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Aufopferungsvoller Kampf wird nicht belohnt: VCW unterliegt bei Meisterfavorit Stuttgart

Bundesligen: Aufopferungsvoller Kampf wird nicht belohnt: VCW unterliegt bei Meisterfavorit Stuttgart

27.11.2016 • Bundesligen • Autor: Micha Spannaus 190 Ansichten

In einer packenden Partie vor 1.800 Zuschauern haben die Bundesliga-Volleyballerinnen des VC Wiesbaden bei Meisterfavorit und Pokalfinalist Allianz MTV Stuttgart mit 3:1 (24:26, 25:23, 25:18, 25:17) verloren. Dabei sah es zunächst so aus, als könnten die aufopferungsvoll kämpfenden Hessinnen in einem stellenweise dramatischen Spiel für eine Überraschung sorgen und wenigstens einen Punkt beim diesjährigen Supercup-Gewinner entführen.

Aufopferungsvoller Kampf wird nicht belohnt: VCW unterliegt bei Meisterfavorit Stuttgart - Foto: Detlef Gottwald

VCW unterliegt in Stuttgart mit 3:1 (Foto: Detlef Gottwald)

Jedoch wurden die gerade zu Beginn super funktionierende Blockarbeit sowie das phasenweise druckvolle Angriffsspiel des VCW nicht belohnt. Am Ende mussten sich die Wiesbadenerinnen, bei denen Libera Alysso Longo aufgrund ihrer zahlreichen spektakulären Abwehraktionen zu wertvollsten Spielerin der Begegnung gewählt wurde, unter dem anerkennenden Applaus der Zuschauer letztlich verdient geschlagen geben.

Entsprechend war VCW-Chef-Coach Dirk Groß mit dem Auftritt seiner Mannschaft auch nicht gänzlich unzufrieden: "Das Team hat sich heute gut präsentiert und versucht sein Bestes zu geben. Das hat aber eben leider nicht gereicht. Da mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf. Wir haben zwei richtig gute Sätze gespielt. Da wäre vielleicht noch mehr drin gewesen, aber dafür haben wir im dritten und im vierten Durchgang zu viele Eigenfehler gemacht. Da war Stuttgart dann einfach routinierter. Alyssa hat heute sehr gut in der Abwehr gestanden und ist daher völlig zu Recht zur MVP gewählt worden."

Der VCW, der nun Platz vier in der Tabelle belegt, trifft in seinem nächsten Spiel am 7. Dezember vor heimischem Publikum auf den amtierenden Meister Dresdner SC.

Ausführlicher Spielbericht:

VCW-Chef-Coach Dirk Groß setzte in weiten Teilen auf seine bewährte Starting-Six: Molly McCage und Simona Kóšová bildeten den Mittelblock, Delainey Aigner-Swesey begann auf Diagonal und Zuspielerin Irina Kemmsies führte Regie. Neben Karolina Bednářová beorderte Dirk Groß diesmal Eliza Hynes in den Außenangriff.

Die Partie zwischen dem diesjährigen Supercup-Gewinner und dem Team aus Hessens Landeshauptstadt begann völlig ausgeglichen. Zur ersten technischen Auszeit konnte sich der VCW mit 8:5 einen ersten kleinen Vorsprung erarbeiten, den die Schwaben in der Folge jedoch wieder egalisierten. Stuttgart setzte hierbei immer wieder erfolgreich auf Angriffe aus dem Hinterfeld. Die Wiesbadenerinnen reagierten nervös. Insbesondere die Annahme war in dieser Phase keine Stärke. So kam es zu einem frühen Wechsel beim VCW: Tanja Großer übernahm für Eliza Hynes. Zur zweiten technischen Auszeit hatten dann die Gastgeberinnen einen Drei-Punkte-Vorsprung. Doch die Hessinnen steckten nicht auf und erkämpften sich mit einer Aufschlagserie von Irina Kemmsies eine eigene 19:18-Führung. Es waren die Stuttgarterinnen, die nun ihre Probleme mit der Annahme hatten. Mit 21:20 aus VCW-Sicht ging es in eine dramatische Crunch-time: Nachdem zunächst Stuttgart beim Stand von 23:24 einen Satzball hatte, drehte der VCW dank Tanja Großer den Spielstand noch zum eigenen 26:24-Satzgewinn.

Der zweite Durchgang begann wie der erste, jedoch zusätzlich garniert mit einigen spektakulären Abwehraktionen von VCW-Libera Alyssa Longo, die auch von den lautstarken 1.800 Zuschauern in der SCHARRena mit Applaus goutiert wurden. 5:8 lautete aus hessischer Sicht das Ergebnis zur ersten technischen Auszeit. Dank einer souveränen Blockarbeit sowie eines cleveren Zuspiels hielten die Wiesbadenerinnen jedoch den Anschluss. Nach einer Reihe umkämpfter Ballwechsel ging der VCW mit einer eigenen 16:14-Führung in die zweite technische Auszeit. Es folgte eine Reihe von Eigenfehlern auf beiden Seiten, was die Partie jedoch keinesfalls undramatischer machte. Beim Stand von 19:24 hatte Stuttgart fünf Satzbälle. Vier hiervon konnten die niemals aufsteckenden Hessinnen noch abwehren, sodass der Satz schließlich mit 23:25 endete.

Und es sollte zunächst weiter eng bleiben: Beide Teams schenkten sich auch zu Beginn des dritten Durchgangs nichts und trieben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Über 5:8 und 10:16 aus VCW-Sicht in den technischen Auszeiten ging es mit 14:20 in die Schlussphase des dritten Satzes. Auf Seiten der Wiesbadenerinnen war es insbesondere Diagonalangreiferin Delainey Aigner-Swesey, die zuverlässig Punkte sammelte. Insgesamt 14 Punkte gingen während der gesamten Partie auf ihr Konto. Trotzdem war Stuttgart im dritten Satz das bessere und clevere Team. VCW-Coach Dirk Groß reagierte und brachte vorrübergehend Lia-Tabea Mertens im Zuspiel, um Irina Kemmsies eine Verschnaufpause zu gönnen. Mertens feierte damit ihr Debüt im VCW-Dress. Allerdings war die Eigenfehlerquote bei den Hessinnen in dieser Phase des Spiels zu hoch und Stuttgart wurde zum ersten Mal in der Partie seiner Favoritenrolle gerecht. Entsprechend deutlich fiel das Satzergebnis aus: Mit 18:25 hatte Wiesbaden am Ende das Nachsehen.

Im vierten Satz stellte Groß seine Mannschaft etwas um, brachte Eszter Nagy für Simona Kóšová im Mittelblock und setzte Annalena Mach für Delainey Aigner-Swesey auf Diagonal ein. Doch die Anfangsphase des Durchgangs gehörte den Gastgeberinnen. Deren Vorsprung zur ersten technischen Auszeit (3:8) betrug bereits fünf Punkte. Dem VCW gelang es auch in der Folge nicht mehr oft, noch einmal den nötigen Druck ins eigene Angriffsspiel zu bringen, um Stuttgart ernsthaft gefährlich werden zu können. Es war schließlich Stuttgarts Nummer 16 Michaela Mlejnkova, die den Matchball zu 25:17 verwandelte.

Der VC Wiesbaden belegt nach dieser Partie nun Platz vier in der Volleyball Bundesliga. Am Mittwoch, dem 7. Dezember treffen die Hessinnen dann vor heimischer Kulisse in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit auf den amtierenden Meister Dresdner SC.

 

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