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Böckermann/Flüggen scheiden aus

Olympia: Böckermann/Flüggen scheiden aus

11.08.2016 • Olympia • Autor: DVV 743 Ansichten

Markus Böckermann /Lars Flüggen haben sich bei ihrer Olympia-Premiere ohne Sieg aus dem Turnier als 19. verabschiedet: Gegen die Russen Liamin/Barsuk unterlag das DVV-Duo nach schwacher Leistung 0:2 (14-21, 17-21).

Böckermann/Flüggen scheiden aus - Foto: FiVB

Enttäuschung bei Lars Flüggen und Markus Böckermann über das Vorrunden-Aus in Rio (Foto: FiVB)

Nur mit einem deutlichen Erfolg mit zwölf Punkten Trotz des Sieges belegte das DVV-Duo Platz vier in der Gruppe und Platz 19 im Turnier, zum Weiterkommen hätten die Hamburger die Russen mit zwölf Punkten Unterschied schlagen müssen.

1. Satz: Vergebene Punktchancen zu Beginn

Wie gehen Böckermann/Flüggen die Partie an, mit dem Wissen, dass sie fast Unmögliches schaffen müssen? Ein Sieg musste her mit nicht weniger als 12 Punkten Vorsprung. Der Start verlief bis auf einen Annahme-Wackler von Böckermann ausgeglichen, Flüggen schloss seine Angriffe souverän ab (4-5). Allerdings ging das DVV-Duo zu Satzbeginn fahrlässig mit seinen Punktchancen um, ein Umstand, den es sich nicht leisten konnte. Nach zwei Assen der Russen hieß es 7-11 - Auszeit Deutschland. Bei der technischen Auszeit betrug der Rückstand bereits fünf Punkte, Böckermann/Flüggen waren in dieser "live or die"-Partie noch überhaupt nicht angekommen. Anschließend funktionierte der Angriffsaufbau wieder besser, aber das deutsche Team benötigte Breaks, um Punkte gutzumachen (12-17). Das Gegenteil war aber der Fall, die Russen punkteten, holten den ersten Satz und schraubten ihren "Vorsprung" auf 19 Punkte.

2. Satz: Ganz schwacher Start

Es kam zu Beginn des zweiten Satzes knüppeldick. Die Annahme patzte, die Russen hatten leichtes Spiel (0-5). Wenigstens fing sich das deutsche Team in der Folge und verkürzte nach schönen Abwehraktionen Flüggens auf 7-8. Nachdem die anfängliche Lethargie abgeschüttelt war, zeigte das DVV-Duo, dass es nach dem anderthalbjährigen Qualifikationsmarathon zurecht in Rio am Start war. Gute Block-Abwehrarbeit und druckvolle Aufschläge führten zum Ausgleich (11-11), die Führung wollte aber nicht gelingen. Das Weiterkommen konnte zu diesem Zeitpunkt auch kaum noch im Vordergrund stehen, sondern sich mit einer guten Leistung zu verabschieden (16-17). Das geling im zweiten Satz phasenweise, insgesamt blieben Böckermann/Flüggen in dieser Partie jedoch weit unter ihren Möglichkeiten. Irgendwie wirkten sie gehemmt, der Ballast der Aufholjagd schien sie etwas zu lähmen.
Stimmen zum Spiel

Markus Böckermann : "Wir waren zu ergebnisorientiert und wussten, dass wir zu 15 und 15 gewinnen müssen. Dadurch ist der Fokus verrutscht, obwohl uns Bernd geraten hatte, uns mehr mit dem Spiel zu beschäftigen. Wir haben es versucht, aber nicht geschafft. Wir wollten manchmal mit einem Ball zwei Punkte machen. Wir mussten das Risiko hoch fahren, das ist nach hinten losgegangen. Die Enttäuschung ist schon sehr groß, auch wenn wir in der Qualifikation mehr geleistet haben, als uns zugetraut wurde. Die Chancen, dass wir hier dabei sein können, waren vielleicht bei fünf Prozent. Wir haben in der Qualifikation, als wir verletzungsfrei waren, alle Top-Teams geschlagen, und mit dieser Erwartungshaltung sind wir auch hierhin gekommen, das haben wir aber leider nicht geschafft. Das Erlebnis Olympia war gigantisch sowohl positiv als auch negativ. Der Center Court war riesig, die Kulisse beeindruckend. Aber die Negativschwingungen wie Korruption, Doping und andere Dinge waren bei mir sehr präsent, das hätte ich so nicht erwartet. Wir werden die Spiele jetzt genießen, ich will mir noch Tischtennis und Badminton angucken."

Lars Flüggen: "Wir haben uns zu viele Gedanken gemacht, wie hoch wir gewinnen müssen. Wir waren weit davon entfernt, um in die Situation zu kommen, in der wir anfangen müssen zu rechnen. Am Anfang haben wir zwei Punktchancen liegen lassen und dann hat es mich an den ersten Satz vom ersten Spiel erinnert. Da lief nichts zusammen. Das Ausscheiden ist ärgerlich. Wir haben eine sehr gute Qualifikation gespielt, uns hatte niemand etwas in der Qualifikation zugetraut, deswegen überwiegt auch jetzt schon der Stolz, hier gewesen zu sein. Das ist hier die Belohnung, quasi das Eis, wir haben es nur verpasst, Sahne und Streusel drauf zu tun, aber das Eis haben wir trotzdem. Wir bleiben definitiv noch hier, wir unterstützen die beiden Mädelteams und gucken, ob wir denen noch unter die Arme greifen können. Ich will das hier so lange wie möglich auskosten."


Statistik
GER: Aufschlag: 1 Ass, 4 Fehler / Block: 2 / Angriff: 24 von 40 (60%)
RUS: Aufschlag: 4 Asse, 2 Fehler / Block: 4 / Angriff: 28 von 43 (65%)
Spielfilm

Satz: 2-4, 6-9, 8-13, 12-16, 13-20
Satz: 0-4, 2-7, 7-8, 10-11, 15-16,

 

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