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Saisonvorschau 1. Volleyball Bundesliga der Frauen

Bundesligen: Saisonvorschau 1. Volleyball Bundesliga der Frauen

20.10.2016 • Bundesligen • Autor: VBL 930 Ansichten

Am 22. Oktober geht es in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen wieder um Punkte. Es ist ein erstes Kräftemessen, die Möglichkeit, ein erstes Ausrufezeichen in Hinblick auf den Saisonverlauf zu setzen. Die Erwartungen und Ziele sind hoch, die Hoffnungen groß. Wer sind die Favoriten? Und was gibt es Neues bei den Vereinen? Die Volleyball Bundesliga (VBL) hat sich im Vorfeld der Saison bei den Teams umgehört.

Saisonvorschau 1. Volleyball Bundesliga der Frauen - Foto: Sebastian Wells (www.sebastianwells.de)

Der Allianz MTV Stuttgart gehört nach dem Supercup-Sieg mit zu den Meisterschaftsfavoriten (Foto: Sebastian Wells (www.sebastianwells.de))

Die Mannschaften der 1. Bundesliga der Frauen im Überblick:

Allianz MTV Stuttgart

Vizemeister und Vizepokalsieger - das ist die Bilanz vom Allianz MTV Stuttgart in der letzten Saison. Doch nach dem Gewinn des Volleyball Supercups am 16. Oktober liebäugelt das Team in 2016/17 mit weiteren Titeln. "Wir haben viel mehr Potenzial als im Vorjahr. Aber natürlich ist es mir und dem Rest des Vereins wichtig, dass wir stets Spaß am Spiel haben", sagt Cheftrainer Guillermo Hernandez, der auf einen Mix aus erfahrenen und jungen Spielerinnen zurückgreifen kann. "Sie können gegenseitig voneinander lernen. Und sie alle haben den unbändigen Teamgeist, für den der Allianz MTV Stuttgart bekannt ist." Neu im Mannschaftsgefüge sind unter anderem die Amerikanerinnen Nia Grant und Aiyana Whitney. "Es gilt natürlich wieder, sich auch auf der internationalen Bühne zu behaupten und so viele Siege wie möglich im CEV Cup zu erringen", sagt der neue Geschäftsführer Aurel Irion. Auf nationaler Ebene sieht Coach Hernandez den Schweriner SC vorn: "Sie werden als Einheit viel bewegen können."

Dresdner SC

Als Double-Sieger kann der Dresdner SC kaum ohne Titelambitionen in die neue Saison gehen. Ein Selbstläufer wird dies aber nicht, denn im Kader der DSC Volleyball Damen hat es einen großen Umbruch gegeben. Jörg Dittrich, Vorstandsvorsitzender der DSC 1898 Volleyball GmbH, hat dennoch ein klares Bild vor Augen: "Zunächst muss das große Talent und Potenzial der Mannschaft im Laufe der Saison herausgearbeitet werden. Dann haben wir in der entscheidenden Phase wieder eine realistische Chance, um Titel zu spielen." Eine Konstante ist Coach Alexander Waibl, der seit 2009 Cheftrainer der Mannschaft aus Sachsen ist. "Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren wettbewerbsfähige Strukturen geschaffen, von denen unsere Mannschaft jetzt profitiert", so Dittrich, der besonders Stuttgart und Schwerin als Mitfavoriten auf dem Zettel hat. In diesem Jahr ist der Dresdner SC die einzige Mannschaft im deutschen Damenvolleyball, die in der CEV Volleyball Champions League startet.

Köpenicker SC Berlin

Einen interessanten Wechsel verkündete der Köpenicker SC im Frühsommer auf der Trainerposition. Manuel Rieke, der in der abgelaufenen Spielzeit noch seine Volleyballschuhe bei den Netzhoppers im Brandenburgischen schnürte, hat den Posten des Chefcoachs übernommen. Es ist sein erstes Engagement in diesem Bereich. Strukturell hat sich noch mehr getan. Zu Beginn dieser Saison wurde die Geschäftsstelle neu besetzt. Mit fünf neuen, vornehmlich jungen Spielerinnen, aber ohne Top-Angreiferin Lauren Barfield (wechselte zum Schweriner SC), peilt Rieke das Viertelfinale der Playoffs an. "Wir werden durch Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit punkten", sagt der Trainer. "Top-Favorit ist für mich auch in diesem Jahr Dresden. Sie haben seit Jahren das individuell stärkste Team. Das wird wahrscheinlich wieder so sein."

Ladies in Black Aachen

Neue Wege beschreiten die Ladies in Black aus Aachen. Nach der erfolgreich abgewendeten Insolvenz tritt 2016/17 ein runderneuertes Team auf und neben dem Platz an. "Nach einem sehr turbulenten Sommer halten wir uns mit Saisonzielen bewusst zurück. Mit unserer jungen, hungrigen und spielfreudigen Mannschaft wird mit Sicherheit nicht von Beginn an sportlich alles reibungslos laufen", sagt der neue Sportdirektor Sebastian Gutgesell. "Dennoch wollen wir die Großen ärgern und mit dem Tabellenkeller nichts zu tun haben. Wir sehen uns in dieser Saison in einer Konsolidierungsphase." Außerdem wurde mit Saskia van Hintum die Co-Trainerin der niederländischen Nationalmannschaft als Cheftrainerin verpflichtet. Die Favoriten sind aus Aachener Sicht der Schweriner SC oder der Dresdner SC. "Als Geheimfavorit sehen wir unsere Freunde von VC Wiesbaden", so Gutgesell.

Rote Raben Vilsbiburg

Hohe Ziele verfolgen die Roten Raben Vilsbiburg in der kommenden Saison. Geschäftsführer André Wehnert: "Wir wollen gerne mal wieder Edelmetall holen - in einem der drei Wettbewerbe, in denen wir antreten: Bundesliga, DVV-Pokal, CEV Cup." Trainer Jonas Kronseder hat das Erfolgsrezept: "Wir werden mit unserem schnellen und facettenreichen Spiel zu überzeugen wissen und die Emotionen der Zuschauer durch unseren Kampf aufs Feld tragen." Neben Naoko Hashimoto im Zuspiel, Kerley Becker im Mittelblock und Keao Burdine im Außenangriff wurde mit Per-Erik Dalqvist ein neuer Co-Trainer verpflichtet, von dessen Erfahrung die Mannschaft profitieren soll. Christine Weidl verstärkt die Geschäftsstelle in den Bereichen Marketing, Sponsoring und Organisation. "Die Favoriten der Saison sind für mich Stuttgart, Dresden und Schwerin", sagt Geschäftsführer Wehnert.

SC Potsdam

Die kommende Saison ist für den SC Potsdam ein Neuanfang. Es gibt im Vergleich zum letzten Jahr einen neuen Trainer und acht neue Spielerinnen im Kader. Prominentester Neuzugang ist wohl Roslandy Acosta von den Roten Raben Vilsbiburg, die in der vergangenen Spielzeit zusammen mit Michelle Bartsch zum MVP der Liga gekürt worden war. Ein weiterer spannender Fakt: Das Durchschnittsalter des Teams beträgt 21 Jahre. Der neue Coach Davide Carli mit seinem Co-Trainer Riccardo Boieri steht also vor einer großen Herausforderung. "Unser Ziel ist es, eine sehr gute Mannschaft für die Zukunft aufzubauen und gute Spiele zu spielen, um die Halle in Potsdam immer voller zu haben", sagt Carli. "Für die Saison 2016/17 ist in meinen Augen Stuttgart der Favorit. Das Team kennt den Coach und auch sein Spielsystem. Wenn Renata Sandor wieder topfit ist, kann sie der entscheidende Faktor sein."

Schwarz-Weiß Erfurt

Als Aufsteiger hat Schwarz-Weiß Erfurt, zuletzt noch als SWE Volley-Team aktiv, mit Luise Wolf, Madleen Piest, Michaela Wessely und Lisa Stock eine Reihe junger Talente verpflichtet, die zum Teil schon über Erstligaerfahrung verfügen und eine solide Ausbildung in den Bundesstützpunkten genossen haben. "Wir sind von der Zusammensetzung her ein sehr homogenes Team. Alle Spielerinnen wollen sich in der 1. Bundesliga beweisen und Erfahrungen sammeln", sagt Sportdirektor Heiko Herzberg, der das Traineramt an Manuel Müller abgegeben hat. "Das Erreichen der Pre-Playoffs und damit der sportliche Nichtabstieg sowie in wirtschaftlicher Hinsicht alle Verpflichtungen zu erfüllen, sind unsere erklärten Ziele in der Saison 2016/17." Coach Müller erwartet ein offenes Titelrennen: "Meister Dresden hat einen großen Umbruch zu verkraften. Schwerin und Stuttgart werden oben mitspielen."

Schweriner SC

Beim Schweriner SC stehen die Zeichen auf Titeljagd. "Finalteilnahmen in Pokal und Meisterschaft sind das Ziel. Und wer im Finale steht, will bekanntlich auch mehr", sagt Vereins-Präsident Johannes-Meinhart Wienecke. Louisa Lippmann und Lenka Dürr sind die namhaftesten Zugänge und sollen nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch beim SSC feste Größen werden. Für die Mittelblockerposition wurde Lauren Barfield vom Köpenicker SC verpflichtet. Mit dem neu formierten Kader wollen die Nordlichter auch international wieder Erfolge feiern und wie zuletzt ins Halbfinale des Challenge-Cups vordringen. Den größten Konkurrenten im Kampf um den Titel sieht der SSC in Stuttgart verortet. "Allianz MTV konnte neben wichtigen Säulen der letzten Saison noch weitere interessante Neuverpflichtungen tätigen", sagt der neue, hauptamtliche Geschäftsführer des Schweriner SC, Andreas Burkard.

USC Münster

Beim USC Münster hat sich einiges getan. Mit einem neuen Athletikcoach-Team, neuer Physiotherapie-Betreuung und einer neuen Zusammensetzung des Vorstands geht der Verein in die kommende Saison. Auch in sportlicher Hinsicht sind neue Namen zu vermelden. Auf der Zuspielposition werden Kaisa Alanko und Britt Bongaerts im Einsatz sein, Außenangreiferin Bogdana Anisowa und Diagonalangreiferin Erica Wilson sollen in der Offensive Akzente setzen. "Das Ziel ist die direkte Playoff-Qualifikation", sagt Coach Andreas Vollmer. "Wir wollen das Spiel am Netz und die allgemeine Physis verbessern." Der erfahrene Volleyballlehrer tippt im Titelrennen auf Stuttgart: "Allianz MTV konnte den Kaderstamm halten und bildet mit einer genesenen Renata Sandor ein starkes Kollektiv, das mit viel Aufwind aus der letzten Saison und einer tollen Infrastruktur einhergeht." Und dieses Team ist auch gleich am Sonntag in Münster zu Gast. Das erste Top-Spiel der Saison ist am 23. Oktober ab 14.30 Uhr live bei Sportdeutschland.TV zu sehen.

VC Wiesbaden

Eine Mannschaft aus jungen, talentierten sowie hungrigen Spielerinnen, die bereits viel Erfahrung mitbringen - so lautet die Formel, nach der die VCW-Verantwortlichen den Kader für die neue Bundesliga-Saison zusammengestellt haben. Die Zuspielposition wurde mit Irina Kemmsies und Lia-Tabea Mertens neu besetzt. Daneben zählt auch Karolina Bednářová zu den neuen Gesichtern. Die Außenangreiferin hat nach einem Jahr Profi-Pause den Weg zurück in Deutschlands höchste Spielklasse gefunden. "Zunächst einmal ist es wichtig, dass die neue Mannschaft zu ihrem Spiel findet, sodass wir schnellen wie athletischen Volleyball aufs Feld bringen können", sagt Chefcoach Dirk Groß. Er geht davon aus, dass Dresden, Stuttgart und Schwerin in dieser Saison den Titel unter sich ausmachen. Groß: "Unser Ziel lautet, wie im letzten Jahr, die direkte Qualifikation für die Playoffs zu schaffen und das Team kontinuierlich weiterzuentwickeln."

VCO Berlin

Das Ausbildungsteam vom VC Olympia Berlin tritt in diesem Jahr erneut in der 1. Bundesliga der Damen an. "Rein sportlich gesehen ist es unser Ziel, trotz Sonderspielrecht nicht auf einem Abstiegsplatz zu landen", sagt Bundesstützpunktleiter Jörg Papenheim. "Wir wollen uns optimal präsentieren und den Wert unserer Spielerinnen beweisen, sodass alle VCO'lerinnen in der kommenden Saison Verträge bei Erstligisten bekommen." Neu dabei sind Außenangreiferin Gina Köppen vom Schweriner SC und Diagonalspielerin Lena Große Scharmann vom Allianz MTV Stuttgart. Im Trainerstab gab es einen kompletten Umbruch: Mit dem neuen Nachwuchs-Bundestrainer Martin Frydnes und Co-Trainer Florian Völker finden sich zwei frische Gesichter auf der Bank. "Mit neuen Ideen bringen sie Schwung ins Team und begleiten die Mädchen bestmöglich durch ihr Abschlussjahr beim VCO", so Papenheim. Wie in jedem Jahr gehen beim Ausbildungsteam die Saison im Verein und die Saison des Juniorinnen-Nationalteams Hand in Hand.

VfB 91 Suhl

Die letzten beiden Jahre waren für den VfB Suhl nicht leicht. Mit neuem Look, einem weitgehend neuen Team und der Neustrukturierung der Geschäftsstelle arbeiten die Thüringer daran, den Verein wieder auf stabile Beine zu stellen. "Wir denken, dass wir im Vergleich zur Vorsaison eine Mannschaft sehen werden, die Kampfgeist, Motivation, Zusammenhalt und Emotionen bei ihren Auftritten an den Tag legt", sagt Geschäftsführer Heiko Koch, der zuvor für NawaRo Straubing tätig war. Mit dem Niederländer Han Abbing wurde ein Trainer verpflichtet, dessen Aufgabe es ist, mit der Mannschaft auch die Saison 2017/18 in der höchsten deutschen Spielklasse zu erleben. "Erst einmal muss der Fokus darauf liegen, sich als Mannschaft zu stabilisieren", sagt Koch. Er sieht den Allianz MTV Stuttgart als Meisterschaftsfavoriten: "Sie haben den Großteil des Kaders zusammenbehalten, sich punktuell verstärkt und schon früh den Kader beisammen gehabt. Nach zwei zweiten Plätzen in der letzten Spielzeit werden sie diesmal einen Titel holen."

 

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