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Punktgewinn - trotzdem unnötig verloren

Bundesligen: Punktgewinn - trotzdem unnötig verloren

09.01.2017 • Bundesligen • Autor: Tim Berks 390 Ansichten

Für den VfB Suhl LOTTO Thüringen ist der Punktgewinn beim zweiten Auswärtsspiel innerhalb von 4 Tagen sicherlich wichtig. Gegen arg dezimierte Köpenickerinnen war am Ende aber wohl mehr drin, doch auch drei Matchbälle reichten leider nicht zum vierten Saisonsieg.

Insgesamt sahen die rund 300 Zuschauer in der Köpenicker Halle ein wechselhaftes Spiel. Zum Spiel der beiden Tabellennachbarn bleibt wohl zunächst in Erinnerung, dass die Berlinerinnen auf nur 7 Spielerinnen zurückgreifen konnten und auch bei Suhl eigentlich nur 9 einsatzfähig waren, auch wenn zumindest Veronika Hroncekova Kurzeinsätze als Blockverstärkung für die Zuspielerin Laurianne Delabarre bekam. Insgesamt hatten sich die Gastgeber sehr gut auf die VfB-Damen eingestellt, die nach dem Wiesbaden-Coup natürlich ausrechenbarer waren und leider nicht ganz an die erfolgreiche Spielweise anknüpfen konnten. Claudia Steger wurde permanent in der Annahme unter Druck gesetzt, sodass sie nicht so erfolgreich im Angriffsspiel eingesetzt werden konnte. Und so hatten die Gastgeberinnen, bei denen die Ex-Suhlerin Dominice Steffen einen starken Tag am Aufschlag sowie im Angriff erwischte und so auch verdient als MVP ihres Teams geehrt wurde, den ersten Satz 25:20 gewonnen.

Im zweiten Satz schafften die Spielerinnen von Trainer Han Abbing, der seinen 56. Geburtstag feierte, eine konstantere Leistung, insbesondere VfB-Libera Miroslava Lauerova glänzte mit spektakulären Feldabwehraktionen und folgerichtig gewann Suhl den zweiten Satz deutlich mit 25:17 Punkten. Nach dem erneuten Seitenwechsel hatten wieder die Gastgeber die glücklichere Seite erwischt und gewannen ihrerseits 25:17, um im vierten Satz dem ersten Kräfteverschleiß Tribut zu zollen. Da dominierte das Suhler Team das Spielgeschehen und gewann überlegen mit 25:13. Mit diesem zweiten Satzgewinn war zumindest der eine anvisierte Punktgewinn und das Minimalziel erreicht.

Es folgte der Nervenkrimi Tiebreak - nun wollten Steger & Co. natürlich mehr, führten zum Seitenwechsel schon 8:6, dann fünf Punkte in Folge für Köpenick, Suhl kontert erneut und hatte bei den Spielständen 14:12, 14:13, 15:14, 16:15 insgesamt vier Matchbälle. Doch der Tabellenachte kämpfte sich durch, zeigte die stärkeren Nerven und entschied den Tiebreak-Krimi mit 18:16 für sich.

Schade für den VfB Suhl LOTTO Thüringen, denn da war insgesamt mehr drin. Und unter den Voraussetzungen hatte man sich sicherlich auch mehr erhofft. Aber letztendlich ist die Ausbeute von 4 Punkten aus den 2 Auswärtsspielen immer noch mehr, als sich die Volleyballfans vorab erträumt hätten!
Nun gilt es den Fokus auf das anstehende mitteldeutsche Derby gegen den Dresdner SC zu lenken und positiv das Duell David gegen Goliath anzugehen. Und mit einer vollen Halle und über 1.000 stimmungsvollen Suhler Fans im Rücken, da könnte es am kommenden Samstag ab 18 Uhr in der Wolfsgrube sicher wieder einmal Zeit für ein spannendes Duell werden.

 

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