegensteuerten, wurde die Atmosphäre im Volleyballtempel endgültig hitzig. Eine strittige Szene wurde zugunsten der Häfler ausgelegt (22:21) und Coach Serniotti, der mit der Entscheidung keinesfalls einverstanden war, sah die rote Karte, was den Ausgleich zur Folge hatte (22:22). Doch im entscheidenden Moment griff der Doppelblock mit Fischer und Zhukouski zu (24:22). Kocian kam zum Aufschlag und setzte diesen zur Freude der fast 8.000 Zuschauer ins Netz (25:23).

Zwar erwischte Friedrichshafen auch im dritten Satz den besseren Start (6:8), aber die Berliner versprühten nun den Glauben an die eigene Stärke. Mit der nächsten Aufschlagserie von Zhukouski drehten die Männer in Orange das Ergebnis (11:9) und spielten sich phasenweise in einen Rausch (16:14). Lediglich zwei Punkte gab der Hauptstadtclub in diesem Durchgang noch ab. Mit einen weiterhin bestens aufgelegten Zhukouski sowie einem in dieser Phase überragenden Schott brannte nichts mehr an (22:15, 24:16). Vigrass veredelte zum Satzgewinn (25:16).

Die BR Volleys agierten in der Folgezeit stabil und profitierten von ungewohnt häufigen Fehlern der Heynen-Truppe (8:6). Schon sehr früh hatte der VfB-Trainer seine Auszeiten aufgebraucht und die Berliner drückten permanent mit Schnellangriffen über Fischer und Vigrass auf das Tempo (16:12). Kurzzeitig keimte Hoffnung bei den 50 mitgereisten und ebenfalls stimmungsvollen Häfler-Fans auf, denn der VfB konnte den Rückstand verkürzen (18:16). Carroll bewies jedoch Nervenstärke und verwandelte mehrfach aus schwieriger Position, so blieb der Deutsche Meister auf der Siegerstraße. Ein Fischer-Block brachte den Volleyballtempel fast zur Explosion (22:18). Die Zuschauer erhoben sich von ihren Rängen, bis Schot zum Matchgewinn und Ausgleich in der Finalserie vollstreckte (25:21).

Ein sichtlich berührter MVP Felix Fischer freute sich über das gelungene letzte Heimspiel seiner Karriere und den Ausgleich in der Finalserie: "Es war ein fast perfekter Abend. Ich bin glücklich, mit diesem Match meine Heimspiel-Karriere beendet zu haben. Ich war schon den ganzen Tag unruhig und seit langer Zeit mal wieder richtig nervös. Heute haben wir gegen den VfB endlich mal unser Champions-League-Gesicht gezeigt. Nach dem ersten Satz haben wir zu unserem Spiel gefunden, wenig Fehler gemacht und mit Tsimas Einwechslung kam neuer Schwung. Jetzt ist alles auf null und wir fahren mit Selbstvertrauen an den Bodensee."

VfB-Trainer Vital Heynen zollte dem Gastgeber seinen Respekt: "Berlin war heute einfach besser. Da bringen uns die fünf Siege vorher auch nichts. Wir kamen zwar im zweiten Satz nochmal zurück, aber danach wurde es schwierig, weil Berlin wirklich hochprozentig angegriffen hat. Jetzt trifft am Sonntag der mentale Vorteil auf den Heimvorteil." Eine interessante Konstellation, die ganz Volleyball-Deutschland zum Abschluss einer packenden Saison ein letztes Mal begeistern dürfte. Die BR Volleys und ihre Fans fiebern diesem absoluten Saisonhöhepunkt entgegen.

 

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