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Ritt auf der Rasierklinge - doch Test bestanden

2. Bundesligen: Ritt auf der Rasierklinge - doch Test bestanden

22.01.2017 • 2. Bundesligen • Autor: Frank Heumann 315 Ansichten

Eltmann. Dass die Spiele der Eltmanner Volleyballer gegen den SV Fellbach stets richtige Knaller sind, zeigte sich auch am Samstag. Im Hinspiel hatte Eltmann den Meister der vergangenen zwei Jahre, den SV Fellbach mit 3:1 bezwungen, im Vorjahr gab es zweimal Tie Break mit Sieg für Eltmann, aber letztlich mit der Meisterschaft für Fellbach.

Ritt auf der Rasierklinge - doch Test bestanden - Foto: Oshino Volleys Eltmann

Foto: Oshino Volleys Eltmann

Auch diesmal sollte es im Eschenbacher Hangar wieder ein Drama in 5 Akten werden, auch wenn es vorher nach der Papierform nicht so aussah.
Obwohl die Eltmanner derzeit alleiniger Spitzenreiter sind und die Fellbacher durch Verletzungen und knapp verlorene Spiele nur auf dem 11. Rang rangieren, war der Abend nichts für schwache Nerven, für den Spitzenreiter ein Drahtseilakt, doch letztlich mit gutem Ausklang, der anschließend von den ca. 350 Fans lautstark und gebührend gefeiert wurde.

Milan Maric, der Trainer der Eltmanner schätzte nach dem Spiel ein: "Dies war kein Spiel des Ersten gegen den Elften, es war ein Spiel des vorjährigen Staffelsiegers gegen den jetzigen Tabellenführer mit allen Facetten, sowohl vom Verlauf her wie auch von der Qualität. Fellbach hat nichts am Tabellenende zu suchen, und der Punkt aus dem Tie Break wird die Fellbacher Mannschaft wieder dahin führen, wo sie hingehört, in die obere Tabellenhälfte. Ich bin sehr zufrieden, dass meine Mannschaft Durchhaltevermögen bewiesen und nie aufgegeben hat."
Im ersten Satz lief es gemäß dem Plan der Eltmanner. Über die Stationen 8:5 und 14:9 (nach einem hochklassigen Ballwechsel) zogen die Oshino Volleys Eltmann nach einem Aufschlagfehler der Gäste auf 21:15 davon, wobei Quero mehrere Punkt gelangen, zu Satzende dann Schippmann und Poluga starke Aktionen hatten. Beim SV Fellbach deuteten vor allem Harms (18) und Bergmann (15) ihre Gefährlichkeit an. Ein Aufsteiger von Poluga sicherte den 25:19-Satzerfolg für die Gastgeber.

Im zweiten Satz eröffnete dann Quero wie im ersten den Punktereigen, doch nach dem 3:3 setzte sich Fellbach auf 4:7 ab. Zwar brachte Thiago Welter mit seinen aggressiven Angriffen die Oshinos wieder auf 8:9 heran, doch der Ausgleich gelang nicht. Harms, der lange verletzte Führungsspieler der Fellbacher legte nach zum 8:10 und dann per Aufschlag-Ass zum 8:11. Nun kam unverständlicherweise Sand in das Getriebe der Oshino Volleys und Fellbach führte zur 2. technischen Auszeit 11:16. Zwar kamen die Oshinos nochmals durch Welter zum 18:18-Ausgleich, doch Fellbach begann, die Eltmanner mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, kurzen Aufsteigern über die Mitte. Als nach dem 19:20 durch Kellermann der Ball die Hallendecke touchierte, machten die Fellbacher Nägel mit Köpfen, zogen auf 21:24 davon und Quero ballerte den Ball als Pechvogel ins aus - und nach Sätzen stand es 1:1.

Im dritten Satz deutete sich ein Debakel an, Fellbach zog auf 2:7 davon, erhöhte dann gar auf 5:13. Dann brachte Milan Maric seinen Youngster Mircea Peta und der versuchte, mit Welter und Poluga den Druck auf Fellbach zu erhöhen. Doch das erhöhte Risiko brachte nicht den Erfolg, Fellbach kam dank Harms und Bergmann zu einer 13:23-Führung. Die Nerven bei den Oshino-Fans lagen blank, denn trotz eines Poluga-Asses gab es mit 17:25 eine herbe Schlappe im 3. Satz. Fellbach war auf der Siegerstraße und die Oshinos sahen sich ratlos und teilweise mit hängenden Köpfen an.

Im 4. Satz ging es lange knapp zu, doch als Kapitän Sebastian Richter das 12:11 erschmetterte, ging ein Ruck durch ihn und die ganze Mannschaft. Er mutierte endlich zum Leithengst und die Körpersprache der Oshino Volleys änderte sich zusehends. Mehrfach gelang Richter eine knappe Führung, doch man kam nochmals mit 18:20 in Rückstand, die "Red Barons" trommelten weiter, und viele hatten böse Vorahnungen. Doch Poluga, Welter und Peta erkämpften nach sehr guten Zuspielen von Krüger einen Vorsprung bis zum 24:21. Doch Fellbach verkürzte nochmals auf 24:23, bevor sie selbst per Aufschlagfehler den Satz beendeten. Den Matchball erreichten sie zum Glück für die Eltmanner jedoch nicht - und es war wieder Tie Break-Zeit.

Im 5. Satz dann ein immer stärkerer Peta, der das 1:0 markierte und nach dem 8:7 mit gewaltigem Hieb den 9. Punkt sicherte. Richter führte Regie und Routinier Cris Novak brachte die nötige Ruhe in die eigenen Reihen und markierte per Aufsteiger den laut umjubelten 15:12-Matchpunkt. Die Halle jubelte, die Fellbacher senkten die Köpfe und der Heimnimbus des VC Eltmann und damit die Aufstiegschance blieb gewahrt. Die Lucky Angels, die auch in den bitteren Minuten des 2. und 3. Satzes getanzt hatten, feierten mit den Fans und der Manschaft den hart erkämpften Sieg, in Dutzenden Bildern verewigt. Mehrere Sponsoren wie auch Vorstand Rolf Werner diskutierten über die Fehler in den mittleren Sätzen, aber auch über den Siegeswillen und das Durchhaltevermögen. Hansi Nürnberger, der diesmal nicht spielte, konnten anschließend seiner Frau und dem neugeborenen Sohn in der Klinik gleich die freudige Nachricht vom Sieg überbringen.

 

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