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NawaRo zeigt zwei Gesichter und siegt am Ende 3:2 gegen Neuwied Über 800 Fans erleben Comeback in der turmair Volleyballarena

2. Bundesligen: NawaRo zeigt zwei Gesichter und siegt am Ende 3:2 gegen Neuwied Über 800 Fans erleben Comeback in der turmair Volleyballarena

15.01.2017 • 2. Bundesligen • Autor: Georg Kettenbohrer 376 Ansichten

Es war wieder einmal ein denkwürdiges Spiel in der turmair Volleyballarena, über das sich die Fans von NawaRo Straubing wohl noch einige Zeit austauschen werden. Das Spiel gegen den VC Neuwied hatte (fast) alles zu bieten. Vor allem aber wieder einmal ein denkwürdiges Comeback des Straubinger Teams, welches einen 0:2 Satzrückstand in einen 3:2 Erfolg drehen konnte.

NawaRo zeigt zwei Gesichter und siegt am Ende 3:2 gegen Neuwied Über 800 Fans erleben Comeback in der turmair Volleyballarena - Foto: Schindler

Kara Seidenstricker (Nr. 9) sorgte mit cleveren Angriffsschlägen für entscheidende Punkte im Tie-Break für NawaRo (Foto: Schindler)

Der erste Aufreger hatte jedoch nichts mit dem Spiel selbst zu tun.
Beim Stand von 3:2 meldete sich die Brandmeldeanlage in der Arena zu Wort und das Spiel wurde kurz unterbrochen, um zu prüfen, warum die Anlage angesprungen war. Als klar war, dass es ein Fehlalarm war, pfiff Schiedsrichter Rainer Heichel die Partie wieder an. Es entwickelte sich ein heiß umkämpfter erster Satz, in dem sich am Ende der VC Neuwied entscheidend absetzen konnte. Der Doppelwechsel mit Lucia Kaiser für Kara Seidenstricker und Paige Penrod für Jordan Drezet kam etwas zu spät, so dass NawaRo den Satz nicht mehr ganz drehen konnte. Der erste Durchgang ging mit 23:25 an die Gäste.

Coach Andreas Urmann setzte auch in der Folgezeit auf seine zweite Zuspielerin aus Kanada. Drezet fightete, hatte aber im zweiten Satz noch nicht das Glück des tüchtigen. Auch die restliche Straubinger Mannschaft fand nicht zu ihrem Spiel. ?In den ersten beiden Sätzen haben wir nicht das gezeigt, was wir können?, erklärte Urmann nach dem Spiel. Folgerichtig ging auch der zweite Satz an Neuwied (21:25) und allen in der Arena war klar, dass es sehr schwer werden würde nach der Pause.

Doch auch die Neuwieder Fans ihrerseits trauten dem Braten noch nicht.
Sie mussten mit ansehen, dass NawaRo deutlich stärker aus der Pause kam und mit Danica Markovic ? sie wurde nach dem Spiel zur MVP gewählt
- eine Interimskapitänin auf dem Feld hatten, die aus fast jeder Lage Punkte erzielen konnte. Angepeitscht von den erneut frenetisch anfeuernden Fans in der turmair Volleyballarena setzte sich NawaRo schnell ab. Am Ende des Durchgangs hatte Straubing acht Punkte Vorsprung. Auch der vierte Satz war lange Zeit eine klare Sache für die Gastgeberinnen (19:14). Am Ende kamen die Gäste noch einmal auf, doch nicht mehr heran und der Tie-Break war erzwungen (25:22).

Im Entscheidungssatz lag NawaRo mit 3:5 zurück, als Straubings Coach Andreas Urmann erneut den Doppelwechsel als taktisches Mittel einsetzte. Er brachte Kara Seidenstricker als Angreiferin und Lucia Kaiser als Zuspielerin zum Aufschlag. Seidenstricker überzeugte in der Folgezeit durch cleveres Angriffsspiel. Mehrfach brachte sie clever geschlagene Bälle im Abwehrzentrum der Gäste unter. NawaRo konnte sich absetzen und hatte am Ende drei Matchbälle (14:11). Diese sollten jedoch noch nicht reichen. Erst der vierte Matchball brachte nach 122 Spielminuten den Sieg für NawaRo. Nach einem langen umkämpften Ballwechsel landete ein Angriff der aufopferungsvoll kämpfenden Gäste knapp im Aus und der Jubel der Straubinger Fans kannte keine Grenzen mehr (16:14).

Zwei Auswärtsspiele vor dem Spitzenspiel gegen Offenburg

Nach dem Spiel war Neuwieds Coach Milan Kocian sichtlich angefressen, ob der Niederlage. Auf die Frage, wie sein Fazit zum Spiel ausfalle erklärte er trocken: ?Wir haben verloren.? Wenig später fügte er aber
hinzu: ?Ich glaube wir haben heute hier ein gutes Spiel gesehen und vor diesem Publikum zu spielen macht sehr viel Spaß.? Letztlich hatte er aber nach der 2:0 Satzführung für sein Team auf mehr als einen Punkt gehofft. Sichtlich erleichtert zeigte sich auch Straubings Coach Andreas Urmann: ?Ab dem dritten Satz haben wir endlich das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben. Es ist aber klar, wenn man im Tie-Break so knapp gewinnt, dann ist auch immer ein bisschen Glück dabei. Das haben wir heute gehabt.?
Durch den 3:2 Erfolg konnte NawaRo vorerst Platz drei in der Liga verteidigen und nach Punkten zum zweiten Offenburg aufschließen.
Jedoch haben Offenburg und der vierte Grimma weniger Spiele als die Straubingerinnen absolviert. Für NawaRo stehen jetzt zwei Auswärtsspiele in Dresden (21.01.) und in Vilsbiburg (5.2.) an, ehe es am 11. Februar in der turmair Volleyballarena zum Duell mit dem Tabellenzweiten VC Offenburg kommt. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Exklusives NawaRo-Cap im Fan-Shop neu erhältlich

Am Rande des Spiels präsentierte NawaRo Straubing einen neuen Fan-Artikel. Ein Baseball-Cap mit eingesticktem Logo kann ab sofort bei NawaRo Partner Straubinger Werbetechnik bestellt werden (Preis: 30 Euro). Außerdem präsentierte der Club die neuen Autogrammkarten. Diese sind bei jedem Spiel und in der Geschäftsstelle von NawaRo ab sofort kostenlos erhältlich.

 

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