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Einen Satz gezaubert, der Rest wie verhext

Bundesligen: Einen Satz gezaubert, der Rest wie verhext

07.02.2017 • Bundesligen • Autor: Jan Wüntscher 561 Ansichten

"Gegen solch eine Berliner Mannschaft müssen wir schon in allen Bereichen über unserem Limit spielen, von Aufschlag bis Annahme, sonst gehen uns irgendwann die Zaubertricks aus", stellte United Volleys-Cheftrainer Michael Warm nach der 1:3 (20:25, 20:25, 25:19, 18:25)-Niederlage gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys am Sonntagnachmittag in der Rüsselsheimer Großsporthalle fest.

Einen Satz gezaubert, der Rest wie verhext - Foto: United Volleys/Gregor Biskup

Gegen Berlin waren die United Volleys (Florian Ringseis, Peter Wolf) zu selten so selbstbewusst (Foto: United Volleys/Gregor Biskup)

Eine derartige Ausnahmeleistung war seinen "jungen Wilden" nur im zweiten Satz gelungen, "davor und danach haben wir nicht alles richtig gemacht, was wir uns vorgenommen hatten", so Warm.

Der Spieltag hatte für die Gastgeber schon mit unguten Vorzeichen begonnen. Neben dem länger verletzten slowenischen Nationalspieler Jan Klobucar (Stirnbeinhöhlenbruch) meldete sich am Morgen auch noch Zuspieler Jannis Hopt krank. Damit fehlten dem United-Headcoach gleich auf zwei wichtigen Positionen entscheidende Alternativen. Während Vize-Europameister Klobucar, im bisherigen Saisonverlauf immer eine sichere Bank in der Annahme, auf die Zuschauertribüne verbannt nicht dazu beitragen konnte, die erwartet druckvollen Angaben der BR Volleys zu entschärfen, ging mit dem Ausfall von 2,06-Meter-Mann Hopt zusätzlich eine normalerweise gern genutzte Option zur Blockverstärkung verloren.

Wolf und Dünnes machen Satzgewinn klar

Da sich der junge Adrian Aciobanitei mit den Berliner Hammer-Aufschlägen (insgesamt neun Asse) schwertat, kam frühzeitig der hessische Lokalmatador Peter Wolf ins Spiel, und lieferte - wie schon bei seinen bisherigen Erstliga-Auftritten in der Großsporthalle - eine gute Partie ab. So war er mit einem halben Service-Winner (Teamkollege Georg Escher brauchte die zu lange Berliner Annahme nur noch einzutüten) mitverantwortlich für den Gewinn des dritten Durchgangs. Als die Gäste aus der Hauptstadt nach deutlicher United-Führung noch einmal gefährlich nah auf 18:20 herangekommen waren, gab zudem Kapitän Christian Dünner mit einem "Monster"-Einerblock seinen Mitspielern den entscheidenden Impuls für den Satzgewinn.

Auch sonst machte der zum Saisonende scheidende "Leader" in seinem unter Umständen letzten Aufeinandertreffen mit dem Deutschen Meister ein starkes Spiel, kam am Ende auf 22 Punkte. Seine hervorragende Form demonstrierte erneut auch Angreifer Moritz Reichert. Der 21-jährige schaffte 15 Zähler und wurde nach dem Match von BR-Trainer Roberto Serniotti zum "Sports&Travel MVP" der United Volleys gewählt. Auf Seiten der Berliner verdiente sich diese Auszeichnung Libero Luke Perry (Australien), der die Hausherren mit seiner bombensicheren Annahme und spektakulären Rettungsaktionen in der Abwehr schier zur Verzweiflung brachte.

Gegen großes Kaliber fehlt die Konsequenz

Dass die Uniteds bloß einen Satz lang "zaubern" konnten, hatte aber noch einen weiteren Grund: Gegen nur 10 Gastgeber konnte die Berliner Bank in Sachen Auswechslungen aus dem Vollen schöpfen. Als sich Ende des ersten Satzes der niederländische Diagonalspieler Wouter ter Maat verletzte, schickte Roberto Serniotti mit dem Australier Paul Carroll einen Ersatzmann aufs Feld, der in der Volleyball Bundesliga seit Jahren Maßstäbe auf dieser Position setzt. Ebenso reihte sich später Mittelblocker Aleksandar Okolic anstelle des BR-Urgesteins Felix Fischer nahtlos ins Spiel der Hauptstädter ein.

Hatten sich die Uniteds dann einmal die Möglichkeit erarbeitet, mit einem erfolgreichen Angriff heranzukommen, war es oft wie verhext, und sich bietende Chancen wurden nicht konsequent genug ausgenutzt. Hinzu kamen immer wieder kaum zu bremsende Aufschlagserien der Berlin Recycling Volleys, etwa die vorentscheidende zum 19:11 im vierten Satz durch den Kanadier Steven Marshall. Mit welchem Kaliber es die jungen Hessen zu tun hatten, verdeutlich auch der Blick auf die Blockstatistik: War man von Krick & Co. zuletzt Werte im locker zweistelligen Bereich gewohnt, konnte der "Mainblock" die Champions League-erprobten Angreifer des Meisters diesmal gerade fünf Mal erfolgreich stoppen.

Herrsching-Tickets im attraktiven "Spitzenteams-Paket"

2.037 Zuschauer in der Großsporthalle kamen dennoch auf ihre Kosten und konnten zahlreiche hochklassige Ballwechsel bejubeln. Für zusätzliche Stimmung sorgten in der fast bis auf den letzten Platz ausverkauften Arena die Guggenmusiker der "Bembeljeescher" und kamen damit auch bei rund 40 mitgereisten BR-Fans gut an. Für die nächsten Bundesligapartien wechseln die United Volleys nun wieder in die Fraport Arena. Am 11. März ist dort mit Herrsching ein Team im Aufwind zu Gast. Die Bayern trotzten gerade dem frischgebackenen Pokalsieger Friedrichshafen zwei Sätze ab. Spätestens dann sollten die Uniteds also wieder in gewohnter Manier den Zauberstab schwingen. Für die Sportfans ist das Match in jedem Fall attraktiv: Jeweils vier Tickets sind im Paket mit ebenso vielen Karten für Spiele der Skyliners (Basketball) und der Löwen (Eishockey) auf www.unitedvolleys.de zum Spitzenpreis vor nur 39,90 Euro zu erwerben!

 

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