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Die Stimmen zum historischen Halbfinal-Einzug

DVV-Pokal: Die Stimmen zum historischen Halbfinal-Einzug

11.11.2016 • DVV-Pokal • Autor: Matthias Penk 336 Ansichten

Die Netzhoppers SolWo Königspark KW haben am Mittwochabend in Ibbenbüren Vereinsgeschichte geschrieben. Mit einem 3:1-Sieg (25:18, 25:14, 23:25, 25:23) gegen die Tecklenburger Land Volleys vor knapp 300 Zuschauern sicherten sich die Bundesliga-Volleyballer zum ersten Mal überhaupt den Einzug ins Halbfinale des deutschen Pokals.

Die Stimmen zum historischen Halbfinal-Einzug - Foto: Gerold Rebsch

Foto: Gerold Rebsch

Damit sind die Netzhoppers nur noch einen Sieg vom bedeutendsten Volleyball-Event des Jahres entfernt: Dem Pokalfinale in Mannheim, das Ende Januar wieder zehntausende Besucher anziehen wird. Doch das eine noch verbleibende Spiel auf dem Weg dorthin hat es in sich. Am 24. November (19 Uhr) erwarten die Brandenburger den aktuellen Supercup-Sieger und Rekord-Pokalgewinner VFB Friedrichshafen zu einem Heimspiel in der Bestenseer Landkost-Arena.

Im Viertelfinale hatten die Netzhoppers mit dem Zweitligisten aus dem Tecklenburger Land das nominell leichteste Los, und in den ersten beiden Sätzen spielten die Gäste auch Volleyball auf einem extrem hohen Niveau. "In den ersten beiden Durchgängen war der Klassenunterschied schon zu erkennen", so Kapitän Björn Andrae , "leider bekam uns dann die zehnminütige Pause überhaupt nicht gut. Wir waren bei unseren Angriffen am Netz und in der Annahme viel zu unkonzentriert gegen immer stärker auftrumpfende Gastgeber, die sich nicht unverdient den dritten Satz sichern konnten." Da ließen die Netzhoppers zu locker und die Heimmannschaft spielte sich in einen Rausch, mit dem sie auch in der Runde zuvor in Solingen schon einen Erstligisten ausschaltete.

In Satz vier dann war es trotz der ligabedingten eigentlich klar verteilten Rollen eine Partie auf Augenhöhe und die Netzhoppers benötigten einen Kraftakt, um trotz eines zwischenzeitlichen 21:23 am Ende doch noch als Sieger vom Platz zu gehen. Vor allem die kämpferische Leistung und ein unbedingter Siegeswille der Netzhoppers brachte die Wende, Andrae machte in der Schlussphase mit seinen Angriffen den Unterschied. Mit 27 Punkten war er der fleißigste Punktesammler und sorgte so mit dafür, dass sein Team jetzt im Halbfinale auf seinen Ex-Klub Friedrichshafen trifft.

"Für unsere Fans und für uns ist es natürlich geil, ein Heimspiel zu haben. Natürlich geht Friedrichshafen als haushoher Favorit in die Partie, auch wenn wir in unserer Brandenburger Hölle spielen. Es ist nur ein Match, um das Endspiel in Mannheim zu erreichen. Und gerade im Pokal gibt es ja bekanntlich eigene Gesetze. Erwischen wir einen optimalen Tag, bei dem bei uns alles perfekt läuft, und der VfB schwächelt vielleicht ein wenig, dann ist auch für die Netzhoppers im Spiel gegen Friedrichshafen alles möglich", erzählt Andrae. Schon bald beginnt bei den Netzhoppers der Ticket-Vorverkauf für das nächste historische Spiel, bei dem man auf eine volle Halle und die damit verbundene wichtige Fan-Unterstützung hofft. "Wir wollen die Geschichte weiterschreiben", so Andrae, "und im Januar in Mannheim zum Pokalfinale auflaufen."

 

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