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Lange Kerls sitzen diesmal am kürzeren Hebel

Bundesligen: Lange Kerls sitzen diesmal am kürzeren Hebel

20.02.2017 • Bundesligen • Autor: Jan Wüntscher 404 Ansichten

Wie es Gegnern ergehen kann, die der VfB Friedrichshafen so richtig ernst nimmt, bekam in dieser Saison unter anderem schon der Deutsche Meister Berlin gleich drei Mal zu spüren. Dieselbe Erfahrung mussten am Sonntagnachmittag auch die United Volleys machen, die dem aktuellen Tabellenführer, DVV-Pokal- und Supercup-Gewinner in dessen eigener Halle deutlich mit 0:3 (20:25, 15:25, 22:25) unterlagen.

Lange Kerls sitzen diesmal am kürzeren Hebel - Foto: United Volleys

Unaufgeregte Analyse, Zuspieler Jan Zimmermann und Cheftrainer Warm im Gespräch nach Spielende. (Foto: United Volleys)

"Diese Schuhe waren für meine Mannschaft noch ein ganzes Stück zu groß", stellte Cheftrainer Michael Warm angesichts der bärenstarken Leistung der VfB-Stars fest, sah zugleich aber auch "ein Spiel, in dem wir wieder unheimlich viel dazulernen konnten." Wie groß der Unterschied an diesem Tag war, macht auch der Blick auf die Statistik deutlich: 12 Friedrichshafener Blockpunkten standen gerade einmal zwei der in den vergangenen Wochen so erfolgsverwöhnten "Mainblocker" gegenüber, bei den Assen lautete die Bilanz 7:2.

"Gerade in der Annahme haben wir durchgehend Druck bekommen", analysierte Warm. Moritz Reichert und Adrian Aciobanitei wehrten sich zwar tapfer, dennoch machte sich bemerkbar, dass mit dem slowenischen Nationalspieler Jan Klobucar die erfahrenste und konstanteste Option auf dieser Position noch nicht vollständig zur Verfügung stand - auch wenn er wenige Wochen nach seiner Stirnbeinhöhlenbruch-OP erneut mit Gesichtsschutz eingewechselt wurde. Zu Beginn des ersten Satzes schien Aufschlagspezialist Moritz Reichert noch drauf und dran, sich ein Service-Winner-Duell mit den VfB-Kanonieren zu liefern. Der 18-jährige Tobias Krick schaffte es einmal sogar, mit einer Angabe Weltklasse-Libero Markus Steuerwald in Bedrängnis zu bringen.

Unglückliche Schlussphase

Bis zum 17:17 blieb es dementsprechend ausgeglichen, dann jedoch legten die Friedrichshafener Andreas Takvam, Simon Tischer und Michal Finger von der Grundlinie aus los. Vorentscheidend für den Satzverlust waren aber auch drei unglückliche Aktionen zur Unzeit, welche die Uniteds zurückwarfen. Erst erwischte eine VfB-Angriff, der eigentlich ins Aus gegangen wäre, ausgerechnet "Maskenmann" Klobucar, wenig später sah der Schiedsrichter bei einem erfolgreichen Aciobanitei-Angriff einen Übertritt des jungen Rumänen. Als schließlich auch noch nach einem Missverständnis von Zuspieler Jan Zimmermann und Libero Florian Ringseis der Ball mitten im Spielfeld der Gäste zu Boden fiel, war Satz gelaufen.

Keine Gedanken über "knapp" oder "unglücklich" brauchte man sich in Durchgang zwei zu machen. Den dominierten von Beginn an die Hausherren, während die Gäste gerade bei vielen langen Ballwechseln ohne Fortune waren. Wenn der erste Angriff nicht saß, wurde es angesichts des schnellen Spiels, welches Friedrichshafens Regisseur Tischer aufzog, unglaublich schwer. Im international erfahrenen Passgeber der Häfler sah United-Coach Warm auch den entscheidenden Faktor im Spiel: "In der Bundesliga gibt es momentan keinen zweiten Zuspieler von diesem Format. Simon hat alle Ideen, die wir für das Match hatten, gut ausgehebelt", kürte er ihn folgerichtig zum "Sports&Travel MVP" auf Seiten des Gegners, für die United Volleys wurde einmal mehr Moritz Reichert ausgezeichnet.

Andrea Giani lobt "wichtiges Projekt"

Auch sonst machten "Spitzenleute wie ein Nationalspieler Rousseaux aus Belgien oder der Grieche Protopsaltis das eben noch cleverer als wir. Meine Spieler bekommen das von Spiel zu Spiel ordentlicher hin, sind aber eben noch nicht ganz dran", so Warm. In Satz drei waren die Hessen zumindest kämpferisch wieder voll da, lagen lange in Front und bis zum 20:20 gleichauf. Nachdem Lukas Bauer noch einmal nervenstark das 22:23 erblockt hatte, haderten die Uniteds allerdings mit dem Schiedsgericht, dass einen VfB-Schnellangriff auf der Linie gesehen hatte. Insgesamt waren es bei aller Gegenwehr aber stets die Friedrichshafener Schlüsselfiguren Tischer und Finger, die das ausschlaggebende Stück Klasse mehr aufs Spielfeld brachten.

Vom neuen Bundestrainer Andrea Giani gab es anschließend trotzdem Lob für die United Volleys "als ganz wichtiges Projekt für den deutschen Volleyball." Angesichts des gewaltigen Programms, welches im Sommer auf die Nationalmannschaft wartet, dürften - so ließ er durchblicken - gleich mehrere der "jungen Wilden" mit einer Nominierung rechnen. Zunächst richtet sich der Blick jedoch auf den kommenden Fastnachtssonntag, an dem mit Düren der direkte Konkurrent um Platz drei in der Fraport Arena antritt. Mit Spiderman und den anderen Superhelden der "Avengers Live" die ebenfalls in der Halle zu Gast sein werden, stehen in punkto Kampfgeist und Heldenmut auf jeden Fall die richtigen Vorbilder bereit.

 

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