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Rio 2016: 1+1=3

Olympia: Rio 2016: 1+1=3

17.08.2016 • Olympia • Autor: DVV 1027 Ansichten

Manchmal mussten Larissa/Talita (BRA) das Gefühl gehabt haben, nicht gegen zwei phantastische deutsche Spielerinnen zu spielen, sondern gegen ein Trio. An nahezu jedem Ball waren Laura Ludwig /Kira Walkenhorst im zweiten Satz "dran" und erteilten den an eins gesetzten Gastgeberinnen mit 21-12 eine wahre Lehrstunde.

Rio 2016: 1+1=3 - Foto: FiVB

Zusammen ganz stark und ins Olympia-Finale: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (Foto: FiVB)

Natürlich waren sie nur zu zweit auf dem Feld, doch irgendwie auch nicht. Ludwig/Walkenhorst machen das eigene Feld extrem klein, halten auf den 81 Quadratmetern wie Pech und Schwefel zusammen. "Wir waren am Anfang nervös, hatten aber als Team Geduld. Das war eine geile Teamleistung", meinte Ludwig nach dem Halbfinale. Zuvor hatten sich die zweifachen Europameisterinnen im olympischen Turnier immer gegenseitig aus kleineren (!) Schwächephasen geholfen. Ludwig gelang dies in der Gruppenphase, Walkenhorst im Achtelfinale, als Ludwig einen kurzen Moment wankte.

Dieser Zusammenhalt ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer nunmehr vierjährigen Zusammenarbeit. Zu Beginn erarbeitete Psychologin Anett Szegeti mit Ludwig/Walkenhorst sowie den Trainern Jürgen Wagner und Helke Claasen ein Motto, welches das deutsche Duo zum aktuellen Weltranglistenplatz 1, diversen Turniersiegen, zwei Europameisterschaften und nun bis in das olympische Finale führte: "Aus unseren ersten Teammeetings ist das Motto "1+1= 3" entstanden. Das, was sie als Team ausmacht und einbringen, ergibt mehr als 2. Das ist der Teamgedanke und den haben beide voll angenommen", so Szegeti.

Um dorthin zu kommen, erlebte das Erfolgs-Duo viele Höhen, hatten aber auch einige Tiefpunkte zu bewältigen. Erinnert sei an das Pfeiffersche Drüsenfieber und die Knieverletzung von Walkenhorst, die sie ein knappes Jahr (Mai 2014 bis Mai 2015) außer Gefecht setzte. Oder die WM in den Niederlanden, als das deutsche Parade-Duo körperlich fit war, aber ihre Klasse nicht auf das Sandviereck brachte.

Diese Zeiten sind Vergangenheit, in Rio demonstriert das Team Stärke und strahlt enorm viel Selbstbewusstsein aus. Walkenhorst verdeutlichte das anhand des Halbfinals, als das deutsche Duo mit 11-14 hinten lag. "Wir hatten uns bis dahin, etwas erdrücken lassen von der ganzen Atmosphäre. Aber wir sind da gemeinsam rausgekommen, und das wäre uns vor zwei Jahren sicherlich noch nicht gelungen. Umso mehr freue ich mich, dass wir das so gelöst haben."

Gelöst werden soll nun auch die letzte Aufgabe in Rio, und wohl keiner aus dem Team hätte am Ende etwas dagegen, wenn die Rechnung dieses Mal 1+1=1 lauten würde. Gemeint ist damit natürlich die Endplatzierung.

 

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