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VC Wiesbaden verliert Nervenschlacht gegen Münster

Bundesligen: VC Wiesbaden verliert Nervenschlacht gegen Münster

06.11.2016 • Bundesligen • Autor: Micha Spannaus 553 Ansichten

Es war das erwartet knappe Spiel: Die Bundesliga-Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben am Samstagabend in einer unterhaltsamen Partie 2:3 (29:27, 21:25, 30:28, 19:25, 13:15) gegen Ligakonkurrent USC Münster verloren. Vor 1.710 lautstarken Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit konnte sich der VCW somit immerhin einen Punkt für die Ligatabelle sichern.

VC Wiesbaden verliert Nervenschlacht gegen Münster - Foto: Detlef Gottwald

Mittelblockerin Simona Kóšová im blauen VCW-Dress erzielte 17 Punkte für ihr Team (Foto: Detlef Gottwald)

Zwei Stunden und 23 Minuten dauerte die Nervenschlacht, in der am Ende Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entschieden haben. Die Unabhängigen hatten am Ende das Glück auf ihrer Seite, als sie im alles entscheidenden fünften Satz ihren ersten Matchball zum 15:13 verwandelten.

"Ich bin richtig angefressen", sagte ein während der gesamten Partie emotionaler VCW-Chef-Coach Dirk Groß. "Aber nicht, weil wir schlecht gespielt hätten, sondern weil die Mannschaft sich nicht für ihre guten Leistungen belohnt hat." Groß hob vor allem die engagierte Trainingsleistung in der Vorbereitung auf das Münster-Spiel hervor. "Das Team hat sich hervorragend auf den Gegner eingestellt und im Training hart gearbeitet. Es hätte sich das Erfolgserlebnis verdient."

VCW-Teamkapitänin und Libera Alyssa Longo: "Münster war der erwartet schwere Gegner. Wir haben uns gut auf diese Mannschaft vorbereitet, am Ende waren es wenige Punkte, die den Unterschied ausgemacht haben. Der Angriff des USC war einfach sehr stark, das müssen wir anerkennen. Manchen Ball haben wir auch nicht gut zu Ende gespielt, da können wir uns noch verbessen. Die Zuschauer heute waren unglaublich, es macht einfach großen Spaß vor diesem Publikum zu spielen."

Der Blick der Hessinnen ist schon auf die nächsten Aufgaben gerichtet: Am kommenden Samstag (12. November) spielt der VCW zunächst gegen den Köpenicker SC, bevor es nur einen Tag später (Sonntag, 13. November) gegen das Deutsche Nachwuchsteam VCO Berlin geht.

Ausführlicher Spielbericht:

Die Satzergebnisse sagen viel über den Spielverlauf aus: Durchgänge wie der erste und der dritte, die mit 29:27 oder 30:28 endeten, belegen, dass sich beide Mannschaften an diesem denkwürdigen Samstagabend wahrlich nichts schenkten. VCW-Chef-Coach schickte Irina Kemmsies als Zuspielerin, Tanja Großer und Karolina Bednářová auf den Außenpositionen, Delainey-Aigner-Swesey auf Diagonal, Simona Kóšová und Eszter Nagy im Mittelblock sowie Alyssa Longo als Libera in seiner Starting-Six ins Rennen.

Zum Beginn des ersten Satzes war die Nervosität beiden Teams deutlich anzumerken. Es war der VCW, der ein erstes Ausrufezeichen dieser denkwürdigen Partie setzte und mit 8:3 zu ersten technischen Auszeit in Führung ging. Doch dann startete Münster eine Aufholjagd, die in einem offenen Schlagabtausch endete. Erst in der Überlänge des ersten Durchgangs gelang dem VCW der entscheidende Punch zum 29:27. VCW-Hallensprecher Tobias Radloff war zu diesem Zeitpunkt bereits heiser, da das Publikum für lautstarke Unterstützung sorgte.

Im zweiten Satz dann wollte Münster unbedingt die Oberhand gewinnen. Dies gelang den Unabhängigen: Die anfangs herausgespielte Führung hielt bis zum Ende des zweiten Durchgangs (21:25).

Wer glaubte, bis dahin schon die ganze Spannungsbandbreite des Volleyballsports erlebt zu haben, der wurde im dritten Satz eines Besseren belehrt. Beide Teams agierten während des gesamten Durchgangs auf Augenhöhe und weder dem VCW noch dem USC war es möglich, sich während der langen Ballwechsel entscheidend abzusetzen. Am Ende musste der Satz mit einem Punkt zum 30:28 durch die Hessinnen entschieden werden. Mittelblockerin Simona Kóšová (insgesamt 17 Punkte) und Außenangreiferin Karolina Bednářová (ingesamt 18 Punkte) zählten zu den fleißigsten Punktesammlern auf Seiten des VCW. Kóšová wurde am Ende dann auch von Münster-Trainer Andreas Vollmer zur wertvollsten Spielerin bei den Wiesbadenerinnen gewählt. Gelegentlich war auch Ex-Münsteranerin Irina Kemmsies - sie spielte nach ihrer auskurierten Muskelverhärtung als Zuspielerin beim VCW eine gute Partie - mit eigenen Angriffen erfolgreich. Die Teamleistung der Hessinnen stimmte also vollumfänglich.

Am Ende waren es die Eigenfehler der Hessinnen, die den Gästen aus Münster immer wieder Punkte bescherten, so auch im vierten Satz, den der USC trotz vorheriger VCW-Führung (8:6 zur ersten technischen Auszeit) schließlich mit 19:25 für sich entscheiden konnte. So musste die durch und durch spannende wie sehenswerte Partie also in den alles entscheidenden fünften Satz.

Im Tie-break das gleiche Bild: Beide Teams wollten nicht aufgeben und zeigten bis zum Schluss eine kämpferische Leistung. Leider schaffte es der VCW nicht, die hauchdünne Führung von 12:11 bis zum Schluss des Satzes aufrecht zu erhalten. Es war viel mehr Münster, das nach über zwei Stunden und zwanzig Minuten mit der nötigen Konsequenz das Glück erzwingen konnte und so das bis dahin euphorisierte Publikum zum Schweigen brachte. Dieser Zustand hielt jedoch nur kurz an, denn jedem Zuschauer in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit war bewusst, dass er am Samstagabend eine respektable Leistung beider Mannschaften gesehen hat.

 

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