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United Volleys: "Buc is back"

Bundesligen: United Volleys: "Buc is back"

07.11.2016 • Bundesligen • Autor: Jan Wüntscher 524 Ansichten

Wer bringt hier die Schärfe rein? - Dieser einstige Streitpunkt zwischen den TV-Kontrahenten Rudi Völler und Waldemar Hartmann war beim Spiel der United Volleys in Solingen ebenso schnell wie eindeutig beantwortet. 3:0 (25:14, 25:17, 25:16) lautete das klare Ergebnis. Und es waren nicht die Gastgeber, trotz ihres Leitspruchs "Scharf. Schärfer.

United Volleys: "Buc is back" - Foto: United Volleys

Auch in ihrem dritten Saisonspiel jubeln am Ende die United Volleys (Foto: United Volleys)

Solingen Volleys.", sondern die Uniteds, die von Anfang an deutlich machten, dass sie sich auswärts beim Aufsteiger keine Blöße geben wollten. Mit eiskalter Konsequenz gingen sie in der mit knapp 600 Zuschauern gefüllten Sporthalle Wittkulle zu Werke, führten bereits zur ersten Technischen Auszeit mit 8:3. Herausragend war dabei vor allem der gerade von seiner Fußverletzung genese Jan Klobucar, der später folgerichtig zum "Sports&Travel MVP" gekürt wurde.

Sieben seiner insgesamt 11 Zähler erzielte der slowenische Nationalspieler allein im ersten Satz. Besonders oft war er dabei aus dem Hinterfeld erfolgreich, eine Variante, mit der auch Moritz Reichert fast nach Belieben punktete. Cheftrainer Michael Warm hatte "Buc" Klobucar für Adrian Aciobanitei in die Startsechs gestellt, während anstelle von Routinier Lukas Bauer in der Mitte der 21 Jahre alte Georg Escher auflief und zusammen mit dem gerade volljährigen Tobias Krick den "Baby-Block" bildete. Die Gastgeber präsentierten sich ebenso engagiert wie tapfer in der Abwehr, leisteten sich beim ersten Auftritt vor eigenem Publikum aber auch einige nervositätsbedingt Ausrutscher. So profitierten die Uniteds insgesamt von 31 Fehlern ihrer Gegner, während sie selbst den Solingern gerade einmal 18 Punkte schenkten.

Zimmermann führt klug Regie

Durchgang zwei verlief noch am ausgeglichensten, bevor Georg Escher mit einem Servicewinner aus dem Handgelenk die erste Vier-Punkte-Führung zum 16:12 herstellte. Überhaupt war der Aufschlag - ungeachtet der beim Anwurf hinderlichen niedrigen Hallendecke - eine der stärksten Waffen der Gäste. Am Schluss brachten sie es auf stolze neun Asse. Jan Zimmermann und Moritz Reichert ließen der Solinger Annahmedabei jeweils gleich zwei Mal in Folge keine Chance und sorgten so für die Vorentscheidung zur 2:0-Satzführung. Anschließend konzentrierten sich die United Volleys dann darauf, ihre bis dahin eher unterdurchschnittliche Blockbilanz zu verbessern. Waren in den Sätzen eins und zwei gerade mal zwei Blockpunkte gelungen, ließen es Krick, Escher &. Co nun noch sieben weitere Male auf Seiten der Solinger einschlagen.

Für den Abschluss zum 25:16 sorgte der ebenso wie Jannis Hopt eingewechselte Ady Aciobanitei mit einem überlegten Heber. Zum Ende des Matches hin hatte sich zuvor auch Kapitän Christian Dünnes noch schadlos gehalten. Bis dahin hatte Zuspieler Zimmermann, der für seine kluge Regieführung ein Extralob des Trainers bekam, die Bälle variabel an alle Angreifer verteilt. "Mit einer sehr hohe Quote im Sideout konnten wir etwas größeres Risiko im Aufschlag gehen", war Michael Warm rundum zufrieden. Durch die stabile und sichere Spielweise habe sein Team den Gegner durchweg beherrscht. "Inzwischen können alle drei Außenangreifer eine MVP-Auszeichnung vorweisen. Das unterstreicht, wie stark und ausgeglichen wir hier in dieser Saison besetzt sind", sah er sich bestätigt. Die United Volleys sollte damit auch für das nächste Match mit eingeschränkter Hallenhöhe, das bereits am kommenden Wochenende in Herrsching ansteht, gewappnet sein.

 

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