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Der dreifache Zhukouski

Bundesligen: Der dreifache Zhukouski

20.11.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 188 Ansichten

Dass BR Volleys Zuspieler Tsimafei Zhukouski in spielentscheidenden Momenten gern mal ein Ass schlägt, ist in der Hauptstadt hinlänglich bekannt, doch was beim 3:0-Erfolg (25:20, 25:15, 25:16) seiner Berliner in Rottenburg geschah, dürfte länger in Erinnerung bleiben. Im Duell mit dem TV Rottenburg zeigte der Kroate diese Qualität gleich in dreifacher Ausführung und verwandelte jeden Satzball vor 1.800 Zuschauern in der Paul Horn-Arena eiskalt mit einem Servicewinner.

Der dreifache Zhukouski - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Mit Kapitän Robert Kromm und Nikola Kovacevic als Außenangreifer, den Mittelblockern Felix Fischer und Graham Vigrass, Paul Carroll auf der Diagonalposition sowie Zuspieler Zhukouski und Libero Luke Perry in der "Starting Seven" peilte Serniotti den vierten Auswärtssieg der Saison an.

Die Berliner legten einen klassischen Fehlstart hin und liefen nach Unaufmerksamkeiten zu Spielbeginn einem Drei-Punkte-Rückstand hinterher (0:3, 5:8). Allerdings war auf Diagonalangreifer Carroll gewohnt Verlass. Der Australier führte die Gäste Schritt für Schritt heran und eine gelungene Aufschlagserie von Kromm stellte die Weichen auf Satzgewinn (14:11). Mit der nötigen Ruhe und Souveränität steuerte Berlins Volleyballteam Nr. 1 dem Ende des Durchgangs entgegen und Zhukouski platzierte ein erstes Mal den Servicewinner zum Satzgewinn (25:20).

Im zweiten Spielabschnitt legten die Hauptstädter los wie die Feuerwehr. Carroll wurde einmal mehr zum entscheidenden Protagonisten und erspielte den Männern in den schwarzen Auswärtstrikots mit seinen Aufschlägen einen 8:1-Vorsprung. Aber auch der TVR-Diagonale Ferenc Nemeth zeigte seine Klasse am Service und so startete Rottenburg die Aufholjagd (10:8). Serniotti sah dann, wie seine Mannschaft sich in der Blockarbeit wieder steigerte und die Trendwende schaffte (18:12). Die Routiniers Fischer und Kovacevic spielten ihre Stärken aus und ließen das pinkefarbene "Tollhaus der Liga" per Block und Hinterfeldangriff abkühlen (22:14). Nach einem weiteren Block von Vigrass lief wieder Zhukouski zum Aufschlag (25:15).

Berlins kroatischer Ballverteiler sorgte auch im dritten Satz mit einem Leger für den ersten Glanzpunkt (6:4). Die Berliner zeigten durch die Bank weg bärenstarke Angriffsquoten und der später von den mitgereisten Fans des "7. Mann" gefeierte "Sports&Travel MVP" Carroll punktete regelmäßig. Die Gastgeber wehrten sich weiter nach Kräften und zeigten ihrem Heimpublikum immer wieder gelungene Angriffe, konnten letztlich den Triplesieger aber nicht ernsthaft in Gefahr bringen (18:12). Wie schon in den Durchgängen zuvor wurde Ruben Schott in der Annahme eingewechselt und gab seinem Kapitän eine Verschnaufpause. Wieder war es ein erfolgreicher Block der Zhukouski beim Stand von 24:16 an die Aufschlaglinie schickte und das Ende ist bekannt (25:16).

Für MVP Paul Carroll lag der Schlüssel zum Auswärtssieg in der Aufschlagqualität: "Wenn unser Service funktioniert, ist der Druck auf den Gegner immens. Das hat auch Rottenburg heute zu spüren bekommen. Nach der ersten technischen Auszeit waren wir im Rhythmus und exzentrische Jubel des Gegners, wie z.B. nach Assen, motivieren uns besonders. Das haben wir dann gezeigt und den Sieg unbeirrt ins Ziel gebracht."

Mit dem sechsten Saisonsieg rangieren die Männer von Headcoach Roberto Serniotti punktgleich mit den United Volleys Rhein-Main an der Tabellenspitze der Volleyball Bundesliga, was den Trainer mehr als positiv stimmt: "Wir können rundum zufrieden sein - ein nahezu fehlerloses Spiel, drei Punkte und weiterhin ohne Satzverlust. Morgen haben die Spieler einen Tag frei. Uns stehen nun schwere Spiele bevor, für die wir die Sinne schärfen müssen." Am Donnerstag (24. Nov um 19.30 Uhr) möchten die BR Volleys mit einem Sieg in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen den TSV Herrsching in das DVV-Pokalfinale einziehen.

 

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