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Gedämpfte Stimmung bei den DVV-Juniorinnen

DVV-Junioren: Gedämpfte Stimmung bei den DVV-Juniorinnen

04.09.2016 • DVV-Junioren • Autor: DVV / Sandra Arm 381 Ansichten

Gedämpfte Stimmung bei den deutschen Juniorinnen, Feieratmosphäre bei den Slowaken. Im ersten Halbfinale um die Plätze fünf bis acht bei der U19-Europameisterschaft kassierte die deutsche Auswahl eine bittere 2:3-Niederlage (20:25, 25:19, 28:30, 25:18, 10:15) gegen die Slowakei. Der Gastgeber wusste mit einer stark auftrumpfenden Karin Sunderlikova, sie kam auf 32 Punkte, zu überzeugen. Mit 25 Zählern war Hanna Orthmann beste deutsche Spielerin. Dahinter kamen Sabrina Krause auf zwölf sowie Merle Weidt und Vanessa Agbortabi auf jeweils elf Punkte.

Die slowakischen Fans brannten ein Stimmungs-Feuerwerk ab. Mit Rasseln, Tröten und Trommeln unterstützten sie ihre Mannschaft lautstark. Dem gegenüber stand ein kleiner deutscher Block mit Familienangehörigen der Mädchen, die ebenfalls alles gaben und von der Tribüne das Team anfeuerten. Nach 127 Minuten war dann Hilfe anderer Art mehr als gefragt. Die Eltern hatten sich im Foyer der Halle versammelt, um ihre Kinder zu trösten und wieder aufzurichten.

Dabei wäre das Aufbauprogramm gar nicht nötig gewesen. Ja wenn da nicht der dritte Satz gewesen wäre. Die DVV-Auswahl hatte sich eine komfortable Ausgangsposition geschaffen, sie führte deutlich mit 21:13. Sie hatten es wahrlich in der Hand, den Sack endgültig zuzubinden. Doch die sicher geglaubte Führung schmolz unter anderem durch individuelle Fehler. Mal landete ein Aufschlag im Netz oder sie bekamen die druckvollen Angriffe von Karin Sunderlikova nicht unter Kontrolle. Das führte dazu, dass die Slowakei zum 22:22 ausglich. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den die Slowaken am Ende zu ihren Gunsten entschieden. Die deutsche Auswahl haderte mit sich und den immer wiederkehrenden kleinen Fehlern.

Die Slowaken, die bereits den ersten Satz gewannen, führten nun mit 2:1. Den Ausgleich zum 1:1 hatte sich die deutsche Mannschaft zuvor mehr als verdient. Nach ausgeglichenem Beginn kam sie richtig in Fahrt. Gegnerische Angriffe wurden durch eine starke Blockabwehr im Doppel durch Pia Kästner/Sabrina Krause oder im Einer durch Sabrina Krause am Netz erfolgreich abgewehrt. In dieser Phase war es vor allem Vanessa Agbortabi, die über Außen mit druckvollen Angriffen die Slowaken unter Druck setzte. So erarbeitete sich das Team eine Sieben-Punkte-Führung (17:10), die zwar zwischendurch auf drei Zähler (20:17) schmolz, aber sie kämpften weiter um jeden Ball. Sie rannten, die hechteten und wurden am Ende durch einen Aufschlagfehler der Slowaken, der im Netz landete, mit dem Ausgleich zum 1:1 belohnt.

Der vierte Durchgang bot ebenfalls reichlich Spannung. Er verlief bis zur Mitte recht ausgeglichen. Als Zuspielerin Pia Kästner zum 17:16 punktete, ließ es Merle Weidt anschließend mit einer sensationellen Aufschlagserie richtig krachen. So steigerte sich das Team zum 24:16. Nach zwei abgewehrten Matchbällen durch die Slowaken machte das deutsche Team ernst und glich zum 2:2 aus. Der Tie-Break sollte also die Entscheidung bringen. In diesem fand die deutsche Auswahl kein geeignetes Mittel, um den druckvollen Angriffen insbesondere durch Karin Sunderlikova entgegenzuwirken.

Viele Worte bedurfte es nicht, um das Gesehene zusammenzufassen. Gerade der dritte Satz hallte noch gehörig nach. "Wir liegen mit 21:13 in Front und müssen einfach nur weiterspielen. Aber wir bringen den Gegner ins Spiel, machen Fehler und lassen es zu, dass der Gegner mitspielt. Der dritte Satz ärgert mich sehr", sagte ein sichtlich enttäuschter Bundestrainer. Nach der mehr als bitteren Niederlage wartet nun im Spiel um Platz sieben (Sonntag/10 Uhr) das Team aus Bulgarien auf die Schützlinge von Lindenmair. Bulgarien unterlag im zweiten Halbfinale Italien mit 0:3 (19:25, 16:25, 24:26).



Der deutsche EM-Kader: Pia Kästner, Sophie Dreblow, Sindy Lenz (SC Potsdam/VCO Berlin), Vanessa Agbortabi (Volley Team Berlin/VCO Berlin), , Merle Weidt (VC Offenburg/VCO Berlin), Gina Köppen, Luise Klein, Sabrina Krause (Schweriner SC/VCO Schwerin), Elisa Lohmann (VC Parchim/VCO Schwerin), Camilla Weitzel (Dresdner SC/VCO Dresden), Hanna Orthmann (SC Union Lüdinghausen/USC Münster), Pia Leweling (GW Paderborn/USC Münster)

Bundestrainer Jan Lindenmair
Co-Trainer Benedikt Frank
Co-Trainer Bart Jan van der Mark
Physiotherapeutin Katrin Lagg
Scout Andreas Renneberg
Journalist Sandra Arm

 

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