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Bayernpokal traditionell ein Volleyballfest

Jugend: Bayernpokal traditionell ein Volleyballfest

11.04.2017 • Jugend • Autor: Georg Kettenbohrer 443 Ansichten

Es ist der Höhepunkt der Talentsichtung des Bayerischen Volleyball-Verbandes. Beim Bayernpokal in Fürth kamen am Wochenende wieder die Top-Talente der Bezirke des Freistaats zusammen, um ihre Besten zu ermitteln. Der TV Fürth 1860 organisierte gemeinsam mit dem Bezirk Mittelfranken ein rauschendes Volleyball-Fest. Jedoch wurden die Nachwuchssorgen vor allem im männlichen Bereich offensichtlich.

„Das Organisationsteam um Sigi Rosenow hat wieder hervorragende Arbeit geleistet“, freute sich BVV-Präsident Klaus Drauschke am Sonntagabend. „Es war perfekt organisiert und die Spieler haben tolle Leistungen gezeigt.“ Landestrainer Werner Kiermaier fügte hinzu: „Wir haben auch im älteren Jahrgang wieder ein Talent entdeckt, das wir noch nicht auf dem Zettel hatten. Diese Talente würden uns ohne den großen Bayernpokal durch die Lappen gehen“, rechtfertigt Kiermaier das Sichtungsturnier des BVV. Auch die Organisatoren um Sigrid Rosenow zeigten sich nach dem Bayernpokal sehr zufrieden: „Es hat alles super funktioniert“, so Rosenow. „Einzig die Frühstückssemmeln kamen eine Stunde zu spät am Sonntag. Aber wenn das das einzige Problem ist, dann denke ich haben wir einen guten Job gemacht.“ Das bestätigte auch Markus Hartinger, der Bezirksvorsitzende von Mittelfranken: „Die Organisation war hervorragend. Man hat die große Erfahrung des Organisationsteams vom TV Fürth 1860 gespürt. Die Kulisse in der nagelneuen Julius-Hirsch-Sporthalle war toll.“ Dass diese rechtzeitig fertig wurde, war eine Arbeit just in time. Noch bis zur letzten Stunde vor dem Beginn des Turniers war in der Halle das Surren von Akkuschraubern zu hören. Dementsprechend erleichtert und froh waren Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Sportbürgermeister Markus Braun, Baureferent Joachim Krause und Projektleiter Martin Müller, als sie sahen, dass die Halle ihre Feuertaufe bestanden hatte und viel Lob für das Gebäude von allen Seiten kam.

Im Gegensatz zur Halle waren die Volleyball-Experten mit der sportlichen Qualität der Wettkämpfe nicht zufrieden. Die Talentdichte in den Auswahlteams ließ zu wünschen übrig. Vor allem im männlichen Bereich macht sich der Verband Sorgen. „Im männlichen Bereich ist das Leistungsgefälle zwischen den einzelnen Bezirken deutlich geworden“, so Drauschke. „Hier müssen wir gemeinsam mit den Bezirken eine Lösung erarbeiten, wie wir hier gegensteuern können. Das ist unsere Hausaufgabe für die nächsten Monate.“

Das Leistungsgefälle zeigte sich auch im Endergebnis des Bayernpokals. Bei den Buben gingen die Siege in den Altersklassen U15 und U17 an Oberbayern. Auch im weiblichen Bereich sicherte sich Oberbayern den Titel im jüngeren Jahrgang U14. Lediglich bei den Mädchen in der Altersklasse U16 konnte sich mit Schwaben ein anderer Bezirk durchsetzen.

Bei den Mädchen sieht im jüngeren Jahrgang die Situation viel positiver aus als bei den Buben. „Nachdem wir alle Spielerinnen gescoutet haben sind 28 Spielerinnen übriggeblieben, die wir für den nächsten Ausbildungsabschnitt ausgewählt haben“, erklärte Landestrainer Werner Kiermaier. Aufgrund der vorhanden Spielstärke und guten technischen Ausbildung plant Kiermaier bereits in dieser Saison an Turnieren teilzunehmen. „Das machen wir nur, wenn wir konkurrenzfähig sind. Heuer kann ich mir sogar vorstellen mit zwei Teams zu den ersten Turnieren zu fahren.“

Auch bei den Buben konnte Landestrainer Peter Meyndt in beiden Jahrgängen starke Auswahlteams benennen. Denn in der Spitze gibt es auch bei den Buben wieder eine Reihe an sehr guten Spielern. Jedoch fehlt es in der Breite. Dieses Problem zu lösen gilt es jetzt für den Verband. Dabei kommt es gelegen, dass die Wiedereinführung des G9 an den bayerischen Gymnasien den Jugendlichen wieder mehr Zeit für den Sport geben kann. Präsident Drauschke bringt es jedoch auf den Punkt: „Darauf dürfen wir uns aber nicht blind verlassen. Vielmehr gilt es jetzt gemeinsam mit den Bezirken Konzepte zu entwickeln, um die Volleyballvereine vor Ort bei der Talentsichtung und Talentgewinnung zu unterstützen.“

Der Bayernpokal spielt bei der Talentsichtung seit jeher eine wichtige Rolle. Umso mehr freute es Organisationschefin Sigrid Rosenow vom TV Fürth 1860, dass der BVV seine Wertschätzung gegenüber der Veranstaltung gezeigt hat: „Im Vorfeld wurden wir durch Tom Gailer in der Geschäftsstelle sehr gut unterstützt. Zudem war neben Präsident Klaus Drauschke auch Vizepräsident Dr. Oliver Oetke vor Ort. Das hat uns sehr gefreut, genau wie das Lob, welches all unsere Helfer an diesem Wochenende von den Teilnehmern bekommen haben.“

Oberbayern dominiert den Volleyball Bayernpokal in Fürth


Der Bayernpokal 2017 in Fürth ist Geschichte. Es war ein großer sportlicher Erfolg für den Volleyball-Bezirk Oberbayern. Der größte bayerische Volleyball-Bezirk sicherte sich drei von vier Titeln (U14 weiblich, U15 männlich, U17 männlich). In der Altersklasse U16 weiblich stand am Ende Schwaben ganz oben.

In der Altersklasse U14 weiblich ließ das Team Oberbayern 1 nichts anbrennen. Nach drei Erfolgen in der Vorrunde gegen Niederbayern (2:1), die Oberpfalz (2:0) und Unterfranken (2:0) qualifizierten sich die Oberbayern direkt fürs Halbfinale. Der spätere Finalgegner Niederbayern musste in den Überkreuzvergleich. In diesem siegte Niederbayern mit 2:0 gegen Mittelfranken. Im Halbfinale hatte Oberbayern 1 danach erneut das leichtere Los. Gegen Oberbayern 2 ließen sie nichts anbrennen und zogen ins Finale ein (2:0). Niederbayern rang in einer umkämpften Partie auf Augenhöhe die Auswahl Schwabens mit 2:1 nieder. Das Spiel kostete die Niederbayern aber offensichtlich zu viele Kräfte. Oberbayern 1 spielte konzentriert und siegte am Ende verdient im Finale mit 25:19 und 25:19. Im kleinen Finale behielt Schwaben klar die Oberhand gegen Oberbayern 2 (25:14, 25:19).

In der Altersklasse U15 männlich dominierten die beiden Auswahlen Oberbayerns das Turnier. In der Vorrunde ließen beide Teams nichts anbrennen. Oberbayern 1 siegte in der Vorrunde jeweils mit 2:0 gegen Niederbayern, Oberfranken und Mittelfranken. Oberbayern 2 hatte es in Gruppe B etwas schwerer. Nach 2:0 Erfolgen gegen Schwaben und Unterfranken erkämpfte sich Oberbayern 2 einen 2:1 Erfolg gegen die Oberpfalz. Im Halbfinale hatten beide Teams keine großen Probleme. Oberbayern 1 besiegte die Oberpfalz und Oberbayern 2 Mittelfranken jeweils mit 2:0 Sätzen. Im Finale wurde es nach klarem ersten Satz (25:19) noch einmal eng. Oberbayern 1 konnte sich aber am Ende doch durchsetzen (25:23). Im kleinen Finale behielt die Oberpfalz knapp mit 2:1 die Oberhand gegen den gastgebenden Bezirk Mittelfranken.

In der Altersklasse U16 weiblich setzte sich Schwaben durch. Die Auswahl Schwabens setzte sich in der Vorrunde ohne Satzverlust gegen Oberbayern 2, Oberfranken und die Oberpfalz durch. Der Finalgegner Niederbayern gab lediglich einen Satz gegen Oberbayern 1 ab. Die weiteren Vorrundenspiele endeten mit 2:0 gegen Unterfranken und Mittelfranken. Im Halbfinale bekam Niederbayern es mit Oberbayern 2 zu tun (2:0). Schwaben rang in einer engen Partie Oberbayern 1 mit 2:1 nieder. Im Finale dominierte Schwaben die Partie gegen Niederbayern und siegte verdient mit 2:0 (25:15, 25:16). Im kleinen Finale siegte Oberbayern 1 gegen Oberbayern 2.

In der Altersklasse U17 männlich siegte im Finale die Auswahl Oberbayern 1 gegen Mittelfranken mit 2:0. In der Vorrunde hatten beide Finalisten ihre Gruppe gewonnen. Oberbayern siegte jeweils mit 2:0 gegen Niederbayern, Schwaben und Unterfranken. Mittelfranken benötige Nerven wie Drahtseile und ein bisschen Glück. Gegen Oberbayern 2 siegten sie mit 2:1- Danach gab es ein 2:0 gegen Oberfranken. Im Spiel gegen die Oberpfalz benötigten die Mittelfranken einen Satzgewinn zum Gruppensieg. Diesen holten sie sich, auch wenn sie mit 1:2 verloren. Im Halbfinale hatte Oberbayern danach keine Mühe gegen die Oberpfalz (25:11, 25:16). Mittelfranken behielt im Duell mit Unterfranken die Nerven (25:23, 25:16). Das Finale war eine einseitige Sache für Oberbayern 1. Sie besiegten Mittelfranken 25:16, 25:14).

 

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