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Endstation Düsseldorf - Fuchs darf nicht in den USA spielen

Bundesligen: Endstation Düsseldorf - Fuchs darf nicht in den USA spielen

26.08.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 398 Ansichten

Der FIVB Beach Grand Slam im amerikanischen Long Beach findet an diesem Wochenende ohne BR Volleys Akteur Sebastian Fuchs statt. Beim geplanten Abflug in Düsseldorf wurde dem Berliner aufgrund fehlenden Visums die Weiterreise verweigert. Der Grund hierfür ist so skurril wie ärgerlich.

Es war Mitte Februar diesen Jahres, als das BR Volleys Beachteam Sebastian Fuchs und Stefan Windscheif beim FIVB Open im Iran teilnahmen und einen starken neunten Rang belegten. Nun, kurz vor dem deutschen Saison-Highlight mit den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand, wollte das Duo sich den letzten Feinschliff beim FIVB Grand Slam im kalifornischen Long Beach holen. Doch aus der gemeinsamen Reise in die USA wurde nichts.

Seit Beginn diesen Jahres verschärften die USA ihre Einreisebestimmungen. So können Reisende aus Deutschland und einer Reihe anderer Staaten nicht mehr ohne Visum in die USA gelangen, wenn sie sich seit 2011 in Syrien, dem Irak, Iran oder dem Sudan aufgehalten haben. In den letzten Jahren reichte hier noch eine ESTA-Genehmigung (Elektronische Einreiseerlaubnis, Aufenthalt bis zu 90 Tagen ohne Visum) aus, zum Ärger von Fuchs: "In meinem Reisepass ist der Iran-Aufenthalt noch mit einem Stempel vermerkt. Stefan hingegen hatte Glück. In seinem neuen Reisepass ist dieser nicht mit drin."

Als es für Fuchs traurige Gewissheit war, die ESTA-Genehmigung nicht zu erhalten, versuchte er sofort alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Reise in die USA doch noch möglich zu machen. In Zusammenarbeit mit Markus Ruth, zuständig für die Athletenverwaltung und das Kadermanagement beim Deutschen Volleyball-Verband, wurde sofort der Kontakt zum Weltverband FIVB und dem US-Volleyballverband gesucht, doch ohne Erfolg. "Wir haben alles versucht, ein kurzfristiges Visum für Sebastian Fuchs zu bekommen. Das hat leider nicht geklappt. Der amerikanische Verband hat uns mit einem Kontakt zur amerikanischen Botschaft in Deutschland geholfen, es war aber alles zu kurzfristig", sagt Ruth und fährt fort: "Es bleibt festzuhalten: Das ist sehr unglücklich verlaufen und hätte mit einer besseren Kommunikation im Vorfeld seitens der FIVB verhindert werden können."

Fuchs selbst hoffte noch bis zum Schluss auf einen positiven Ausgang, doch wurde enttäuscht und nennt einen weiteren unglücklichen Umstand dieser Posse: "Ohnehin bekamen wir erst sehr spät die Bestätigung, dass das Turnier in Long Beach überhaupt stattfinden wird", so der 30-Jährige. "Eine rechtzeitige Teilnahmebestätigung, wie man es bei anderen FIVB Turnieren gewohnt ist, hätte mir Gut und Gern noch zehn Tage mehr Zeit gegeben, ein Visum zu beantragen", blickt ein enttäuschter Fuchs zurück und wünscht sich, "dass in solchen Angelegenheiten die Athleten besser geschützt werden. Hier erhoffe ich mir vor allem mehr Unterstützung seitens des Weltverbandes!"

Das sieht auch BR Volleys Manager Kaweh Niroomand so: "Dieser Vorgang ist absolut unverständlich und für mich in keinster Weise nachvollziehbar. Es darf nicht sein, dass Sportler unter politischen Entscheidungen leiden müssen. Enttäuschend ist auch die Unterstützung des Weltverbandes, der hier nichts zur Lösung der Thematik beigetragen hat!"

Glück im Unglück hatte Fuchs schlussendlich doch. Tilo Backhaus, Trainer des Frauen-Beachteams Katrin Holtwick und Ilka Semmler , die in Long Beach ebenso teilnehmen, ersetzt den Mann aus Eckernförde an der Seite von Windscheif und erspart Fuchs so eine drastische Geldstrafe durch den Weltverband. Sebastian Fuchs hingegen wird an diesem Wochenende gemeinsam mit Jonas Schröder beim smart super cup in Kühlungsborn teilnehmen, um die Zeit, kurz vor den Deutschen Meisterschaften, nicht gänzlich ungenutzt verstreichen zu lassen.

 

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