volleyballer.de - Das Volleyball Portal

Startseite
Den Meister nicht gekrickt, aber Uniteds nicht geknickt

Bundesligen: Den Meister nicht gekrickt, aber Uniteds nicht geknickt

09.04.2017 • Bundesligen • Autor: Jan Wüntscher 525 Ansichten

4:1 im Fußball, 3:0 im Volleyball – Zumindest auf dem Papier fanden die beiden Spitzenspiele des Samstags jeweils einen eindeutigen Sieger. Während nach dem Duell der Bayern gegen Dortmund allerdings wieder einmal die spannungsraubende Dominanz der Münchner beklagt wurde, brauchten sich die knapp 4.000 Sportfans in der Berliner Max-Schmeling-Halle über mangelnde Dramatik wahrlich nicht zu beschweren.

Den Meister nicht gekrickt, aber Uniteds nicht geknickt - Foto: Eckhard Herfet

Stark gespielt, aber nichts Zählbares aus Berlin mitgenommen: Jan Zimmermann und Florian Ringseis (Foto: Eckhard Herfet)

Das 3:0 (33:31, 25:23, 25:17) der gastgebenden Recycling Volleys gegen die United Volleys aus dem Rhein-Main-Gebiet war eine Begegnung auf Augenhöhe, von den Hausherren anschließend zu Recht als packender „Abnutzungskampf“ beschrieben.

„Natürlich sind wir nach solch einem Match etwas enttäuscht, dass wir keinen Satz gewonnen haben“, bedauerte United-Cheftrainer Michael Warm. Sein junges Team habe „enorm viel in die Waagschlage geworfen“ und zwei Durchgänge lang „auch taktisch und strategisch fast alles richtig gemacht.“ In der Tat starteten die Uniteds in ihrem vierten großen Halbfinale nach gerade einmal zwei Bundesliga-Spielzeiten wie die Feuerwehr, legten mit Assen von Kapitän Christian Dünnes und Adrian Aciobanitei zum 10:6 vor. Dem begeisterten Publikum wurden lange und hochklassige Ballwechsel zuhauf geboten, wobei die aufopferungsvolle Abwehrarbeit der Hessen zunehmend häufiger nicht mit einem erfolgreichen Abschluss belohnt wurde.

Atemberaubende Aufholjagd am Ende des ersten Satzes

Bei 12:12 waren die Berliner Meistertitelverteidiger dementsprechend wieder dran. Dank ihres rumänischen „Graf Attackula“ Aciobanitei , der in Aufschlag und Angriff ordentlich Druck machte, steckten aber auch die United Volleys keineswegs zurück. Erst in der Schlussphase schienen sich dann doch die Hauptstadt-Routiniers durchzusetzen, hatten beim Stand von 24:20 gleich vier Satzbälle. Ausgerechnet der Jüngste im United-Team ließ sich davon freilich überhaupt nicht beeindrucken. Der gerade 18-jährige Tobias „Kid Block“ Krick rüttelte seine Mitspieler erst mit einem krachenden Monsterblock auf und ließ mit gewohnter jugendlicher Unbekümmertheit mehrere Klasse-Angaben folgen.

Nach zwei Dampfhammer-Angriffen von Christian Dünnes hieß es plötzlich 24:24 und die Spannungskurve des Matches erreichte schier astronomische Höhen. Beim 27:26 hatten die Gäste die Chance zur 1:0-Führung, aber ein Angriffsschlag von Berlins Ruben Schott touchierte gerade noch die Seitenlinie. Kurz drauf musste der für Aciobanitei eingewechselte Jan Klobucar sogar weit auf der gegnerischen Seite retten, nach weiteren Wahnsinns-Abwehraktionen war es jedoch Mittelblocker Aleksandar Okolic, der seine BR Volleys jubeln ließ. Ungebremst ging es aber auch danach weiter, und wieder war es der „New Krick on the Block“, der für die Uniteds die ersten Akzente setzte.

„Wir brauchen Eier!“ – Für nur fünf Euro in die Fraport Arena

Beispielhaft für den heißen Fight, den sich beide Teams bei jeder Rally lieferten, war der kluge Dünnes-Lob zum 10:10 nach einem wahren Blockfestival seiner Mannschaft. Auch diesmal kam der kleine Durchhänger nach der zweiten Technischen Auszeit, aber mit unglaublichem Harakiri-Einsatz in der Abwehr blieben die United Volleys dran. Als schließlich der kurzzeitig hereingekommene Youngster Mitch Tully ausgerechnet seinen australischen Landsmann, Berlins Superstar Paul Carroll, abblockte, war beim Stand von 21:21 wieder alles offen. Mit Steven Marshall hatte BR Volleys-Coach Roberto Serniotti allerdings noch ein weiteres Ass im Ärmel. Starke Aufschläge des lange verletzten Kanadiers brachten den entscheidenden Vorsprung für die Gastgeber.

„Wir haben in den Endphasen lange mitgehalten, dann hat sich die Abgeklärtheit der ‚Alten‘ durchgesetzt. Aber im Sport geht es sowieso nicht um alt oder jung, da gibt es nur gute oder schlechte Spieler“, konstatierte Michael Warm. „Dass Berlin dann nach zwei gewonnenen Sätzen zu seinem Rhythmus findet, war absehbar. Wir stehen nun leider mit leeren Händen da und müssen alles dafür tun, dass in einer Woche in Frankfurt mehr Zählbares herausspringt.“ Für das zweite Match in der Serie „best of three“ am Ostersonntag (16.4.) um 16 Uhr haben sich die United Volleys unter dem Motto „Wir brauchen Eier!“ eine besondere Aktion einfallen lassen. Tickets für sämtliche Kategorien können für nur fünf Euro online auf www.unitedvolleys.de gebucht werden. Einzige Bedingung: Die Besucher müssen zum Spiel in der Fraport Arena ein Schokoladen-Osterei mitbringen.

 

Der volleyballer.de Newsletter

Verpasse keine News, abonniere jetzt den täglich erscheinenden Newsletter. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

Newsletter abonnieren

Weitersagen:

Weitere Meldungen aus der Kategorie "Bundesligen"

» zurück
volleyballer.de auf Facebook volleyballer.de auf G+ RSS Feed Twitter

BeachZeit Beachvolleyball Camps

Beachvolleyball Camp mit BeachZeit

Buche jetzt Deinen Beachvolleyball-Urlaub. Mit Zufriedenheits-Garantie!

weitere Infos

Jetzt geht's App! Neu!

Die Volleyballer App

Jetzt gibt es endlich die offizielle volleyballer.de App. Für Android, iOS und Windows Phone.

weitere Infos zur Volleyball App

Bester Partner nach dem Sport zu entspannen: online casino

i
x


Werben | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Partner